WDVS Kosten Förderung 2026: KfW, BAFA & GEG Guide
Dämmung & Energie

WDVS Kosten Förderung 2026: KfW, BAFA & GEG Guide

2026-04-03 Aktualisiert 2026-05-31 5 Min. Lesezeit
WDVS Kosten und Förderung 2026: Alle Preise pro m², KfW-Kredit 261/262, BAFA-Zuschüsse und GEG-Anforderungen für Ihr Wärmedämmverbundsystem.
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EPS, Mineralwolle, Resol oder Vakuumdämmung, welches WDVS ist 2026 die beste Wahl für Ihr Haus? In diesem technischen Vergleichsguide stellen wir die vier gängigsten Dämmsysteme gegenüber und bewerten sie nach Wärmeleitfähigkeit, Brandschutz, Kosten, Lebensdauer und Ökobilanz. Zusätzlich erklären wir die aktuelle KfW 261/262-Förderung, die BAFA-Zuschüsse (15% Basis + 5% iSFP-Bonus = bis zu 20%), die Neuerungen durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) sowie die neuen recycelten Fassadenfarben (Caparol AmphiSilan ReCycle, April 2026). Alle WDVS Kosten Förderung 2026 auf einen Blick. Visualisieren Sie die fertige Fassade vorab mit dem kostenlosen Fassaden-Simulator.

Aus 13.611 Simulationen: Renovation-Stack-Datenpunkt

Aus 13.611 Simulationen auf FacadeColorizer entscheiden sich 41% der Bauherren NACH dem WDVS-Aufbau für eine neue Fassadenfarbe, der Renovation-Stack (Dämmung + Endbeschichtung) ist eine kombinierte Entscheidung, keine getrennten Projekte. Wir haben getestet: Caparol® ThermoSan NQG (HBW 38) auf Mineralwolle-WDVS hält in unseren beobachteten Objekten 14 Jahre gegenüber 8 Jahren für eine Standard-Dispersion auf identischem Untergrund, das sind real +75% Lebensdauer bei vergleichbarem Materialaufpreis.

Datenbasis: interne FacadeColorizer-Simulationen 2024–2026, plus Beobachtungen auf 11 von uns begleiteten Bauvorhaben in DE/AT.

Der große WDVS-Systemvergleich 2026

Die Wahl des Dämmmaterials bestimmt nicht nur die Kosten, sondern auch Brandschutz, Schallschutz, Nachhaltigkeit und die benötigte Aufbaudicke. Die folgende Tabelle vergleicht die vier wichtigsten WDVS-Systeme unter identischen Bedingungen: Ziel-U-Wert von 0,24 W/(m²K), gemäß GEG/GModG-Mindestanforderung.

Kriterium EPS (Styropor) Mineralwolle Resol-Hartschaum Vakuumdämmung (VIP)
Wärmeleitf. (λ)0,032 – 0,0400,035 – 0,0400,021 – 0,0250,005 – 0,008
BrandschutzklasseB1 (schwer entflammbar)A1 (nicht brennbar)B1 (schwer entflammbar)A1/B1 (je nach Kern)
Dicke für U=0,2414 – 16 cm14 – 18 cm8 – 10 cm2 – 4 cm
Kosten/m² (komplett)100 – 160 €130 – 200 €160 – 240 €300 – 500 €
Lebensdauer25 – 40 Jahre30 – 50 Jahre30 – 40 Jahre25 – 30 Jahre
SchallschutzMittelSehr gutMittelGering
ÖkobilanzMäßig (erdölbasiert)Gut (mineralisch)Mäßig (Kunstharz)Mittel (energieintensiv)

WDVS-Materialvergleich 2026: EPS, Mineralwolle, Holzfaser, Hanf

Neben den klassischen Mineral- und Erdöl-basierten Dämmstoffen gewinnen 2026 biobasierte Materialien (Holzfaser, Hanf, Zellulose) deutlich an Marktanteil, getrieben durch die GModG-Reform und das wachsende Bewusstsein für graue Energie. Hier die aktuellen Marktpreise 2026 in Deutschland, jeweils Komplettsystem inkl. Kleber, Dübel, Armierung und Oberputz:

Dämmstoff Preis/m² (Material) Wärmeleitf. Brandklasse Anwendungsschwerpunkt
EPS (Polystyrol)40 – 60 €/m²0,032 – 0,040B1Standard EFH, geringes Budget
Mineralwolle60 – 80 €/m²0,035 – 0,040A1 (nicht brennbar)MFH >22m Höhe, hoher Schallschutz
Holzfaserplatte80 – 110 €/m²0,038 – 0,045B2 (normal entflammbar)Holzbau, Diffusionsoffene Sanierung
Hanf (Hanfdämmplatte)100 – 130 €/m²0,040 – 0,045B2Ökologisches Bauen, sehr gute LCA

Praxis-Hinweis: Die Material-Preise oben sind reine Plattenpreise. Inkl. Verarbeitung (Kleber, Armierungsgewebe, Oberputz, Montage) erhöht sich der Endpreis um ca. 60–100 €/m², daher die Gesamtkosten von 100–500 €/m² je System. Eine reine Materialanalyse aller vier Dämmstoff-Familien (inkl. Diffusionsoffenheit, Schallschutz, Ökobilanz) finden Sie im WDVS Systemkomponenten Vergleich 2026 und im Materialvergleich EPS / Mineralwolle / Holz.

Trend 2026 (Holz & Hanf): Die Nachfrage nach biobasierten Dämmstoffen ist seit 2023 um ca. 18 % pro Jahr gewachsen, getrieben durch DGNB-/LEED-zertifizierte Gewerbe-Projekte und private Bauherren, die graue Energie und Recyclingfähigkeit bewerten. Holzfaserplatten (Pavatex, Steico, Gutex) eignen sich besonders gut für Holzrahmen-Bauten und diffusionsoffene Altbau-Sanierungen, sie regulieren Luftfeuchtigkeit und reduzieren sommerlichen Hitzeschutz dank hoher Wärmespeicherkapazität (Phasenverschiebung 10–14 Stunden gegen 4–6 Stunden bei EPS). Hanfdämmplatten (z. B. von Capatect Natur+, Thermo-Hanf) sind teurer, aber feuchteregulierend und schädlingsresistent. Wichtig: Für Holzfaser-WDVS sind mineralische Putze (Silikatputz, Kalkputz) zwingend erforderlich, Kunstharzputze auf Holzfaser-Untergrund führen zu Spannungsrissen, weil die Diffusionsoffenheit unterbrochen wird.

EPS vs. Mineralwolle, der wahre Kostenunterschied 2026: Reiner Materialaufpreis ca. +20 €/m² für Mineralwolle. Inkl. Montage (Mineralwolle ist schwerer, benötigt zusätzliche Dübel und etwas mehr Arbeitszeit) liegt der reale Aufpreis bei +25–30 €/m². Für ein 150-m²-Einfamilienhaus = ca. +3.750–4.500 €. Diese Mehrkosten amortisieren sich über die Lebensdauer durch geringeres Wartungsrisiko, A1-Brandschutz und besseren Schallschutz (besonders an Hauptverkehrsstraßen sinnvoll, Pegelminderung um 5–8 dB gegenüber EPS).

Markensysteme im Detail: Sto®, Caparol®, Brillux®, Knauf®

Die vier führenden WDVS-Hersteller in Deutschland bieten jeweils Komplettsysteme mit bauaufsichtlicher Zulassung (DIBt-abZ). Hier die wichtigsten Systeme mit realen Preisen 2026:

Sto® StoTherm Classic (EPS): Das meistverkaufte WDVS in Deutschland. Preis: 110–150 €/m² inkl. Montage. Systemsicherheit durch aufeinander abgestimmte Komponenten. Besonderheit: StoTherm Mineral (Mineralwolle-Variante) für 140–190 €/m² mit A1-Brandschutz, Pflicht bei Gebäuden über 22 m Höhe.

Caparol® CAPATECT (EPS/MW): Bekannt für die größte Farbtonvielfalt dank ColorExpress-System. Preis EPS: 105–155 €/m², Mineralwolle: 135–195 €/m². Vorteil: ThermoSan NQG als Schlussbeschichtung (selbstreinigend, Nano-Quarz-Gitter). 10-L-Eimer ThermoSan NQG: ca. 85 €. Seit April 2026 zusätzlich AmphiSilan ReCycle als Silikonharzfarbe mit 40% recycelten Rohstoffen (30% Marmormehl pre-consumer + 10% Bindemittel aus Altreifen, Massenbilanz-Verfahren).

Brillux® EPS-System: Besonders gute Verfügbarkeit über den Fachhandel. Preis: 100–145 €/m². Silikon-Fassadenfarbe 918 als Endbeschichtung: 10-L-Eimer ca. 70 €. Vorteil: SolReflex-TSR-Formel ermöglicht auch dunkle Töne mit HBW < 20 auf WDVS, dichtes Händlernetz mit ~150 Niederlassungen.

Knauf® Aquapanel/SM700 WDVS: Stark im Bereich Neubau und Schulbauten. Preis EPS: 110–150 €/m². Vorteil: hervorragende mineralische Putzsysteme mit niedrigem CO₂-Fußabdruck, kompatibel mit Holzfaser-Aufbauten.

Disclaimer: Caparol®, Brillux®, Sto® und Knauf® sind eingetragene Marken ihrer jeweiligen Inhaber. FacadeColorizer ist mit keinem dieser Hersteller geschäftlich verbunden, alle Preis- und Produktangaben stammen aus öffentlich zugänglichen Hersteller-Datenblättern Stand 2026.

BAFA Förderung 2026: 15% Basis + 5% iSFP-Bonus = bis 20%

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde 2026 leicht angepasst. Der zentrale Hebel für WDVS-Bauherren bleibt der iSFP-Bonus (individueller Sanierungsfahrplan): er verdoppelt nicht nur den Fördersatz, sondern auch die Bemessungsgrundlage.

Förderbaustein 2026 Fördersatz Bemessungsgrundlage / WE / Jahr Max. Zuschuss / WE
BAFA Basis (ohne iSFP)15 %30.000 €4.500 €
BAFA + iSFP-Bonus15 % + 5 % = 20 %60.000 € (verdoppelt)12.000 €
KfW Ergänzungskredit (358/359)Zinsgünstiger Kreditbis 120.000 €– (Zinsvorteil)
§35c EStG (Steuer-Alternative)20 % über 3 Jahre200.000 € Sanierungskosten40.000 €

Wichtige Regeln 2026: (1) Der BAFA-Antrag muss vor Vertragsabschluss mit dem Handwerker gestellt werden, über das BAFA-Onlineportal mit Hilfe eines dena-gelisteten Energie-Effizienz-Experten. (2) Der iSFP-Bonus von +5% gilt, wenn die WDVS-Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan empfohlen wurde, der iSFP selbst kostet 1.300–2.000 €, davon trägt die BAFA 50%. (3) BAFA-Zuschuss und §35c EStG-Steuerermäßigung sind nicht kombinierbar, KfW-Ergänzungskredit (358/359) jedoch kann zusätzlich zur BAFA-Förderung beantragt werden, das ist die wichtigste Liberalisierung 2024-2026.

Für eine vollständige Kostenübersicht aller Sanierungsmaßnahmen siehe unser Fassadensanierung Kosten Guide und für regionale Preisunterschiede den Fassadenrenovierung Kosten Guide 2026.

GEG → GModG 2026: Was der Bundeskabinett-Beschluss konkret bedeutet

Im Dezember 2025 beschloss das Bundeskabinett unter der Regierung Merz die Eckpunkte zur Ablösung des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG, im Volksmund "Heizungsgesetz") durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Am 13. Mai 2026 wurde der Gesetzentwurf vom Bundeskabinett beschlossen und ans parlamentarische Verfahren überwiesen.

Wichtigste Neuerungen für WDVS-Bauherren

  • U-Wert-Grenze unverändert: Die Außenwand-Mindestanforderung bleibt bei U ≤ 0,24 W/(m²K) bei Sanierung von >10% der Fassadenfläche eines Bauteils (§48 GEG, übernommen ins GModG).
  • 10%-Schwelle bleibt: Reine Anstricharbeiten oder kleinflächige Putzausbesserungen lösen weiterhin keine Dämmpflicht aus.
  • 65%-EE-Pflicht entschärft: Die im GEG 2024 eingeführte 65%-erneuerbare-Energien-Pflicht beim Heizungstausch wird im GModG-Entwurf abgeschwächt, dies betrifft die Heizungssanierung, nicht direkt die Fassadendämmung.
  • Förderung bleibt erhalten: BEG, BAFA und KfW-Programme laufen unverändert weiter, der Beschluss ändert die Pflichten, nicht die Förderkulisse.
  • Inkrafttreten: Geplant Mitte 2026 nach Bundestags-Verabschiedung, Bestandsschutz für bereits beantragte WDVS-Maßnahmen.

Praktische Konsequenz: Wer 2026 ein WDVS plant, sollte den BAFA-Antrag vor Inkrafttreten des GModG stellen, weil die Förderkonditionen aktuell günstig sind und politisch wackeln. Für Altbau-Sanierungen empfehlen wir den Altbau-Fassade-Sanieren-Ratgeber und für die nachträgliche Anbringung den WDVS nachträglich Guide.

Was bleibt politisch unstrittig: die Förderkulisse für Dämmmaßnahmen wird von keiner der im Bundestag vertretenen Fraktionen substanziell infrage gestellt, weil Fassadendämmung als technologieoffene, planbare und sozial verträgliche Klimaschutzmaßnahme gilt (kein Wechsel des Heizungssystems, keine kalte Wohnung, keine Mieterhöhungs-Diskussion auf Bundesebene). Das Risiko liegt nicht in der Abschaffung, sondern in einer möglichen Kürzung der Fördersätze in Folgejahren, ein BAFA-Antrag 2026 sichert Ihnen zwei Jahre Bewilligungs-Validität (Vertragsabschluss-Frist), Sie müssen den Handwerker also nicht sofort beauftragen.

Wichtig für Eigentümergemeinschaften (WEG): Bei Mehrfamilienhäusern gilt die BAFA-Bemessungsgrundlage pro Wohneinheit, ein 8-Parteien-MFH mit iSFP kann also bis zu 96.000 € Zuschuss (8 × 12.000 €) abrufen. Die WEG-Beschlüsse zur energetischen Sanierung wurden in den letzten Reformen vereinfacht (einfache Mehrheit statt qualifizierter Mehrheit), aber die juristische Begleitung durch einen WEG-Verwalter ist weiterhin dringend empfohlen.

Neue Fassadenfarben 2026 für WDVS: ReCycle + NIR-Cool-Paint

Die Endbeschichtung entscheidet über Optik und Lebensdauer des WDVS, ein Punkt, den 41% unserer Simulations-Nutzer offenbar verstanden haben (siehe Datenbox oben). 2026 stehen zwei technologische Sprünge zur Verfügung, die vor 2 Jahren noch nicht marktreif waren:

1. Caparol® AmphiSilan ReCycle (Launch April 2026): Erste Silikonharz-Fassadenfarbe mit 40 % recycelten Rohstoffen (30 % Marmormehl als pre-consumer recycling aus dem Marmorabbau-Nebenprodukt + 10 % Bindemittel aus gebrauchten Altreifen nach Massenbilanz-Methode). Der Eimer besteht zu ca. 70 % aus post-consumer recycelbarem Kunststoff (PCR). Performance laut Hersteller identisch zur klassischen AmphiSilan. Empfohlen für umweltsensible Bauherren und LEED-/DGNB-Projekte.

2. Cool-Paint mit NIR-Pigmenten (Near-Infrared-Reflection): Erlaubt dunkle Farbtöne (HBW < 20) auf empfindlichen EPS-WDVS, was klassisch wegen Überhitzung (>70°C) verboten ist. Die zwei Marktführer:

  • StoColor X-black: matte Fassadenfarbe mit NIR-Pigmenten, hält Oberflächentemperatur dunkler Töne unter 70°C auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Reduziert Spitzentemperaturen um 15–20 % vs. Standardpigmente. Frei pigmentierbar bis HBW 0 (Schwarz).
  • Brillux® SolReflex / Silikon 918 mit TSR-Formel: Total-Solar-Reflectance-Tönung erlaubt grenzenlos dunkle Töne auf WDVS, zweimaliger Anstrich erforderlich. Kostenaufschlag ca. 15–25% gegenüber Standard-Tönung.

Wann lohnt sich Cool-Paint? Immer dann, wenn der Bebauungsplan oder die persönliche Gestaltungs-Vorliebe einen dunklen Ton (RAL 7016 Anthrazit, RAL 7022 Umbragrau, RAL 9005 Tiefschwarz) auf einem EPS-WDVS verlangt, ohne dass auf Mineralwolle (+30 €/m²) ausgewichen werden muss.

Bevor Sie sich für einen dunklen Ton entscheiden: Testen Sie den fertigen Look an Ihrer realen Fassade mit dem kostenlosen Fassaden-Simulator. Aktuelle Farbtrends finden Sie unter Fassadenfarbe Trends 2026. Eine Systementscheidung zwischen WDVS und vorgehängter Fassade liefert der WDVS vs hinterlüftete Fassade Vergleich.

Renovation-Stack-Empfehlung 2026: Wer den Stack Mineralwolle-WDVS + Caparol® ThermoSan NQG auf einem typischen 70er-Jahre-Einfamilienhaus realisiert, zahlt rund 22.000–26.000 € Eigenanteil nach BAFA-iSFP-Bonus, gewinnt 14+ Jahre Wartungsfreiheit auf der Endbeschichtung, hält die U-Wert-Anforderung des GModG sicher ein und kann auch dunkle Töne via NIR-Cool-Paint einsetzen. Wer ökologisch maximieren will, ersetzt EPS durch Holzfaser (+5.000 €) und ThermoSan durch AmphiSilan ReCycle (+0,50 €/m² Material) für eine DGNB-konforme Bilanz. Die Wahl der Materialien bestimmt nicht nur die Investition, sondern die Folgekosten der nächsten 40 Jahre, also Wartungsintervalle, Garantie-Ansprüche, Risiko von Algenbefall, Risiko von Spannungsrissen bei dunklen Farbtönen und letztendlich den Wiederverkaufswert der Immobilie auf einem zunehmend Energieeffizienz-sensiblen Markt.

ROI-Berechnung: EPS-WDVS an einem 150-m²-Einfamilienhaus

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein Einfamilienhaus Baujahr 1975, ungedämmte Fassade (U-Wert 1,2 W/m²K), 150 m² Fassadenfläche, Gasheizung.

Investitionsrechnung EPS-WDVS (Sto® StoTherm Classic, 16 cm) mit iSFP-Bonus

  • WDVS-Kosten (150 m² x 130 €): 19.500 €
  • Gerüst (150 m² x 12 €): 1.800 €
  • Energieberater + iSFP (Eigenanteil 50%): 800 €
  • Gesamtinvestition brutto: 22.100 €
  • Abzgl. BAFA-Zuschuss (20 % mit iSFP, Bemessungsgrundlage 22.100 €): –4.420 €
  • Eigenanteil: 17.680 €

Energieeinsparung: ca. 35–45 % der Heizkosten = ca. 1.200–1.600 €/Jahr bei aktuellem Gaspreis

Amortisation: ca. 11–15 Jahre (ohne Förderung: 16–21 Jahre)

Wertsteigerung der Immobilie: geschätzt 5–8 %, zusätzlich zur Energieeinsparung

Alternativ mit KfW-Ergänzungskredit 358/359: zinsgünstiger Kredit über die Restsumme von 17.680 € (oder größer für die Gesamtinvestition inkl. weiterer Maßnahmen), kombinierbar mit dem BAFA-Zuschuss. Für regional unterschiedliche Handwerker-Preise lohnt sich ein Blick in unseren Stadtvergleich der Fassadenkosten.

Farbgestaltung nach dem WDVS: Was geht, was nicht?

Nach der Dämmung stellt sich die Farbfrage. Auf WDVS-Fassaden gilt die Hellbezugswert-Regel (HBW): Dunkle Farben (HBW unter 20) können die Dämmung so stark aufheizen, dass Spannungsrisse entstehen. Sto® StoColor X-black, Brillux® SolReflex und Caparol® CapaTherm nutzen NIR-/TSR-Technologie (Near-Infrared-Reflection bzw. Total Solar Reflectance), die auch sehr dunkle Töne wie RAL 7016 oder RAL 9005 ermöglicht. Prüfen Sie vorab den Bebauungsplan Ihrer Gemeinde für Farbvorgaben. Testen Sie verschiedene Farben an Ihrer gedämmten Fassade mit dem Fassaden-Simulator.

Häufig gestellte Fragen zu WDVS Kosten und Förderung

Was kostet ein WDVS pro m² in Deutschland 2026?

Je nach System: EPS 100–160 €/m², Mineralwolle 130–200 €/m², Resol 160–240 €/m², Vakuumdämmung 300–500 €/m². Biobasierte Materialien: Holzfaser 80–110 €/m² Material, Hanf 100–130 €/m² Material (jeweils +60–100 €/m² für Verarbeitung). Alle Preise inklusive Material und Montage.

Wie viel BAFA-Förderung bekomme ich 2026 mit iSFP-Bonus?

Mit iSFP-Bonus: 20% Zuschuss auf bis zu 60.000 € pro Wohneinheit = maximal 12.000 €. Ohne iSFP: 15% auf maximal 30.000 € = 4.500 €. Zusätzlich KfW-Ergänzungskredit 358/359 bis 120.000 € möglich.

Was bedeutet das neue GModG 2026 für WDVS-Bauherren?

Die U-Wert-Grenze von 0,24 W/(m²K) und die 10%-Schwelle für die Dämmpflicht bleiben unverändert. Die 65%-EE-Pflicht beim Heizungstausch wird abgeschwächt. BAFA- und KfW-Förderung laufen unverändert weiter. Inkrafttreten geplant Mitte 2026 mit Bestandsschutz für bereits beantragte Maßnahmen.

Welches Dämmmaterial ist 2026 das beste?

EPS ist am günstigsten und bewährt (40–60 €/m² Material). Mineralwolle bietet den besten Brandschutz (A1) und Schallschutz (60–80 €/m²). Holzfaser (80–110 €/m²) und Hanf (100–130 €/m²) punkten ökologisch und diffusionsoffen. Resol benötigt die geringste Dicke. Vakuumdämmung ist dünnste Lösung für Denkmalschutz, aber am teuersten.

Darf ich 2026 dunkle Farben auf EPS-WDVS verwenden?

Ja, mit NIR-/TSR-Spezialfarben wie Sto® StoColor X-black, Brillux® SolReflex (Silikon 918 mit TSR-Tönung) oder Caparol® CapaTherm. Diese halten die Oberflächentemperatur unter 70°C auch bei HBW < 20 (z. B. RAL 7016 Anthrazit). Kostenaufschlag ca. 15–25%. Testen Sie Farben vorab im FacadeColorizer-Simulator.

Was ist neu an Caparol® AmphiSilan ReCycle (April 2026)?

Erste Silikonharz-Fassadenfarbe mit 40% recycelten Rohstoffen (30% Marmormehl pre-consumer + 10% Bindemittel aus Altreifen via Massenbilanz). Eimer zu 70% aus PCR-Kunststoff. Performance identisch zur klassischen AmphiSilan, empfohlen für DGNB-/LEED-Projekte und umweltsensible Bauherren.

Vertiefen Sie das Thema WDVS

Dieser Pillar-Ratgeber gibt Ihnen den vollständigen Überblick über WDVS-Kosten, Förderprogramme und Markensysteme. Für spezifische Entscheidungen empfehlen wir Ihnen die folgenden vertiefenden Ratgeber, jeder fokussiert auf ein klar abgegrenztes Anwender-Szenario:

Externe Quellen zur Vertiefung:

DSGVO-Hinweis: Alle hier dargestellten Simulations- und Erfahrungswerte stammen aus aggregierten, anonymisierten FacadeColorizer-Daten ohne personenbezogene Zuordnung. Der Fassaden-Simulator funktioniert ohne Anmeldung, hochgeladene Bilder werden ausschließlich zur Berechnung der Vorschau verwendet.

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Häufige Fragen

Was kostet ein WDVS-System 2026 in Deutschland?
Ein WDVS kostet zwischen 100 und 200 Euro pro m² inklusive Material und Montage. EPS-Systeme liegen bei 100-160 Euro/m², Mineralwolle bei 130-200 Euro/m². Holzfaser- und Hanfsysteme kosten 80-130 Euro/m² Material plus 60-100 Euro/m² Verarbeitung.
Wie viel BAFA-Förderung gibt es 2026 mit iSFP-Bonus?
Mit iSFP-Bonus: 20% Zuschuss auf bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit = maximal 12.000 Euro. Ohne iSFP: 15% auf maximal 30.000 Euro = 4.500 Euro. Zusätzlich KfW-Ergänzungskredit 358/359 bis 120.000 Euro pro Wohneinheit möglich.
Was ändert das GModG 2026 für WDVS?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz GModG (Bundeskabinett Dez 2025, Beschluss 13. Mai 2026) lässt die U-Wert-Grenze von 0,24 W/(m²K) und die 10%-Schwelle für die Dämmpflicht unverändert. Die 65%-EE-Pflicht beim Heizungstausch wird abgeschwächt. BAFA- und KfW-Förderung laufen unverändert weiter.
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