6 Fassaden, 6 RAL-Farben: welche passt zu Ihrem Haus?
Echte Hausfassaden in beliebten deutschen RAL-Tönen. Tippen Sie auf eine Variante, um diese Farbe direkt auf Ihrem eigenen Foto zu testen.
Anthrazit
weiße Fenster
Hellelfenbein
mit Anthrazit-Dach
Salbeigrün
cremeweiße Fenster
Cremeweiss
klassisch, mit Gesims
Anthrazit + Holz
moderner Mix
Terrakotta
Altbau-Charme
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Türen lackieren ist eines der lohnendsten Heimwerker-Projekte überhaupt: Eine frisch gestrichene Innentür wertet einen ganzen Raum auf, kostet pro Stück nur einen Bruchteil einer neuen Tür und ist an einem Wochenende machbar. Entscheidend für ein streifenfreies, dauerhaftes Ergebnis sind der richtige Lack, die saubere Vorbereitung und eine durchdachte Reihenfolge. In dieser Anleitung gehen wir Türblatt, Türrahmen und Zarge Schritt für Schritt durch, zeigen, wie Sie eine alte Lack- oder Latexschicht sicher überstreichen, und nennen realistische Kosten und beliebte Farbtöne für 2026.
Wer gleich mehrere Räume renoviert, plant das Türenstreichen am besten direkt in den Gesamt-Ablauf ein. Eine gute Reihenfolge und die passenden Produkte finden Sie in unserem großen Innenraum streichen Guide 2026, der von der Vorbereitung bis zum letzten Anstrich alles abdeckt.
Welcher Lack für Innentüren: Acryl-Wasserlack oder Kunstharz?
Die wichtigste Grundsatzentscheidung beim Türen lackieren ist die Lackbasis. Für Innentüren kommen vor allem zwei Systeme infrage: wasserbasierter Acryllack und lösemittelhaltiger Kunstharzlack (Alkydharz). Beide ergeben eine deckende, lackierte Oberfläche, unterscheiden sich aber in Geruch, Vergilbung und Verarbeitung deutlich.
Acryl-Wasserlack ist heute der Standard für Wohnräume: geruchsarm, schnell trocknend und vergilbungsstabil. Ein reines Weiß bleibt über die Jahre weiß. Klassischer Kunstharzlack verläuft etwas glatter und ist sehr robust, riecht aber stark, braucht länger zum Trocknen und neigt im Weißton zum Nachgilben, besonders hinter Möbeln oder an wenig belichteten Türen. Für die meisten Innentüren ist ein hochwertiger Acryllack die bessere Wahl.
Beim Glanzgrad hat sich für Türen und Rahmen seidenmatt bis seidenglänzend durchgesetzt. Seidenmatt wirkt modern und wohnlich, kaschiert kleine Unebenheiten und ist trotzdem gut abwaschbar. Hochglanz betont jeden Pinselstrich und jede Delle und ist deutlich anspruchsvoller in der Verarbeitung.
| Kriterium | Acryl-Wasserlack | Kunstharz (Alkyd) |
|---|---|---|
| Geruch | gering | stark, lange |
| Vergilbung Weiß | stabil | gilbt nach |
| Trocknung (überstreichbar) | ca. 4 bis 6 Stunden | ca. 12 bis 24 Stunden |
| Verlauf / Glätte | gut | sehr glatt |
| Reinigung Werkzeug | Wasser | Verdünnung |
Bewährte Produkte für Innentüren sind etwa der Alpina Acryl Buntlack und Alpina Direkt auf Glanz, der Caparol Capacryl PU-Satin (ein PU-verstärkter Acryllack mit sehr robuster Oberfläche), der Brillux Lacryl-PU sowie Lacke von Bondex und Schöner Wohnen Buntlack. Für stark beanspruchte Kanten lohnt sich ein PU-verstärkter Acryllack, weil die Polyurethan-Komponente die Kratzfestigkeit deutlich erhöht.
Anthrazit, Salbei oder klassisch Weiß: sehen Sie den Farbton an Ihrer Tür, bevor Sie den Pinsel ansetzen.
Vorbereitung: Anschleifen, Reinigen und Grundieren
Über 80 Prozent eines guten Lackierergebnisses entstehen vor dem ersten Anstrich. Hängen Sie das Türblatt nach Möglichkeit aus und legen Sie es waagerecht auf zwei Böcke. So vermeiden Sie Läufer (herablaufende Nasen) und erreichen jede Kante bequem. Demontieren Sie Beschläge, Türgriff und Schließblech oder kleben Sie sie sauber ab.
Schleifen Sie die gesamte Oberfläche mit Körnung 240 mattan. Dieses Anschleifen entfernt den Glanz der alten Lackschicht und schafft die nötige Haftung. Bei lackierten Türen reicht ein gleichmäßiges Mattieren, bei rohem Holz oder Furnier glätten Sie zuerst mit Körnung 180 und gehen dann auf 240. Anschließend gründlich entstauben (Schleifstaub mit einem leicht feuchten Tuch oder Mikrofasertuch aufnehmen) und mit Silikonentferner oder Brennspiritus entfetten.
Kleine Dellen und Bohrlöcher füllen Sie mit Holzspachtel, lassen ihn trocknen und schleifen plan. Astlöcher oder dunkle Stellen in Holztüren vorab mit einem Isoliergrund (Sperrgrund) abdecken, damit später keine Verfärbungen durchschlagen. Tragen Sie dann eine Grundierung beziehungsweise einen Vorlack auf: Sie verbessert Haftung und Deckkraft und spart am Ende Lack. Auf MDF-Kanten und saugenden Stellen ist die Grundierung Pflicht.
Türblatt lackieren: Schritt für Schritt
Mit guter Vorbereitung ist das eigentliche Lackieren der angenehme Teil. Arbeiten Sie in einem staubarmen, gut belüfteten Raum bei 15 bis 25 Grad. Verwenden Sie für glatte Flächen eine feinporige Schaumstoff- oder Mikrofaser-Lackierwalze und für Profile, Kassetten und Kanten einen guten Lackpinsel.
- Reihenfolge festlegen: Bei einer glatten Tür zuerst die schmalen Kanten, dann die Fläche. Bei einer Kassettentür zuerst die vertieften Felder mit dem Pinsel, dann die Querfriese, zuletzt die senkrechten Holme.
- Erster Anstrich: Lack dünn und gleichmäßig auftragen, mit der Walze in eine Richtung abrollen (in Faserrichtung), keine zu dicke Schicht, sonst läuft sie.
- Zwischenschliff: Nach der Trocknung (Acryl ca. 4 bis 6 Stunden) leicht mit Körnung 320 oder einem feinen Schleifvlies anschleifen, entstauben.
- Zweiter Anstrich: Deckschicht wieder dünn auftragen. Zwei dünne Schichten decken besser und bilden eine glattere Oberfläche als eine dicke.
- Trocknen und einbauen: Vor dem Einhängen vollständig durchhärten lassen. Acryllack ist nach Stunden grifffest, erreicht die endgültige Härte aber erst nach einigen Tagen, also anfangs vorsichtig behandeln.
Türrahmen und Zargen lackieren
Türrahmen (Zargen) lassen sich nicht aushängen, deshalb wird hier im eingebauten Zustand gearbeitet. Kleben Sie den Übergang zur Wand mit hochwertigem Malerkrepp ab und ziehen Sie das Klebeband direkt nach dem Lackieren ab, solange der Lack noch leicht feucht ist: So entstehen saubere Kanten ohne Abrisse. Schützen Sie den Boden mit Abdeckvlies.
Schleifen, entfetten und grundieren Sie die Zarge genauso wie das Türblatt. Lackieren Sie mit dem Pinsel zuerst die Innenkanten und Falze, dann die sichtbaren Flächen. Achten Sie auf gleichmäßigen Lackauftrag in den Ecken, dort sammelt sich gern zu viel Material. Wenn Sie Tür und Rahmen im selben Farbton streichen, wirkt der Raum ruhiger. Ein abgesetzter Rahmen (zum Beispiel Tür in Salbeigrün, Zarge in Weiß) setzt dagegen einen bewussten Akzent.
Alte Lack- oder Latexschicht überstreichen
Eine sehr häufige Frage ist, ob man alte Türen einfach überstreichen kann. Die Antwort: ja, wenn die Haftung stimmt. Der alte Lack muss fest sitzen, darf nicht abblättern und wird wie beschrieben angeschliffen und entfettet. Lackieren Sie nie auf eine glänzende, ungeschliffene Fläche, sonst haftet der neue Lack nicht.
Heikel wird es, wenn jemand früher eine Wand-Latexfarbe oder Dispersionsfarbe auf Tür oder Rahmen gepinselt hat. Solche Anstriche sind elastisch und nicht für Lackgrund gemacht, neuer Lack haftet darauf oft schlecht. Ist die Schicht dünn und fest, schleifen Sie sie matt und tragen einen Haftgrund (Sperr- oder Isoliergrundierung) auf, bevor der eigentliche Türlack kommt. Sitzt die alte Latexschicht locker oder blättert sie, muss sie ab: ablaugen, abschleifen oder mit Abbeizer entfernen, dann neu grundieren. Im Zweifel testen Sie an einer kleinen Stelle, ob der neue Lack nach dem Trocknen mit dem Fingernagel oder Klebeband-Abrisstest hält.
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Farbtöne 2026: Weiß, Anthrazit und Salbei
Klassisches Weiß bleibt der sichere Dauerbrenner, weil es Räume hell und neutral hält. Beliebt sind warme Weißtöne und gebrochene Weiß-Nuancen, die weniger steril wirken als ein kühles Reinweiß. Wer einen Akzent setzen will, greift 2026 gern zu tiefem Anthrazit oder Schwarzgrau (etwa RAL 7016 Anthrazitgrau), das besonders an Glastüren und in modernen Interieurs sehr edel aussieht.
Im Trend liegen außerdem ruhige Naturtöne: Salbeigrün, Greige und sanfte Taupe-Töne lassen Türen mit der Wand verschmelzen oder setzen einen warmen Kontrast. Wenn Sie unsicher sind, welcher Ton zu Wand, Boden und Möbeln passt, lohnt der Blick auf eine Übersicht beliebter Innenfarbtöne, bevor Sie sich festlegen. Eine fundierte Markenwahl erleichtert auch unser Test der besten Innenfarben-Marken 2026, dessen Hersteller meist auch passende Buntlacke führen.
Was kostet das Türen lackieren?
In Eigenleistung ist das Türen lackieren günstig. Eine Dose hochwertiger Acryl-Buntlack (750 Milliliter) kostet je nach Marke etwa 18 bis 35 Euro und reicht für rund zwei bis drei Innentüren in zwei Anstrichen. Dazu kommen Grundierung, Schleifpapier in mehreren Körnungen, Malerkrepp, Walze und Pinsel, zusammen meist 30 bis 60 Euro für die Grundausstattung. Pro Tür inklusive Rahmen liegen die reinen Materialkosten so bei etwa 15 bis 30 Euro, wenn Werkzeug und Lack auf mehrere Türen verteilt werden.
Lässt man einen Malerbetrieb ran, kostet das Lackieren einer Innentür mit Zarge je nach Zustand und Region oft 80 bis 180 Euro pro Tür, bei stark vorbereitungsbedürftigen oder alten Türen mehr. Der größte Posten ist dabei die Arbeitszeit für Vorbereitung und Zwischenschliff, nicht das Material. Wer also gründlich selbst vorarbeitet, spart am meisten.
Holztüren, Holzdecken und andere Holzflächen brauchen teils andere Produkte als lackierte Innentüren. Eine Übersicht zu deckenden Holzfarben, Holzlacken und Lasuren für den Innenbereich finden Sie im Ratgeber Holzfarbe und Holzlack innen 2026. Und wenn als nächstes die Fenster dran sind, hilft unser Komplettguide zum Fenster streichen und lackieren mit derselben sauberen Technik weiter.
Häufige Fragen zum Türen lackieren
Muss ich Innentüren vor dem Lackieren immer anschleifen?
Ja. Eine alte, glänzende Lackschicht muss mit Körnung 240 mattangeschliffen werden, sonst haftet der neue Lack nicht und blättert nach kurzer Zeit ab. Nach dem Schleifen entstauben und entfetten, erst dann grundieren und lackieren.
Kann ich eine Tür überstreichen, auf der Latexfarbe ist?
Nur mit Zwischenschritt. Sitzt die Latex- oder Dispersionsschicht fest, schleifen Sie sie matt und tragen einen Haftgrund auf, bevor der Türlack kommt. Blättert die alte Schicht, muss sie zuerst entfernt und neu grundiert werden, sonst hält der Lack nicht.
Welcher Lack vergilbt nicht?
Acryl-Wasserlack bleibt im Weißton vergilbungsstabil und ist deshalb für weiße Innentüren die beste Wahl. Klassischer Kunstharzlack auf Lösemittelbasis gilbt mit der Zeit nach, besonders an wenig belichteten oder von Möbeln verdeckten Stellen.
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Fazit: Türen lackieren gelingt mit Acryl-Wasserlack, sauberem Anschleifen (Körnung 240), Grundierung und zwei dünnen Anstrichen zuverlässig und langlebig. Wer eine alte Lack- oder Latexschicht überstreicht, prüft die Haftung und setzt im Zweifel einen Haftgrund. Bevor Sie sich für Weiß, Anthrazit oder Salbei entscheiden, testen Sie den Ton kostenlos am eigenen Foto mit dem Innenraum-Farbsimulator. Quellen: Herstellerangaben Alpina, Caparol, Brillux, Bondex sowie Verarbeitungshinweise nach EN 13300.
Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben
«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»
«Dank dieser Zeitersparnis konnte ich meine Preise um 10 EUR pro Anfrage senken, sowohl für Stammkunden als auch für Neukunden.»
«Cremeweiß ist top und die Sockelbereiche werden perfekt erkannt.»
Verifizierte WhatsApp-Verbatims, mit schriftlicher Zustimmung der Verfasser veröffentlicht. Vornamen aus Vertraulichkeitsgründen geändert.
Erwähnte Markennamen (Sherwin-Williams, Benjamin Moore, Behr, Caparol, Brillux, Sto, Alpina, Valspar, PPG, Glidden, Dulux, Crown, Sandtex, Farrow & Ball, Johnstone's, Leyland) sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. FacadeColorizer ist unabhängig und mit keiner dieser Marken affiliiert. Nominative fair use gemäß Lanham Act §1125.