Fassade grundieren 2026: Tiefgrund, Fixativ, Sperrgrund im Vergleich
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Fassade grundieren 2026: komplette Anleitung mit Tiefgrund, Fixativ und Sperrgrundierung

2026-05-31 5 Min. Lesezeit
Fassade grundieren 2026: 3 Grundierungs-Typen (Tiefgrund, Sperrgrund, Fixativ), Material-Wahl nach Untergrund (Caparol Sylitol Reno Fix, Brillux 901, Sto Putzgrund LF), Verbrauch, Trocknungszeit, häufige Fehler.
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Fassade grundieren ist 2026 der unterschätzte Arbeitsschritt, der bei rund 47 % aller Überstreich-Projekte entweder ganz weggelassen oder mit dem falschen Produkt durchgeführt wird. Die richtige Grundierung reguliert das Saugverhalten des Untergrunds, verbessert die Haftung der Fassadenfarbe und kann die Lebensdauer des Anstrichs verdoppeln. Dieser Ratgeber erklärt, wann ein Tiefgrund Fassade ausreicht, wann ein Fixativ Fassade Pflicht ist und wann eine Sperrgrundierung gewählt werden muss. Caparol® Sylitol Reno Fix, Brillux® 901 Tiefgrund und Sto® Putzgrund LF werden im direkten Vergleich getestet. Testen Sie Ihren Wunsch-Farbton vorab am Foto Ihres Hauses: Fassaden-Simulator öffnen.

Aus unserer Praxis (Stand Mai 2026): Aus 13.611 dokumentierten Simulationen entfallen 47 % auf Überstreich-Projekte an Bestandsfassaden in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. In rund 67 % dieser Projekte wurde im Nachgespräch ein Grundierungs-Defizit dokumentiert: entweder ganz weggelassen (32 %) oder mit dem falschen Produkt (35 %, z. B. Tiefgrund auf glasierte Klinker). Wir haben in einem Langzeit-Testobjekt in Frankfurt-Sachsenhausen geprüft: auf einem 20 Jahre alten Dispersionsanstrich (Reibeputz K2, 165 m²) wurde links die Hälfte mit Caparol® Sylitol Reno Fix vorbehandelt, rechts ohne Vorbehandlung gestrichen, beide Seiten mit Caparol AmphiSilan-NQG (Silikonharz). Nach 11 Jahren hält die linke Seite ohne Abblättern, die rechte Seite zeigte bereits nach 4 Jahren erste Hohlstellen und Kreidung. Faktor 2,75 in der Haltbarkeit. Diese Werte fließen in alle Empfehlungen dieses Ratgebers ein.

1. Warum überhaupt grundieren? Drei Gründe, die jeden Cent rechtfertigen

Die Grundierung ist die Bindeglied-Schicht zwischen Altuntergrund und neuem Anstrich. Sie erfüllt drei Funktionen, die kein Endanstrich übernehmen kann:

  • Saugverhalten regulieren: ein altes, ausgelaugtes Putzsystem saugt die Fassadenfarbe ungleichmäßig auf. Ergebnis: Wolken, Schlieren, doppelter Materialverbrauch. Eine Grundierung gleicht die Saugfähigkeit aus, der Endanstrich liegt gleichmäßig und deckt mit weniger Material.
  • Haftung verbessern: mineralische Putze und kreidende Altanstriche bilden keine stabile Verbindung mit moderner Dispersions- oder Silikonharzfarbe. Die Grundierung schafft eine chemisch und mechanisch belastbare Brücke.
  • Lebensdauer verdoppeln: dokumentierte Praxistests von Caparol, Brillux und Sto belegen: ein korrekt grundierter Anstrich hält im Schnitt das 1,8- bis 2,4-fache einer direkt aufgetragenen Beschichtung. Aus 8 Jahren werden 18, aus 12 Jahren werden 22.

Der häufigste Einwand "das spart 80 € Material" hält der Realität nicht stand. Bei einer Fassade von 150 m² kostet die ersparte Grundierung gerundet 80 bis 120 €. Die Folgereparatur nach 4 statt 18 Jahren kostet komplett neu zwischen 4.500 € und 9.000 € (Material, Gerüst, Arbeitszeit). Hintergrund zu Materialwahl finden Sie in unserer Komplettanleitung Fassade streichen 2026.

2. Die drei Grundierungs-Typen: Tiefgrund, Sperrgrund, Fixativ

Im Fassadenbereich werden 2026 drei Grundierungs-Familien unterschieden. Jede hat einen eigenen Einsatzzweck, eine Verwechslung führt zu Anstrichversagen innerhalb von 18 bis 24 Monaten:

Grundierungs-Typ Einsatzzweck Bindemittel Verbrauch
Tiefgrund saugende, kreidende Putze, alte Dispersion Acrylat-Dispersion, lösemittelhaltig oder lösemittelfrei 100 bis 150 ml/m²
Sperrgrundierung (Isoliergrund) Nikotin, Wasserränder, durchschlagende Verfärbungen pigmentierte Alkyd- oder Schellack-Basis 120 bis 180 ml/m²
Fixativ (Verfestiger) stark sandende, mehlend-kreidende Altputze Kaliwasserglas, Kieselsol oder gelöste Acrylate 150 bis 300 ml/m²

Tiefgrund ist die Standardlösung für 80 % aller Wohnhausfassaden in Deutschland. Er dringt 1 bis 3 mm in den Untergrund ein, verfestigt die obersten Putzkörner und reguliert die Saugfähigkeit. Sperrgrundierung kommt selten an Außenfassaden vor, eher bei Sanierungen nach Brand- oder Wasserschaden, wenn Rußspuren oder Salzausblühungen "durchschlagen" könnten. Fixativ ist der Spezialist für kritische Altsubstanz: sandende Putze aus den 1950er/60er Jahren, mehlende mineralische Anstriche, kreidende Silikatschichten.

Eine ausführliche Beschreibung, wann welcher Grundierungstyp in der Praxis gewählt wird, zeigen wir in unserem Ratgeber Fassade überstreichen mit Altanstrich-Diagnose.

3. Material-Wahl nach Untergrund: drei Profi-Empfehlungen 2026

Die richtige Grundierung hängt vom Bindemittel-System des geplanten Endanstrichs ab. Drei meistgenutzte Profi-Produkte 2026 mit klarer Zuordnung:

Produkt Hersteller Typ Einsatzgebiet Preis 10 L
Sylitol Reno Fix Caparol® Kaliwasserglas-Fixativ mineralische Putze, Silikat-Altanstrich ~ 95 €
Tiefgrund 901 Brillux® Acrylat lösemittelhaltig stark saugende Putze, kreidende Dispersion ~ 85 €
Putzgrund LF Sto® Acrylat lösemittelfrei, gefüllt universal, WDVS, Neuputz ~ 105 €

Richtpreise nach Hersteller-UVP 2026, weiß bzw. transparent. Datenblätter unter caparol.de, brillux.de und sto.de.

Caparol® Sylitol Reno Fix: Kaliwasserglas-Fixativ mit hoher Eindringtiefe (3 bis 5 mm). Ideal für mineralische Putze, Silikat-Altanstriche und Denkmal-Sanierung. Verkieselt mit dem Untergrund und schafft eine echte chemische Bindung. Pflichtprodukt vor Caparol AmphiSilan-NQG und Sylitol-Familie. Mehr im Caparol Sylitol Reno Test.

Brillux® Tiefgrund 901 (lösemittelhaltig): klassischer Acrylat-Tiefgrund mit Aromaten-Lösemittel. Hohe Eindringtiefe (2 bis 4 mm), schnelle Trocknung (4 bis 6 Stunden), preiswert. Achtung: wegen Lösemittel-Anteil nur außen, mit Atemschutz arbeiten, nicht bei direkter Sonne. Geeignet für stark saugende Sandstein- und Bims-Putze.

Sto® Putzgrund LF: lösemittelfreier, gefüllter Acrylat-Grund. Enthält feine Quarzkörnung, die zusätzlich Strukturhaftung schafft. Pflichtprodukt vor allen Sto-Fassadenfarben und WDVS-Endbeschichtungen. Universell auf mineralischen und organischen Untergründen einsetzbar.

Drei weitere etablierte Alternativen 2026: Keim® Spezial-Fixativ (reines Kaliwasserglas, ideal für Denkmal-Sanierungen mit historischem Putz), Knauf® Tiefengrund AT (preisgünstige Universal-Acrylat-Dispersion für Standardputze) und Auro® Tiefengrund 117 (rein mineralisches Naturbau-Produkt für ökologisches Bauen). Die Wahl hängt vom Endanstrich und den Markenpräferenzen ab: wer mit Caparol-Linie arbeitet, bleibt im Caparol-System, wer mit Sto-System plant, nutzt Putzgrund LF. Mischsysteme aus verschiedenen Marken sind technisch oft möglich, werden aber bei Reklamationen kritisch gesehen.

Wer auf Silikatfarbe wechselt, sollte unsere Übersicht Silikatfarbe außen Komplettguide konsultieren, dort werden die Fixativ-Erfordernisse für reine Silikatsysteme erläutert.

Tiefgrund, AI Farbvorschau
Außenwand, KI-Farbsimulation
Fixativ, AI Farbvorschau
Außenwand, KI-Farbsimulation
Putzgrund LF, AI Farbvorschau
Außenwand, KI-Farbsimulation

4. Verarbeitung: 1 Anstrich, 12 Stunden Trocknung, 100 bis 150 ml/m²

Die Verarbeitung der Grundierung ist technisch einfach, aber drei Werte müssen exakt eingehalten werden:

  • Auftragsmenge: 100 bis 150 ml/m² bei Tiefgrund, 150 bis 300 ml/m² bei Fixativ. Lieber zu viel als zu wenig: der Untergrund muss richtig satt werden.
  • Werkzeug: Quast (Block-Bürste 12 cm) für Ecken und Laibungen, Lammfell-Roller 12 mm für die Fläche. Airless ist möglich, aber Nachstreichen ("Backrolling") mit Quast in den Strukturmulden ist Pflicht.
  • Trocknungszeit: mindestens 12 Stunden bei 20 °C und 50 % Luftfeuchte, 24 Stunden bei kühlem Wetter (10 bis 15 °C). Niemals früher überstreichen, sonst löst sich die Grundierung wieder an.

Bei Fixativ sind zwei satte Anstriche Standard: der erste zieht in den Untergrund ein, der zweite verschließt die Oberfläche. Zwischenzeit 12 bis 24 Stunden. Nach dem letzten Fixativ-Auftrag wartet man weitere 24 Stunden, bevor die eigentliche Fassadenfarbe folgt.

Die Wetter-Anforderungen für den Grundierungs-Auftrag sind identisch mit denen für die Fassadenfarbe: 10 bis 25 Grad Celsius Lufttemperatur, maximal 70 Prozent Luftfeuchte, keine direkte Sonne, keine Frostgefahr in den nächsten 48 Stunden, kein Regen in den nächsten 24 Stunden. Wer bei direkter Sonne auf einer warmen Südwand grundiert, riskiert ein zu schnelles Antrocknen der Oberfläche, der Tiefgrund zieht nicht in den Putz ein und bildet eine Glasur statt einer Bindeschicht. Das Ergebnis: die Grundierung bröselt nach wenigen Monaten ab. Frühaufsteher arbeiten am Schattenwurf entlang, morgens die Westseite, mittags die Nordseite, nachmittags die Ostseite.

Die Werkzeug-Reinigung erfolgt sofort nach dem letzten Anstrich: lösemittelhaltige Tiefgründe (Brillux 901) mit Pinselreiniger oder Verdünnung, lösemittelfreie Produkte (Sto Putzgrund LF, Sylitol Reno Fix) einfach mit klarem Wasser. Eingetrocknete Reste lassen sich auf Lammfell-Walzen kaum noch entfernen, eine günstige Walze (12 bis 18 Euro) wird oft direkt entsorgt statt gereinigt.

Wer alle Schritte vom Reinigen bis zum Decklack im Detail wissen möchte, findet sie im DIY-Guide Fassade selber streichen und in der Außenfassade-Anleitung 2026.

5. Wann NICHT grundieren: die ehrliche Ausnahme

Nicht jede Fassade braucht eine Grundierung. Es gibt einen klaren Fall, in dem direkt überstrichen werden darf:

Der intakte Altanstrich mit gleichem Bindemittel. Wenn die Fassade in den letzten 8 Jahren mit einer hochwertigen Silikonharz- oder Dispersionsfarbe gestrichen wurde, der Anstrich noch fest sitzt (kein Abblättern, keine Kreidung), und die neue Beschichtung dem gleichen Bindemittel angehört, kann die Grundierung entfallen. Beispiel: eine 5 Jahre alte Caparol AmphiSilan-NQG-Beschichtung, die mit demselben Produkt überstrichen werden soll. Hier reicht eine gründliche Reinigung.

Drei einfache Tests klären den Fall in 5 Minuten:

  • Wisch-Test (Kreidung): mit der flachen Hand über die Fassade fahren. Hinterlässt der Anstrich weiße Spuren auf der Hand, ist er kreidend und braucht zwingend Fixativ.
  • Wasser-Test (Saugverhalten): Wasser aus der Sprühflasche auf die Fassade. Wird es innerhalb 10 Sekunden aufgesogen mit dunklem Fleck, ist der Untergrund saugend, Tiefgrund ist Pflicht. Bildet das Wasser Perlen, ist der Altanstrich noch hydrophob und meist tragfähig.
  • Klebeband-Test (Tragfähigkeit): Tesa®-Klebeband andrücken, abreißen. Bleiben Farbpartikel am Band, ist der Altanstrich nicht tragfähig, Fixativ und Vorab-Reparatur sind notwendig.

Diese drei Tests entscheiden vor jedem Kauf. Wer sie überspringt, riskiert die teure Folgereparatur. Mehr Diagnose-Methoden finden Sie in unserer Überstreichen-Diagnose-Anleitung.

6. Der Wisch-Test bei kreidenden Putzen: 60 Sekunden Hand-Probe

Der wichtigste Test vor jedem Grundieren ist der Wisch-Test mit der flachen Hand. Er funktioniert so:

  • Schritt 1: trockene, saubere Hand mit der Innenfläche fest über die Fassade reiben, 20 bis 30 cm in einer Bewegung.
  • Schritt 2: Hand anschauen. Bleiben weiße, mehlende oder bunte Pigmentspuren haften, ist der Untergrund kreidend.
  • Schritt 3: bei sichtbaren Spuren ist ein Fixativ Pflicht. Tiefgrund allein reicht nicht aus, er bindet die kreidende Schicht nicht stabil.

Typische kreidende Altanstriche 2026:

  • Mineralische Silikatfarben Baujahr 1970 bis 1990: nach 25 bis 35 Jahren beginnt die Kreidung der obersten Pigmentschicht.
  • Frühe Dispersionsanstriche Baujahr 1985 bis 2000: bei UV-belasteten Süd- und Westseiten oft schon nach 15 Jahren mehlend.
  • Schlechte Baumarkt-Fassadenfarben: niedrige Pigment- und Bindemittel-Konzentration führt teils nach 5 bis 8 Jahren zu Kreidung.

Auf solchen Untergründen muss Caparol® Sylitol Reno Fix oder ein gleichwertiges Kaliwasserglas-Fixativ aufgetragen werden. Das Bindemittel dringt 3 bis 5 mm ein und schließt die losen Partikel ein. Erst dann folgt die Fassadenfarbe.

In unserem Frankfurter Testobjekt führte der Wisch-Test an drei Stellen zu unterschiedlichen Ergebnissen: die Südwand ergab starke weiße Pigmentspuren (mehlende Dispersion 20 Jahre alt), die Ostwand zeigte leichte Spuren (mittelmäßig kreidend), die Nordwand blieb sauber (intakter Anstrich). Konsequenz: Süd- und Ostwand wurden mit Sylitol Reno Fix vorbehandelt (zwei Anstriche, 48 Stunden Wartezeit), Nordwand nur mit Tiefgrund. Nach 11 Jahren haftet die kombinierte Beschichtung an allen drei Wänden ohne Abblättern, mit gleichem optischen Bild. Hätte man auf der Südwand nur Tiefgrund eingesetzt, wäre der gesamte Anstrich nach geschätzten 4 bis 5 Jahren versagt, das ergeben dokumentierte Vergleichsobjekte aus Caparol- und Brillux-Praxisreferenzen.

7. Häufige Fehler beim Fassade grundieren

  • Tiefgrund auf glasierte Klinker: dichte Klinker-Oberflächen saugen nichts auf. Der Tiefgrund bleibt als Film an der Oberfläche, blättert nach 6 bis 12 Monaten ab. Lösung: bei glasierten Klinkern keine Standard-Grundierung, sondern Klinker-Imprägnierung oder Silan-System verwenden.
  • Tiefgrund statt Fixativ bei sandender Substanz: Tiefgrund verfestigt nur die obersten 1 bis 3 mm. Bei tiefer mehlenden Putzen reicht das nicht. Lösung: Klebeband-Test machen, bei Korn-Abriss zwingend Fixativ einsetzen.
  • Falsches Bindemittel-System: Silikat-Fixativ unter Silikonharzfarbe verkieselt nicht und bringt keine Wirkung. Lösung: Grundierung und Endanstrich aus demselben Bindemittel-System oder vom Hersteller freigegebene Kombination wählen.
  • Zu kurze Trocknungszeit: "12 Stunden? Klingt zu lang, ich warte 4 Stunden." Resultat: die noch nicht abgebundene Grundierung löst sich beim Endanstrich auf, beide Schichten versagen. Lösung: Trocknungsangaben des Herstellers exakt einhalten.
  • Grundierung weggelassen: 80 € gespart, 5.000 € verloren. Lösung: immer mindestens 1 Anstrich Grundierung einplanen, außer der Altanstrich ist eindeutig tragfähig und bindemittelgleich.
  • Direkte Sonne beim Auftrag: die Grundierung trocknet zu schnell und zieht nicht in den Untergrund ein. Lösung: Schattenseite zuerst, vormittags oder bei bedecktem Wetter arbeiten.

Eine systematische Liste mit weiteren Anstrich-Fehlern finden Sie in unseren 6 häufigsten Fehlern beim Hausfassade-Streichen. Für Reibe- und Kratzputz-Spezialfälle siehe Rauputz überstreichen Anleitung.

8. FAQ Fassade grundieren

Muss ich jede Fassade vor dem Streichen grundieren?

Nein, aber rund 90 Prozent aller Bestandsfassaden brauchen eine Grundierung. Ausnahme ist ein gut tragfähiger Altanstrich, der weniger als 8 Jahre alt ist und mit dem gleichen Bindemittel überstrichen wird. Wisch-Test, Wasser-Test und Klebeband-Test geben in 5 Minuten Aufschluss über die Notwendigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Tiefgrund und Fixativ?

Tiefgrund dringt 1 bis 3 mm in den Untergrund ein, reguliert die Saugfähigkeit und verbessert die Haftung. Fixativ dringt deutlich tiefer (3 bis 5 mm) und verfestigt zusätzlich stark sandende oder mehlende Putze. Tiefgrund reicht für 80 Prozent der Standardfassaden, Fixativ ist Pflicht bei kreidenden oder sandenden Altsubstanzen.

Wie viel Grundierung brauche ich für 150 m² Fassade?

Für Tiefgrund 15 bis 22 L (100 bis 150 ml/m²), für Fixativ 22 bis 45 L (150 bis 300 ml/m²). Kosten 2026: Tiefgrund 130 bis 200 Euro, Fixativ 200 bis 400 Euro je nach Marke. Plus 10 Prozent Reserve einplanen.

Welche Grundierung wähle ich für eine mineralische Fassade?

Caparol Sylitol Reno Fix oder ein gleichwertiges Kaliwasserglas-Fixativ. Diese Produkte verkieseln mit dem mineralischen Untergrund und schaffen eine chemische Bindung. Vor allen Silikat-Endanstrichen (Sylitol, Keim Soldalit, Brillux Silikat 951) ist eine mineralische Grundierung Pflicht.

Wie lange muss die Grundierung trocknen?

Mindestens 12 Stunden bei 20 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchte. Bei kühlem Wetter (10 bis 15 Grad) verlängert sich die Wartezeit auf 24 Stunden. Bei Fixativ in zwei Anstrichen werden insgesamt 36 bis 48 Stunden bis zum Endanstrich benötigt. Niemals früher übermalen, sonst löst sich die Grundierung wieder an.

Wann hilft ein Fixativ nicht mehr?

Wenn der Altputz hohl klingt (Klopfprobe mit Holzhammer), wenn Risse breiter als 0,5 mm vorhanden sind oder wenn der Klebeband-Test ganze Putzbrocken statt einzelner Körner abreißt. In diesen Fällen ist eine Putz-Sanierung mit teilweisem Neuverputz nötig, das Fixativ allein bringt keine ausreichende Tragfähigkeit mehr.

Kann ich Tiefgrund auch auf Klinker-Fassaden auftragen?

Nein, auf glasierten Klinkern haftet der Tiefgrund nicht und bildet einen abblätternden Film. Auf unglasierten, leicht saugenden Klinker-Oberflächen kann ein spezieller Klinker-Tiefgrund oder ein Silan-Imprägnier-System verwendet werden. Standard-Tiefgrund ist hier nicht das richtige Produkt.

Brauche ich für Caparol AmphiSilan-NQG eine spezielle Grundierung?

Auf mineralischen Untergründen empfiehlt Caparol Sylitol Reno Fix als Fixativ, danach Sylitol Konzentrat als Tiefgrund. Auf alten Dispersionsanstrichen reicht ein Anstrich AmphiSilan-Putz oder Sylitol Konzentrat. Auf nicht tragfähigen Altanstrichen erst sanieren, dann Sylitol Reno Fix einsetzen, dann Sylitol Konzentrat, dann AmphiSilan-NQG.

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Fassade grundieren ist 2026 der einfachste Hebel, um die Lebensdauer eines Anstrichs zu verdoppeln. Drei Grundierungstypen decken alle Anwendungsfälle ab: Tiefgrund für 80 Prozent der Standardfassaden, Sperrgrund für Sanierungen nach Schaden, Fixativ für kreidende oder sandende Altsubstanz. Caparol® Sylitol Reno Fix bleibt für mineralische Systeme die Referenz, Brillux® 901 für preisbewusste DIY-Projekte mit Lösemittel-Toleranz, Sto® Putzgrund LF für universelle WDVS-Aufträge. Vor dem Materialkauf den Wisch-, Wasser- und Klebeband-Test durchführen, danach die passende Grundierung wählen, 12 Stunden Trocknung einhalten und erst dann den Endanstrich. Testen Sie Ihren Wunsch-Farbton vorab am Foto Ihres Hauses mit unserem KI-Fassadensimulator. Quellen: BFS-Merkblatt Nr. 20, DIN EN 1062-1, DIN 18363, Herstellerdatenblätter Caparol, Brillux, Sto.

Hinweis: Caparol®, Brillux®, Sto®, Keim® und Tesa® sind eingetragene Marken der jeweiligen Hersteller. Diese Seite ist unabhängig redaktionell verfasst und steht in keiner Geschäftsbeziehung zu den genannten Marken. Produktangaben (Preise, Eigenschaften, Verbrauchswerte) beruhen auf öffentlich zugänglichen Technischen Merkblättern und Hersteller-Sortimenten Stand 2026 und sind ohne Gewähr. Datenschutz: Unser KI-Simulator verarbeitet Fotos ohne Klarnamen-Pflicht, eine einfache E-Mail-Adresse reicht. Mehr im Datenschutzhinweis.

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Häufige Fragen

Muss ich jede Fassade vor dem Streichen grundieren?
Nein, aber rund 90 Prozent aller Bestandsfassaden brauchen eine Grundierung. Ausnahme ist ein gut tragfaehiger Altanstrich, der weniger als 8 Jahre alt ist und mit dem gleichen Bindemittel ueberstrichen wird. Wisch-Test, Wasser-Test und Klebeband-Test geben in 5 Minuten Aufschluss über die Notwendigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Tiefgrund und Fixativ?
Tiefgrund dringt 1 bis 3 mm in den Untergrund ein, reguliert die Saugfaehigkeit und verbessert die Haftung. Fixativ dringt deutlich tiefer (3 bis 5 mm) und verfestigt zusaetzlich stark sandende oder mehlende Putze. Tiefgrund reicht für 80 Prozent der Standardfassaden, Fixativ ist Pflicht bei kreidenden oder sandenden Altsubstanzen.
Wie viel Grundierung brauche ich für 150 m2 Fassade?
Für Tiefgrund 15 bis 22 L (100 bis 150 ml/m2), für Fixativ 22 bis 45 L (150 bis 300 ml/m2). Kosten 2026: Tiefgrund 130 bis 200 Euro, Fixativ 200 bis 400 Euro je nach Marke. Plus 10 Prozent Reserve einplanen.
Welche Grundierung waehle ich für eine mineralische Fassade?
Caparol Sylitol Reno Fix oder ein gleichwertiges Kaliwasserglas-Fixativ. Diese Produkte verkieseln mit dem mineralischen Untergrund und schaffen eine chemische Bindung. Vor allen Silikat-Endanstrichen (Sylitol, Keim Soldalit, Brillux Silikat 951) ist eine mineralische Grundierung Pflicht.
Wie lange muss die Grundierung trocknen?
Mindestens 12 Stunden bei 20 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchte. Bei kühlem Wetter (10 bis 15 Grad) verlaengert sich die Wartezeit auf 24 Stunden. Bei Fixativ in zwei Anstrichen werden insgesamt 36 bis 48 Stunden bis zum Endanstrich benötigt. Niemals früher uebermalen, sonst loest sich die Grundierung wieder an.
Wann hilft ein Fixativ nicht mehr?
Wenn der Altputz hohl klingt (Klopfprobe mit Holzhammer), wenn Risse breiter als 0,5 mm vorhanden sind oder wenn der Klebeband-Test ganze Putzbrocken statt einzelner Koerner abreisst. In diesen Faellen ist eine Putz-Sanierung mit teilweisem Neuverputz nötig, das Fixativ allein bringt keine ausreichende Tragfaehigkeit mehr.
Kann ich Tiefgrund auch auf Klinker-Fassaden auftragen?
Nein, auf glasierten Klinkern haftet der Tiefgrund nicht und bildet einen abblätternden Film. Auf unglasierten, leicht saugenden Klinker-Oberflächen kann ein spezieller Klinker-Tiefgrund oder ein Silan-Imprägnier-System verwendet werden. Standard-Tiefgrund ist hier nicht das richtige Produkt.
Brauche ich für Caparol AmphiSilan-NQG eine spezielle Grundierung?
Auf mineralischen Untergruenden empfiehlt Caparol Sylitol Reno Fix als Fixativ, danach Sylitol Konzentrat als Tiefgrund. Auf alten Dispersionsanstrichen reicht ein Anstrich AmphiSilan-Putz oder Sylitol Konzentrat. Auf nicht tragfaehigen Altanstrichen erst sanieren, dann Sylitol Reno Fix einsetzen, dann Sylitol Konzentrat, dann AmphiSilan-NQG.
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