Wohnzimmerwand in einem sehr hellen, fast neutralen Grauweiß wie Schöner Wohnen Pearl, davor ein helles Leinensofa, ein rustikaler Eichentisch mit Keramikkrug und ein Korb auf Fischgrätparkett
Innenraumgestaltung

Schöner Wohnen Pearl: was der Ton wirklich ist, was im Merkblatt steht, Wool oder Pearl, und wie er im eigenen Raum wirkt

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Schöner Wohnen Pearl: helles, fast unbuntes Grauweiß mit Merkblattdaten, Helligkeit, Vergleich mit Wool und Moon, Räumen, Licht und Mengenrechnung.
5 Min. Lesezeit

Schöner Wohnen Pearl ist eine Trendfarbe in einem sehr hellen, fast unbunten Grauweiß, matt und ohne Schimmer. Der Hersteller stellt den Ton in seiner Online-Übersicht mit dem Farbwert RGB 215/212/210 dar (#D7D4D2); daraus ergibt sich nach unserer Rechnung eine Helligkeit von rund 66 auf einer Skala von 0 bis 100. Laut Technischem Merkblatt Nr. 2462 erreicht die Farbe Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13300, braucht etwa 80 bis 125 ml pro Quadratmeter und Anstrich und lässt sich nach rund 6 Stunden überstreichen. Es gibt sie als Tester mit 50 ml sowie in 1, 2,5 und 5 Litern. Eine Deckvermögensklasse nennt der Hersteller für Pearl nicht, nur „hochdeckend“. Unter dem Namen läuft außerdem die Küchen- und Badfarbe 9530 Pearl. Die schimmernde Effektfarbe heißt 9529 Pearldust und ist ein anderes Produkt.

Dieser Ratgeber ist für alle, die Pearl im Baumarkt gesehen haben und drei Dinge klären wollen: Wirkt der Ton eher grau oder weiß, wäre Wool die bessere Wahl, und wie viel Farbe braucht das Zimmer? Alle Produktwerte stammen von den Produktseiten und Merkblättern des Herstellers, abgerufen am 01.11.2026. Wir haben Pearl weder selbst gestrichen noch gemessen; wo wir aus Herstellerdaten rechnen, steht das dabei. Die bunten Töne derselben Marke sind in den Ratgebern zu Schöner Wohnen Blau und Schöner Wohnen Grün zusammengestellt, die anderen Linien im Überblick zu Kreidefarbe und Designfarben. Die Grundlagen von Untergrund bis Abkleben stehen im kompletten Ratgeber zum Innenraum streichen.

Ein so helles Grau zeigt seine Wirkung erst an der ganzen Wand

Laden Sie ein Foto Ihres Zimmers hoch und vergleichen Sie helle Grau- und Weißtöne auf Ihren eigenen Wänden. Wie das funktioniert, erklärt die Seite zum Innenraum-Farbsimulator.

Helle Wandfarbe am eigenen Foto testen

Welche Farbe ist Pearl: Grau, Weiß oder Beige?

Die Frage ist berechtigt, denn der Hersteller selbst ordnet den Ton an drei Stellen unterschiedlich ein. Die Produktseite von Pearl vergleicht ihn mit dem Weiß einer Perle und beschreibt ihn als hell und klar. Die Seite zur Farbwirkung von Weiß führt Pearl als Beispiel neben Polarweiss und Wohlfühlweiss auf. Und im Datensatz der Online-Farbtonübersicht steht die Trendfarbe Pearl unter Beige, die Küchen- und Badfarbe Pearl dagegen unter Grau.

Die Zahlen erklären, warum alle drei Einordnungen vertretbar sind. Aus dem Farbwert haben wir die Buntheit im CIELAB-Farbraum berechnet: Pearl liegt bei 1,5. Zum Vergleich: Das rein neutrale Dreamy hat 0, das cremige Wool 3,2 und Sand 9,8. Pearl ist also beinahe unbunt, mit einem winzigen Überhang ins Warme. Beige im üblichen Sinn ist das nicht. Neben einer weißen Decke dürfte der Ton als helles Grau erscheinen, im warmen Abendlicht eher als gebrochenes Weiß. Genau deshalb lohnt sich der Blick an die eigene Wand.

Zur Helligkeit: Die 66 ist unser Rechenwert aus dem digitalen Farbwert, kein gemessener Hellbezugswert. Produktseite und Merkblatt nennen keinen. Der Datensatz der Farbtonübersicht enthält ein vom Hersteller nicht erklärtes Feld mit dem Wert 66,5, was unsere Rechnung stützt, aber keine Messung ersetzt. Zur Einordnung helfen zwei Werte aus der offiziellen Tabelle der Hellbezugswerte von RAL: RAL 9010 Reinweiß hat 86,3, RAL 9002 Grauweiß 67,9. Pearl spielt damit in der Liga eines Grauweiß, nicht eines Reinweiß. Eine Übersicht aller Grautöne von Hell bis Anthrazit bietet der Ratgeber zur grauen Wandfarbe innen.

Technische Daten von Pearl laut Merkblatt

Pearl ist kein eigenes Produkt, sondern ein Farbton der Trendfarbe matt. Es gilt deshalb das Technische Merkblatt Nr. 2462 (Stand Dezember 2024), Hersteller ist laut Merkblatt J. D. Flügger, a part of Brillux, in Hamburg. Die Angaben zu Gebinden und Durchtrocknung stehen auf der Produktseite.

KennwertTrendfarbe matt, Ton Pearl
Nassabrieb nach EN 13300Klasse 2 (entspricht scheuerbeständig nach DIN 53778)
Deckvermögenkeine Klasse angegeben, nur „hochdeckend“
Glanzgrad und Korngrößematt, fein
Verbrauchca. 80 bis 125 ml/m² je Anstrich; umgerechnet 8 bis 12,5 m² pro Liter (unsere Rechnung)
Trocknung bei 20 °C, 65 % r. F.nach ca. 6 Stunden nutzbar und überstreichbar; durchgetrocknet und voll belastbar nach ca. 2 bis 3 Tagen
Verarbeitungrollen, streichen, sprühen; nicht unter +5 °C; zum Rollen nicht verdünnen, mit Perfect-Spray-Sprühgeräten 10 % Wasser
Inhaltsstoffeohne Lösemittel, Weichmacher und Konservierungsmittel; max. 1 g/l VOC (EU-Grenzwert 30 g/l)
Siegel laut ProduktseiteBlauer Engel, Vegan, Touch Protect
GebindeTester 50 ml, 1 l, 2,5 l, 5 l

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Kein Foto? Beispiel testen

Die Nassabriebklasse 2 bedeutet einen Schichtdickenverlust von 5 bis 20 µm nach 200 Scheuerzyklen; die Skala reicht von 1, der widerstandsfähigsten, bis 5. Das reicht für Wohnräume und auch für einen Flur. Die Norm liegt seit 2023 als DIN EN 13300:2023-02 in neuer Fassung vor. Wer eine Wand regelmäßig feucht reinigen muss, findet die Unterschiede im Ratgeber zur abwaschbaren Wandfarbe.

Beim Deckvermögen ist Vorsicht angebracht. Die Norm kennt vier Klassen, die laut Brillux anhand der Ergiebigkeit in m²/l zugeordnet werden. Für andere Produkte nennt Schöner Wohnen solche Werte: Polarweiss hat Klasse 1 bei 8,5 m²/l, Wohlfühlweiss Klasse 1 bei 7 m²/l. Für die Trendfarbe fehlt die Angabe. „Hochdeckend“ ist hier also eine Herstelleraussage, keine Normklasse. Wie Polarweiss und Co. einzuordnen sind, zeigt der Ratgeber zur hochdeckenden weißen Wandfarbe.

Der Blaue Engel für emissionsarme Innenwandfarben (DE-UZ 102) schließt die Konservierung mit bioziden Wirkstoffen aus. Soll der gesamte Aufbau konservierungsmittelfrei bleiben, nennt das Merkblatt für stark saugende Untergründe den Roll-Tiefgrund. Die Touch-Protect-Ausstattung soll Abriebspuren und Glanzstellen verringern; der Hersteller nennt dafür intensive Farbtöne, bei einem so hellen Ton wie Pearl dürfte das Thema kleiner sein.

Pearl neben den Nachbartönen der Marke

Die Tabelle stellt Pearl die hellen und grauen Töne der Trendfarben und zwei Designfarben gegenüber, sortiert von hell nach dunkel. Die Beschreibung fasst die jeweilige Produktseite zusammen. Farbwert aus der Online-Übersicht des Herstellers, Helligkeit und Buntheit von uns daraus berechnet. Es sind Bildschirmwerte: gut für den Vergleich untereinander, kein Ersatz für einen Tester.

FarbtonBeschreibung des Herstellers (Kurzform)FarbwertHelligkeitBuntheit
CashmereCremeton, für Schlafzimmer und Bad empfohlen#F6EBCE8415,4
Woolheller, fast weißer Creme-Ton für große Flächen#E9E7E1803,2
Leichtes Leinenbeige (Designfarbe Nr. 10)vielseitige, neutrale Nuance#E0DCD3724,9
Pearlhell und klar, für klassische Einrichtung#D7D4D2661,5
Sanftes Seidengrau (Designfarbe Nr. 5)ruhiges Grau mit Wärme#CECFCB622,1
Sandcremiger Beigeton#D3C4B5579,8
Fincamediterranes Beige#CCC3AF5511,2
Cosyfrisches Beige mit etwas Grau und Rot#C9BFB4537,0
Moonhelles Grau mit einer Note Beige#BDB8AF485,2
DreamyGrau, weder zu kühl noch zu dunkel#B6B6B6470
ManhattanGrauton für Loft und klassische Räume#86847F233,0
Lunadunkleres Grau, liebt Kontraste#59595C101,8

Unter den neutralen Trendfarben liegt zwischen Wool (80) und Sand (57) nur Pearl. Moon ist nicht einfach ein dunkleres Pearl: Es ist 18 Punkte dunkler und mehr als dreimal so bunt, wirkt also sichtbar wärmer. Wer einen neutralen, dunkleren Ton sucht, landet eher bei Dreamy. Sanftes Seidengrau aus den Designfarben kommt Pearl sehr nahe, ist aber etwas dunkler und kippt nach dem Farbwert leicht ins Grünliche. Für wärmere Töne derselben Helligkeit lohnt sich der Ratgeber zur beigen Wandfarbe innen.

Praktisch wichtig ist die Größe des Eimers: Für Cashmere, Wool, Pearl, Sand, Moon und Dreamy nennt der Hersteller zusätzlich zu 1 und 2,5 Litern auch 5 Liter. Bei Finca, Cosy, Manhattan und Luna endet die Angabe bei 2,5 Litern. Das Merkblatt verlangt auf größeren Flächen Material mit derselben Anfertigungsnummer oder das Zusammenmischen der benötigten Menge.

Wool oder Pearl: welcher Ton passt?

Beide Töne tragen dasselbe Merkblatt, die Entscheidung fällt also allein über die Wirkung. Wool ist mit einer Helligkeit von 80 deutlich heller als Pearl mit 66 und mit einer Buntheit von 3,2 gegenüber 1,5 spürbar wärmer. Der Hersteller beschreibt Wool als fast weißen Creme-Ton, ideal für große Flächen und als ausgleichenden Partner zu kräftigen Farben. Pearl empfiehlt er für die klassische Einrichtung und sagt, rustikale Accessoires betonten die natürliche Seite des Tons.

  • Wool passt, wenn die Wand als helles Weiß mit etwas Wärme gelesen werden soll, der Raum wenig Licht hat oder kräftige Möbel und Stoffe die Hauptrolle spielen.
  • Pearl passt, wenn die Wand sich von weißer Decke, weißen Türen und Sockelleisten sichtbar absetzen soll, ohne dass der Raum eine deutliche Farbe bekommt.
  • Beide zusammen funktionieren Ton in Ton: Wool an der Fensterwand, Pearl an den übrigen Wänden oder umgekehrt. Der Abstand ist klein, aber am Übergang erkennbar. Laut Merkblatt sind alle Töne der Trendfarbe untereinander mischbar; ein selbst gemischter Zwischenton lässt sich allerdings nicht nachbestellen, also gleich die gesamte Menge ansetzen.

Die Einordnung in den Listen ist unsere Einschätzung aus den Farbwerten, kein Herstellerrat. Der sicherste Vergleich sind zwei Tester der beiden Töne, nebeneinander an derselben Wand. Weitere Regeln für Ton-in-Ton und Kontraste stehen im Ratgeber welche Wandfarben zusammenpassen.

Schlafzimmerwand mit zwei matten Flächen nebeneinander: links ein helles, fast neutrales Grauweiß nahe Pearl, rechts ein helleres Off-White nahe Wool, davor Leinenbett und rustikaler Holzhocker, heller Eichenboden
Zwei helle Töne nebeneinander: links nahe Pearl, rechts nahe Wool. Der Abstand ist klein, an der Kante aber klar erkennbar. Digitale Darstellung, die echte Farbe am Tester prüfen.

Was sonst noch Pearl heißt: Küchen- und Badfarbe, Pearldust, seidenglänzend

Unter ähnlichem Namen laufen drei Produkte, die sich in Oberfläche, Verbrauch und Inhaltsstoffen unterscheiden.

KennwertTrendfarbe PearlKüchen- und Badfarbe 9530 PearlSchimmer-Optik 9529 Pearldust
Zweckmatte Wand- und Deckenfarbefilmschützende Wandfarbe für schimmelgefährdete UntergründeEffektfarbe mit Perlmuttschimmer
Glanzmattstumpfmattglänzend
Verbrauch80 bis 125 ml/m²130 bis 170 ml/m²160 bis 200 ml/m²
NassabriebKlasse 2Klasse 2keine Klasse angegeben („scheuerbeständig“)
Deckvermögenkeine Klasse angegebenKlasse 2 bei 7 m²/lkeine Angabe
Überstreichbarnach ca. 6 Stundennach ca. 6 Stundennach ca. 10 bis 12 Stunden
Konservierungkeine KonservierungsmittelFilmkonservierer, Natriumpyrithion, BenzisothiazolinonZinkpyrithion, Benzisothiazolinon
Gebinde50 ml, 1 l, 2,5 l, 5 l2,5 l (1 l und 5 l nur in Weiß)2,5 l, dazu Kreativzusatz 375 g
Merkblatt (Stand)Nr. 2462 (Dezember 2024)Nr. 2478 (April 2026)Nr. 2466 (August 2020)

Die Küchen- und Badfarbe nennt 9530 Pearl als Standardfarbton. Ihr Farbwert in der Online-Übersicht ist mit RGB 211/208/205 etwas dunkler als der der Trendfarbe. Ob das einen sichtbaren Unterschied an der Wand bedeutet, sagt der Hersteller nicht. Wegen des anderen Glanzgrads sollte man Bad und angrenzenden Flur aber nicht als nahtlos gleichen Ton einplanen. Das Merkblatt Nr. 2478 verbietet zudem das Abtönen und Mischen und führt den Gefahrenhinweis H317, kann also allergische Hautreaktionen auslösen. Ohne Schimmelproblem spricht wenig für diese Variante. Wann ein Filmschutz überhaupt nötig ist, klärt der Ratgeber zur Wandfarbe bei Schimmel.

Pearldust ist einer von vier Tönen der Effektfarbe Schimmer-Optik und hat mit der Trendfarbe nur den Wortstamm gemein. Laut Merkblatt Nr. 2466 wird der Kreativzusatz eingerührt, die Farbe mit der Strukturbürste in Flecken aufgetragen und sofort kreuz und quer strukturiert. Wer also einen Perlglanz an der Wand möchte, braucht Pearldust; die Trendfarbe Pearl glänzt nicht. Eine seidenglänzende Variante von Pearl haben wir weder auf den Produktseiten noch im Datensatz der Farbtonübersicht gefunden.

Pearl ist nicht RAL 1013 Perlweiß

Manche Baumärkte führen Pearl in der Artikelbezeichnung als „perlweiß“. Das führt schnell zu RAL 1013 Perlweiß, und das ist ein anderer Ton. RAL gibt den Hellbezugswert mit 71,1 an, die Bildschirmfarbe der RAL-Seite ist #DFDBC7. Nach unserer Rechnung ist dieses Perlweiß rund siebenmal so bunt wie Pearl und deutlich gelblicher. Eine offizielle RAL-Entsprechung für Pearl nennt der Hersteller nicht.

Am nächsten kommt unter den von uns verglichenen hellen RAL-Tönen RAL 9002 Grauweiß mit einem Hellbezugswert von 67,9 und der Bildschirmfarbe #D4D5CD: gleich hell nach unserer Rechnung, aber leicht ins Grünliche. RAL 7047 Telegrau 4 (59,2) und RAL 7035 Lichtgrau (59,0) sind merklich dunkler. Das ist eine rechnerische Nähe auf Bildschirmwerten, keine Gleichheit. Wer exakt Pearl haben will, kauft Pearl; wer ein RAL braucht, prüft es am Muster.

Pearl in den Räumen und im Licht

Der Hersteller sagt zu Räumen wenig: klassische Einrichtung, rustikale Accessoires, und allgemein zu Weiß, dass es sauber und klar, aber auch kühl und sachlich wirke. Die folgende Zuordnung ist deshalb unsere Einschätzung aus Helligkeit und Buntheit.

  • Wohnzimmer: Pearl auf allen Wänden mit weißer Decke. Holzböden, Leinen und Keramik bringen die Wärme, die der Ton selbst kaum hat.
  • Schlafzimmer: eine ruhige Grundlage, auch als helle Partnerfarbe zu einer dunklen Wand hinter dem Bett. Mehr dazu im Ratgeber Schlafzimmer streichen.
  • Flur ohne Fenster: Hier ist Vorsicht geboten. Ohne Tageslicht liest sich ein Ton dieser Helligkeit schnell als Grau; Wool bleibt heller. Die Nassabriebklasse 2 passt aber zur Beanspruchung. Weitere Töne sammelt der Ratgeber Flur streichen.
  • Decke: Das Merkblatt nennt die Trendfarbe ausdrücklich Wand- und Deckenfarbe. Eine Decke in Pearl nimmt allerdings die Helligkeit aus dem Raum; die meisten Räume dürften von einer helleren Decke profitieren.
  • Bad und Küche: Nur bei Feuchte- und Schimmelrisiko zur Küchen- und Badfarbe greifen, sonst reicht die Trendfarbe.

Beim Licht gilt: Ein fast unbunter Ton hat wenig eigene Farbe und übernimmt daher die Stimmung des einfallenden Lichts. In einem Nordzimmer mit kühlem Himmelslicht dürfte Pearl grauer und kühler erscheinen. Wärmer bleiben dort Wool oder Sand. Nach Süden oder Westen nimmt warmes Licht dem Ton die Kühle. Abends entscheidet das Leuchtmittel: Warmweißes Licht verschiebt Pearl ins Warme, neutralweißes zeigt ihn eher wie am Tag. Prüfen Sie deshalb ein Muster am Vormittag und am Abend, und zwar an der dunkelsten Wand des Raums, nicht nur neben dem Fenster.

Als Partner für einen starken Kontrast bietet sich Luna an, das der Hersteller mit Kontrasten und einer Einrichtung in Weiß verbindet; sanfter bleibt das neutrale Dreamy. Die Marke im direkten Vergleich zeigt der Ratgeber Alpina gegen Schöner Wohnen.

Wie viel Pearl Sie brauchen, und wie Sie streichen

Das Merkblatt nennt 80 bis 125 ml pro Quadratmeter und Anstrich und rät, den genauen Wert durch einen Probeauftrag zu ermitteln. Die Beispiele rechnen wir mit zwei Anstrichen; das Merkblatt sieht ein bis zwei Schlussanstriche vor. Glatte Wände liegen eher am unteren Ende, Raufaser und saugender Putz eher am oberen.

  1. Ganzes Zimmer, 4,0 mal 3,5 Meter, Raumhöhe 2,50 Meter. Der Umfang beträgt 15 Meter, die Wandfläche 37,5 Quadratmeter. Abzüglich Tür und Fenster mit zusammen etwa 4,5 Quadratmetern bleiben 33. Zwei Anstriche brauchen 5,3 bis 8,3 Liter. Auf glatter Wand reichen also 5 Liter plus 1 Liter, auf Raufaser eher 5 plus 2,5 plus 1 Liter.
  2. Einzelne Wand, 3,5 mal 2,50 Meter. 8,75 Quadratmeter brauchen bei zwei Anstrichen 1,4 bis 2,2 Liter. Ein Eimer mit 2,5 Litern genügt.
  3. Dasselbe Zimmer mit der Küchen- und Badfarbe. Bei 130 bis 170 ml sind es 4,3 bis 5,6 Liter je Anstrich. In Pearl gibt es nur 2,5-Liter-Eimer, das Merkblatt nennt zudem einen anderen Beschichtungsaufbau.
  4. Musterfläche. Der Tester mit 50 ml reicht bei zwei Anstrichen für rund 0,2 bis 0,3 Quadratmeter, etwa einen Bogen in DIN A2.

Für die Verarbeitung gibt das Merkblatt klare Schritte vor. Der Untergrund muss fest, sauber, trocken und tragfähig sein, mineralische Neuputze mindestens vier Wochen getrocknet. Gipsputz und Gipskarton sowie andere stark saugende Flächen bekommen Roll-Tiefgrund oder Universal-Tiefgrund, glänzende Altanstriche Universal-Haftgrund. Bei großem Farbtonkontrast kommt ein Zwischenanstrich mit Trendfarbe hinzu, wer also von einem dunklen Altanstrich auf Pearl wechselt, rechnet einen Durchgang mehr. Gestrichen wird erst die Decke, dann die Wand, am Fenster beginnend und mit dem Lichteinfall. Rolle und Pinsel leicht anfeuchten, Ecken und Kanten zuerst, dann zwei bis drei Bahnen verteilen und ohne Druck senkrecht abrollen. Zusammenhängende Flächen nass in nass ohne Pause streichen, das Abklebeband vor der Durchtrocknung abziehen.

Pearl am eigenen Foto vorprüfen

Schöner Wohnen ist in unserem Simulator nicht hinterlegt, Pearl lässt sich dort also nicht auswählen. Sinnvoll ist der Umweg über einen nahen Ton: RAL 9002 Grauweiß als Annäherung an die Helligkeit von Pearl, im Vergleich dazu ein helleres Weiß und ein wärmeres Beige auf demselben Foto. Das zeigt nicht das Original, beantwortet aber die Frage, die am kleinen Tester schwer zu klären ist: ob der Raum mit diesem Helligkeitsabstand zu Decke und Türen ruhig oder blass wirkt. Danach entscheidet der echte Tester an der Wand. Mehr zu den Paletten steht auf der Seite zum Farbsimulator für Innenräume.

Grauweiß, Weiß oder Beige: drei Varianten, ein Foto

Vergleichen Sie RAL 9002 Grauweiß mit einem helleren Weiß und einem warmen Beige auf dem Foto Ihres Zimmers, bevor Sie den Eimer kaufen.

Helle Töne im eigenen Zimmer vergleichen

Quellen und Referenzen

Verifizierte WhatsApp-Rückmeldungen

Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben

«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»

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Häufige Fragen

Welche Farbe ist Schöner Wohnen Pearl?
Pearl ist ein sehr helles, fast unbuntes Grauweiß aus der Linie Trendfarben. Der Hersteller stellt den Ton online mit RGB 215/212/210 dar (#D7D4D2). Daraus ergibt sich nach unserer Rechnung eine Helligkeit von rund 66 auf einer Skala von 0 bis 100. Der Hersteller vergleicht ihn mit dem Weiß einer Perle, neben einer weißen Decke dürfte er eher als helles Grau erscheinen.
Wool oder Pearl: was ist der Unterschied?
Beide sind Trendfarben mit demselben Merkblatt, technisch gibt es keinen Unterschied. Wool ist nach dem Farbwert deutlich heller (Helligkeit rund 80 statt 66) und etwas wärmer, ein fast weißer Creme-Ton. Pearl ist dunkler und fast unbunt und setzt sich dadurch sichtbarer von weißer Decke und weißen Türen ab.
Schimmert Schöner Wohnen Pearl?
Nein. Die Trendfarbe Pearl ist laut Merkblatt matt. Der Perlmuttschimmer gehört zu einem anderen Produkt, der Effektfarbe Schimmer-Optik im Ton 9529 Pearldust, die mit Kreativzusatz und Strukturbürste verarbeitet wird.
Wie gut deckt Pearl, und wie robust ist die Farbe?
Das Merkblatt Nr. 2462 nennt Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13300 (scheuerbeständig) und beschreibt die Farbe als hochdeckend, gibt aber keine Deckvermögensklasse an. Bei großem Farbtonkontrast zum Altanstrich sieht es einen Zwischenanstrich und ein bis zwei Schlussanstriche vor.
Wie viel Pearl brauche ich für ein Zimmer?
Das Merkblatt nennt etwa 80 bis 125 ml pro Quadratmeter und Anstrich. Ein Zimmer mit 33 Quadratmetern Wandfläche braucht für zwei Anstriche 5,3 bis 8,3 Liter. Pearl gibt es als Tester mit 50 ml sowie in 1, 2,5 und 5 Litern.
Gibt es Pearl auch für Küche und Bad?
Ja, die Küchen- und Badfarbe führt den Standardfarbton 9530 Pearl im 2,5-Liter-Eimer. Sie ist stumpfmatt, braucht 130 bis 170 ml pro Quadratmeter und enthält laut Merkblatt Filmkonservierer und Konservierungsmittel. Sie ist für schimmelgefährdete Untergründe gedacht, in anderen Räumen reicht die Trendfarbe.
Ist Pearl dasselbe wie RAL 1013 Perlweiß?
Nein. RAL 1013 Perlweiß ist nach den Bildschirmwerten deutlich gelblicher und hat einen Hellbezugswert von 71,1. Der Hersteller nennt für Pearl keine RAL-Entsprechung. Unter den von uns verglichenen hellen RAL-Tönen liegt RAL 9002 Grauweiß am nächsten, gleichgesetzt werden dürfen die beiden aber nicht.

Erwähnte Markennamen (Sherwin-Williams, Benjamin Moore, Behr, Caparol, Brillux, Sto, Alpina, Valspar, PPG, Glidden, Dulux, Crown, Sandtex, Farrow & Ball, Johnstone's, Leyland) sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. FacadeColorizer ist unabhängig und mit keiner dieser Marken affiliiert. Nominative fair use gemäß Lanham Act §1125.

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