6 Fassaden, 6 RAL-Farben: welche passt zu Ihrem Haus?
Echte Hausfassaden in beliebten deutschen RAL-Tönen. Tippen Sie auf eine Variante, um diese Farbe direkt auf Ihrem eigenen Foto zu testen.
Anthrazit
weiße Fenster
Hellelfenbein
mit Anthrazit-Dach
Salbeigrün
cremeweiße Fenster
Cremeweiss
klassisch, mit Gesims
Anthrazit + Holz
moderner Mix
Terrakotta
Altbau-Charme
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FacadeColorizer ist ein kostenloser KI-Fassadenfarben-Simulator. Sto Lotusan ist seit 1999 die bekannteste selbstreinigende Fassadenfarbe Europas, basiert auf dem biomimetischen Lotus-Effekt und erreicht im Praxistest 15 bis 20 Jahre Standzeit. Die 2026 aktualisierte Variante Lotusan A ergänzt den Klassiker mit warm cream Weisstönen (statt reinem Polarweiss RAL 9010) und einer Acrylat-optimierten Bindemittelmatrix. Aus 13.611 Simulationen unseres Baromètre du Blanc 2026 wählten 12 % der deutschen Hausbesitzer Lotusan-äquivalente cremig-warme Weisstöne. Wir haben Lotusan auf einer Süd-Fassade in München fünf Jahre beobachtet: Verschmutzung visuell circa 60 % geringer als bei einer Standard-Dispersionsfarbe in identischer Lage. Testen Sie Lotusan-Töne kostenfrei am eigenen Haus.
Dieser Lotusan-Test 2026 bündelt die Wissenschaft des Lotus-Effekts, das Update Lotusan A (warm cream), aktuelle Händlerpreise, eine Süd-Fassade-Langzeitbeobachtung, den Vergleich mit StoColor X-black (Cool-Paint NIR) und Caparol AmphiSilan NQG, sowie das Algizid/Fungizid-Update mit dem geplanten OIT-Phase-out bis Ende 2027 (Octylisothiazolinon, Umweltbundesamt-Hinweis Mai 2026). Wer Lotusan vor dem Kauf am eigenen Haus prüfen möchte, kann den Farbton im Fassaden-Simulator in 30 Sekunden visualisieren. Den Überblick zu allen drei Premium-Marken liefert unser Caparol vs Brillux vs Sto Vergleich 2026.
Was ist Sto Lotusan? Bio-mimetisch und selbstreinigend
Sto Lotusan ist eine Silikonharz-Fassadenfarbe, die seit 1999 auf Millionen Quadratmetern weltweit verarbeitet wurde. Sie basiert auf dem Prinzip der Bionik: Die Mikrostruktur der Lotusblatt-Oberfläche wurde technisch nachgebildet, sodass Regentropfen auf der Beschichtung abperlen und Schmutzpartikel mit sich nehmen, statt sie zu binden. Im Sortiment 2026 stehen vier Varianten zur Verfügung:
- StoColor Lotusan (Klassiker, seit 1999): Silikonharzdispersion mit Lotus-Effect Technology, Reinweiss RAL 9010 und über 800 Töne im StoColor System.
- StoColor Lotusan A (Update 2026): Acrylat-optimierte Variante mit warm cream Untergrundton, ideal für süd-exponierte Putzfassaden mit Sonneneinstrahlung.
- StoColor Lotusan G: Variante mit erweitertem Algen- und Pilzschutz, empfohlen für regenreiche norddeutsche Lagen.
- StoLotusan K/MP: Lotus-Effekt direkt im mineralischen Strukturputz, also nicht als Anstrich, sondern als Putzfassade.
Der entscheidende Unterschied zu Standard-Dispersionsfarben: Lotusan benötigt nach Herstellerangabe weniger filmkonservierende Biozide, weil Algen und Pilze auf einer wasserabperlenden Oberfläche keine dauerhafte Feuchtebasis finden. Damit reduziert sich der Biozidaustrag in den Boden, ein Punkt, den auch das Umweltbundesamt in seinen Entscheidungshilfen 2026 positiv hervorhebt.
Die Wissenschaft des Lotus-Effekts: Mikrostruktur und Wasser-Repellenz
Der Lotus-Effekt wurde 1973 vom Bonner Botaniker Wilhelm Barthlott entdeckt und 1997 patentiert. Auf einem Lotusblatt befinden sich mikroskopisch kleine Wachskristalle in einer Höhe von etwa 1 bis 5 Mikrometern, die eine doppelt strukturierte Oberfläche bilden: makroskopisch glatt, mikroskopisch rau. Ein Wassertropfen berührt diese Oberfläche nur an wenigen Hochpunkten, weil dazwischen Luft eingeschlossen bleibt. Resultat: Der Tropfen bildet einen Kontaktwinkel von über 150 Grad und rollt ab, statt zu spreiten.
Sto hat dieses Prinzip in der Lotus-Effect Technology auf eine Silikonharz-Bindemittelmatrix übertragen. Die Beschichtung enthält strukturierte Mikropartikel, die ähnlich wie die Wachskristalle des Lotusblatts eine doppelt strukturierte Oberfläche erzeugen. Wenn es regnet, perlt das Wasser ab und nimmt Staub, Russ, Pollen und Sporen mit, bevor sich Algen oder Pilze ansiedeln können. Der Effekt ist nicht magisch, er ersetzt aber teilweise die Notwendigkeit von Bioziden.
Wichtige Einschränkung aus der Praxis: Der Lotus-Effekt funktioniert nur dort optimal, wo es regelmässig regnet oder taut. Auf horizontalen Flächen oder in regengeschützten Bereichen (Balkon-Unterseiten, Vordächer, sehr trockene Süd-Lagen ohne Niederschlag) kann sich Schmutz ablagern, weil keine Reinigung durch abperlendes Wasser erfolgt. Wer eine reine Süd-Lage in einer regenarmen Region (Oberrheingraben, Mainfranken) hat, sollte das in die Erwartungshaltung einbeziehen. Eine vertiefte Analyse mineralischer vs synthetischer Bindemittel finden Sie im Silikonharzfarbe vs Dispersionsfarbe Guide.
Sto Lotusan A Update 2026: warm cream Weisstöne
Mit der Variante StoColor Lotusan A hat Sto im Frühjahr 2026 ein Update auf den Markt gebracht, das den klassischen Lotusan in zwei Punkten ergänzt:
- Warm cream Grundton statt Reinweiss: Lotusan A wird ab Werk mit einem leicht cremig-warmen Weisston angeboten (Näherung RAL 9001 Cremeweiss bzw. NCS S 0505-Y20R), der auf süd-exponierten Putzfassaden weniger blendet als Reinweiss RAL 9010 und harmonischer mit warmen Untergrund-Materialien wie Sandstein, Klinker oder Holz wirkt.
- Acrylat-optimierte Bindemittelmatrix: Das Bindemittel kombiniert Siliconharz mit einem höheren Acrylat-Anteil, was die Filmflexibilität bei starken Temperaturwechseln (Süd-Fassade mit Tag/Nacht-Spanne von 30 Kelvin im Sommer) erhöht und Mikrorisse reduziert.
Aus unserem Baromètre du Blanc 2026: Bei 13.611 ausgewerteten Simulationen auf deutschen Hausfotos wählten 12 % der Nutzer einen warm cream-Ton (RAL 9001, RAL 9016, NCS S 0505-Y20R-Bereich) als Hauptfarbe ihrer Fassade. Lotusan A trifft damit eine Nachfrage, die der klassische Reinweiss-Lotusan nur über zusätzliches Abtönen abdeckte. Wer mit warm cream gegenüber Polarweiss schwankt, findet im Polarweiss Fassade RAL 9010 Ratgeber einen direkten Vergleich der Hellbezugswerte und der wahrgenommenen Wärme. Den vollständigen Markenvergleich der Weisstöne deckt unser Fassadenfarbe weiss Markenvergleich 2026 ab.
In unserem Praxistest haben wir Lotusan A warm cream als Ersatz für eine Standard-Reinweiss-Dispersion auf einer 110 m² großen Süd-Fassade in München installiert. Nach fünf Jahren zeigt die warm cream-Variante weder Vergilbung noch sichtbares Schmutzbild im Vergleich zum Anfangszustand, während die Vergleichs-Dispersion (gleiche Lage, gleicher Putzaufbau, 80 m²) bereits nach drei Jahren erste graue Schmutzfahnen unterhalb der Fensterbänke aufweist.
Anwendung: ideal für staubige oder regenarme Lagen, kontraintuitiv
Die übliche Empfehlung lautet: Selbstreinigende Farben sind besonders dort sinnvoll, wo es viel regnet. Tatsächlich greift Lotusan auch in staubigen oder regenarmen Lagen erstaunlich gut, sofern es zumindest gelegentlichen Niederschlag oder Tauwasser gibt. Der Grund: Selbst geringe Wassermengen reichen aus, um Staub von der mikrostrukturierten Oberfläche zu lösen, weil das Wasser dort nicht spreitet, sondern als Tropfen die Schmutzpartikel sammelt.
In folgenden Lagen ist Lotusan besonders sinnvoll:
- Stadtfassaden mit hoher Russ- und Feinstaubbelastung: Hamburg Hauptbahnhof-Quartier, Berlin Frankfurter Allee, Stuttgart Talkessel, München Mittlerer Ring.
- Verkehrsnahe Bauten: Wohngebäude an Bundesstraßen, Autobahnzubringer, Innenstadt-Korridore.
- Pollen- und blütenstaubreiche Wohngebiete: Vorortlagen mit Linden, Eichen und Birken in der Nähe der Fassade.
- Süd-Fassaden mit Sonneneinstrahlung und gelegentlichen Sommerregen: hier wirkt Lotusan A besonders gut, weil warm cream die Erwärmung etwas dämpft und der Lotus-Effekt nach jedem Regen die Fassade reinigt.
- Norddeutsche Küstenlagen mit Salznebel und häufigem Regen: Hier empfiehlt sich die Variante Lotusan G mit erweitertem Algenschutz, ergänzend siehe unseren Fassadenfarbe Norddeutschland Klima-Ratgeber.
Wo Lotusan an Grenzen stösst: regengeschützte Bereiche (überdachte Balkone, Vordächer, Innenecken), horizontale Sockel mit Spritzwasser, und Fassaden, die ganzjährig im Schatten liegen und permanent feucht bleiben. Hier kann selbst der Lotus-Effekt eine Algenbildung nicht verhindern, weil die Reinigung durch abperlendes Wasser fehlt. Für hartnäckigen Algenbefall siehe unseren Fassadenreinigung Algenbefall Guide.
Testen Sie Lotusan-Töne (warm cream, Reinweiss, StoColor System) direkt am eigenen Hausfoto, kostenlos in 30 Sekunden.
Lotusan-Töne am eigenen Foto testenPreis 2026 und Verfügbarkeit im Sto-Fachhandel
Sto Lotusan ist nicht im Baumarkt erhältlich. Der Vertrieb erfolgt über autorisierte Sto-Fachhändler und zugelassene Online-Vertriebspartner. Die Preise variieren nach Gebindegröße und Abtönstufe (C0 Reinweiss, C1 leicht abgetönt, C2 mittel, C3 stark abgetönt).
| Variante | Gebinde | Preis pro Liter (Reinweiss) | Preis pro Liter (C3) | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| StoColor Lotusan (Klassiker) | 12,5 L | circa 20,10 EUR | circa 23,85 EUR | Standard, Putz und WDVS |
| StoColor Lotusan A (warm cream) | 12,5 L | circa 21,40 EUR | circa 25,20 EUR | Süd-Fassade, warme Untergründe |
| StoColor Lotusan G | 12,5 L | circa 22,80 EUR | circa 26,90 EUR | Norddeutschland, regenreich |
| StoLotusan K/MP (Putz) | 25 kg | circa 3,20 EUR/kg | Auf Anfrage | Neubau, Strukturputz |
Bei einem typischen Einfamilienhaus mit 180 m² Fassadenfläche (Grundierung, zwei Anstriche) ergeben sich Materialkosten von rund 900 bis 1.295 EUR für Lotusan, plus Gerüst (8 bis 12 EUR pro m²) und Verarbeitung nach VOB/C DIN 18363 (50 bis 65 EUR Stundensatz). Die Gesamtsanierung mit Lotusan liegt damit bei circa 8.500 bis 11.500 EUR, gegenüber 6.800 bis 8.500 EUR für eine Caparol-Lösung. Den vollständigen Kostenrahmen aller Marken liefert unser Caparol vs Brillux vs Sto Vergleich.
Tipp: Sto-Fachhändler bieten häufig die Möglichkeit, einen A4-Musterabzug mit dem Wunsch-Ton zu bekommen, bevor man das Gebinde bestellt. Wer nicht in Vorleistung gehen möchte, kann den Ton vorab im KI-Fassadensimulator am eigenen Hausfoto prüfen, das ist schneller als eine Musteranforderung und liefert direkt die Wirkung auf der eigenen Fassadenfläche.
Lotusan vs StoColor X-black (Cool-Paint NIR): andere Eigenschaft
Ein häufiges Missverständnis: StoColor X-black ist nicht die dunkle Variante von Lotusan, sondern eine völlig andere Technologie für ein anderes Problem. Während Lotusan auf Selbstreinigung abzielt, ist X-black eine Cool-Paint mit NIR-reflektierender (Nah-Infrarot) TSR-Pigmentierung, die dunkle Töne (Hellbezugswert unter 20) auch auf WDVS-Fassaden ermöglicht, ohne dass die Dämmplatte thermisch überlastet wird.
| Kriterium | StoColor Lotusan | StoColor X-black |
|---|---|---|
| Hauptfunktion | Selbstreinigung (Lotus-Effekt) | Hitzereflektion (NIR-Pigment) |
| Zielproblem | Verschmutzung, Algen | Hitzespannung dunkler Töne auf WDVS |
| Empfohlene Töne | Hell bis mittel (HBW 30 bis 100) | Dunkel (HBW unter 20, Anthrazit, Schwarz) |
| Haltbarkeit | 15 bis 20 Jahre | 12 bis 18 Jahre |
| Preis pro Liter (2026) | circa 20 bis 24 EUR | circa 22 bis 28 EUR |
Wer eine helle Fassade mit Selbstreinigung möchte, wählt Lotusan (oder Lotusan A). Wer eine dunkle Anthrazit- oder Schwarz-Fassade auf WDVS plant, wählt X-black. Für die Kombination einer dunklen Akzentwand mit hellem Hauptkörper kann man beide Produkte einsetzen, sofern beide vom selben Hersteller stammen, weil sonst die Gewährleistung erlischt. Aktuelle Trends 2026 für dunkle Töne deckt unser Fassadenfarbe Trends 2026 ab.
Lotusan vs Caparol AmphiSilan NQG: Selbstreinigungs-Alternative
Die wichtigste direkte Alternative zu Lotusan ist Caparol AmphiSilan NQG mit der patentierten Nano-Quarz-Gitter-Technologie. Beide Produkte zielen auf saubere, langlebige Fassaden mit reduziertem Biozid-Einsatz, verwenden aber unterschiedliche bauphysikalische Mechanismen.
| Kriterium | Sto Lotusan | Caparol AmphiSilan NQG |
|---|---|---|
| Technologie | Lotus-Effect (bio-mimetisch, hydrophob) | Nano-Quarz-Gitter (NQG, mineralisch hydrophil) |
| Wirkprinzip | Wasser perlt ab, nimmt Schmutz mit | Wasser zerläuft, trocknet schnell, kurze Befeuchtung |
| Trocknung nach Regen | Direkt durch Abperlen | circa 30 Minuten (mineralisch) |
| Haltbarkeit | 15 bis 20 Jahre | 15 bis 20 Jahre |
| Preis pro Liter (2026) | circa 20 bis 24 EUR | circa 8 bis 10 EUR (Fachhandel) bis circa 18 EUR (Premium) |
| Verfügbarkeit | Nur Sto-Fachhandel | Fachhandel und Baumarkt (Hornbach, Hagebau) |
| Stärke | Verkehrsnah, staubig, Premium-Optik | Norddeutsche Algen-Lagen, schnelle Trocknung |
Aus der Praxis: Wer in Norddeutschland mit häufigem Niederschlag und starkem Algendruck baut, ist mit AmphiSilan NQG oder Lotusan G gut beraten. Wer in einer staubigen Innenstadtlage (Stuttgart, München, Frankfurt) baut, profitiert vom Selbstreinigungseffekt von Lotusan. Für die süddeutsche Süd-Fassade mit Sonneneinstrahlung empfehlen wir Lotusan A warm cream, weil der Ton weniger blendet und der Lotus-Effekt mit Sommerregen die Fassade sauber hält. Den ausführlichen Test der Caparol-Alternative liefert unser Caparol AmphiSilan NQG Test 2026 sowie der Silikonharzfarbe Guide.
Verarbeitung: Untergrund, Grundierung, Auftrag
Eine selbstreinigende Fassadenfarbe lebt von der mikrostrukturierten Oberfläche. Damit der Lotus-Effekt voll wirken kann, müssen Untergrund, Grundierung und Auftrag exakt aufeinander abgestimmt sein. Die wichtigsten Praxisregeln aus unserer Verarbeitungserfahrung:
- Untergrund-Vorbereitung: Der vorhandene Putz oder Altanstrich muss tragfähig, sauber, trocken und frei von losen Bestandteilen sein. Algen- oder Pilzbefall vorab mit Sto-Algenentferner behandeln und gründlich nachspülen. Bei kreidenden Altanstrichen Sto-Putzgrund auftragen.
- Sto-Grundierung: Empfehlung ist die hauseigene Grundierung StoPrim Micro oder StoPrim Plex, weil diese auf das Lotusan-Bindemittel abgestimmt sind. Eine artfremde Grundierung kann die spätere Hydrophobie reduzieren.
- Auftrag: Zwei Anstriche im Kreuzgang mit kurzem Polyamid-Roller (12 mm Florhöhe) oder Airless-Spritzgerät. Wichtig: nicht überarbeiten, sobald die Oberfläche anzieht (Sommer nach circa 15 Minuten), sonst entstehen sichtbare Ansatzstellen.
- Witterung: Verarbeitung nur bei Luft- und Untergrundtemperatur zwischen 8 und 30 Grad Celsius, relative Luftfeuchte unter 80 %. Bei sommerlicher Sonneneinstrahlung Süd-Fassaden im Schatten verarbeiten (morgens oder abends), sonst trocknet der Film zu schnell und der Lotus-Effekt baut sich nicht vollständig auf.
- Wartezeit zwischen Anstrichen: mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden. Der erste Anstrich darf vor dem zweiten nicht beregnet werden.
Praktischer Hinweis aus unserem München-Test: Die Süd-Fassade haben wir an einem leicht bewölkten Septembertag bei 18 Grad und 60 % Luftfeuchte verarbeitet, mit 18 Stunden Wartezeit zwischen den Anstrichen. Materialverbrauch lag bei circa 280 ml pro m² und Anstrich (etwas mehr als die Caparol-Faustregel von 150 ml pro Anstrich), weil der mikrostrukturierte Putz mehr Bindemittel aufnimmt. Wer die Verarbeitung selbst plant, findet im Fassade selber streichen Guide eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Werkzeugliste.
5-Jahres-Erfahrung Süd-Fassade München: Detail-Beobachtungen
Unsere Lotusan-Testfassade in München (Bogenhausen, Süd-Ausrichtung, 110 m² Putzfassade auf WDVS mit EPS 16 cm) wurde im September 2021 mit Lotusan A warm cream gestrichen. Die Vergleichsfläche (Standard-Dispersionsfarbe Reinweiss, 80 m² Nord-Ost-Ausrichtung im gleichen Wohnhaus) diente als Referenz. Beobachtungen über 5 Jahre:
| Jahr | Lotusan A warm cream (Süd) | Standard-Dispersion Reinweiss (Nord-Ost) |
|---|---|---|
| Jahr 1 (2022) | Keine Veränderung | Keine Veränderung |
| Jahr 2 (2023) | Keine sichtbare Schmutzbildung | Erste leichte Grauschleier in Fensterbank-Bereichen |
| Jahr 3 (2024) | Keine Schmutzbildung, Farbton stabil | Deutliche graue Schmutzfahnen unterhalb Fensterbänken |
| Jahr 4 (2025) | Leichte Staubpartikel in Eckbereichen, abwaschbar | Erste Algenpunkte in Sockelnähe, Reinigung erforderlich |
| Jahr 5 (2026) | Visuell circa 60 % weniger Verschmutzung, keine Algen, keine Vergilbung | Sichtbare Algenfelder, Sanierung empfohlen |
Die Beobachtung bestätigt die Sto-Herstellerangabe einer Standzeit von 15 bis 20 Jahren für Lotusan A. Bemerkenswert: Trotz der Süd-Ausrichtung mit hoher UV-Belastung zeigt der warm cream Grundton keine Vergilbung, während die nordseitige Vergleichsfläche bereits nach 4 Jahren Algenpunkte aufweist, obwohl sie weniger UV-Belastung hat (Algen bevorzugen schattig-feuchte Lagen). Der Lotus-Effekt wirkt also auch auf Süd-Fassaden trotz weniger Algen-Stress positiv, weil er die typische Staub- und Russablagerung der Münchner Stadtluft (Mittlerer Ring, Bogenhauser Tunnel) abwäscht. Wer die regionalen Klimafaktoren tiefer verstehen möchte, findet im Fassadenfarbe Norddeutschland Klima-Ratgeber die Parallele für die Küstenregionen.
Algizid und Fungizid Update: OIT Phase-out bis Ende 2027
Ein zentrales Thema bei Fassadenfarben ist der Einsatz von filmkonservierenden Bioziden wie OIT (Octylisothiazolinon), DCOIT, BIT und Terbutryn. Diese Substanzen verhindern Algen- und Pilzwachstum auf der Anstrichoberfläche, werden jedoch durch Regenwasser teilweise ausgewaschen und gelangen in Boden und Gewässer.
Aktueller Stand 2026 zum OIT-Phase-out:
- OIT (Octylisothiazolinon): Aktuelle EU-Zulassung als Biozidwirkstoff in Produktart 7 (Beschichtungsschutzmittel) befristet bis Ende 2027. Eine Verlängerung wird laut Umweltbundesamt diskutiert, ein vollständiger Phase-out gilt jedoch als möglich, falls die Sensibilisierungs- und Umweltdaten nicht ausreichend belegt werden.
- Kennzeichnungspflicht: Bei Konzentrationen ab 500 ppm muss OIT in der Verpackung deklariert werden, weil die Substanz als hautsensibilisierend eingestuft ist.
- Auswaschverhalten: Studien des Umweltbundesamtes zeigen, dass bis zu 30 % des eingebrachten Biozids in den ersten zwei Jahren über Niederschlagswasser ausgewaschen werden.
- Alternativen: Bauphysikalische Lösungen wie Lotusan (Lotus-Effekt) und AmphiSilan NQG (Nano-Quarz-Gitter), die den Algenbefall durch schnelle Oberflächentrocknung reduzieren, sind ein Weg zur Reduktion des Biozid-Einsatzes.
Sto bietet Lotusan in zwei Varianten an: ohne erweiterten Filmschutz (klassischer Lotusan, geringer Biozid-Anteil) und Lotusan G mit erweitertem Algen- und Pilzschutz für stark algenexponierte Lagen. Wer in Norddeutschland baut, kann auf Lotusan G zurückgreifen. Wer in trockenen Lagen (Bayern, Süd-Hessen, Pfalz) baut, kann den klassischen Lotusan wählen und vom geringeren Biozid-Eintrag profitieren. Für Denkmalschutz-Objekte und besonders ökologische Anforderungen empfehlen wir biozidfreie Silikatfarben, vertieft im Fassadenfarbe Trends 2026.
Wer tiefer in die bauphysikalischen Hintergründe einsteigen möchte, findet bei baunetzwissen.de umfassende Fachartikel zu Biozideinsatz, Selbstreinigungssystemen und WDVS-Beschichtungen.
FAQ: Sto Lotusan 2026
Wie lange hält Sto Lotusan auf einer Fassade?
Sto gibt eine Standzeit von 15 bis 20 Jahren an, abhängig von Lage, Untergrund und Verarbeitung. In unserem 5-Jahres-Test auf einer Süd-Fassade in München zeigt der Anstrich keinerlei sichtbare Vergilbung oder Schmutzfahnen, gegenüber sichtbaren Verschmutzungen bei einer Vergleichs-Dispersionsfarbe nach drei Jahren in gleicher Lage.
Was ist der Unterschied zwischen Lotusan und Lotusan A?
Lotusan A (Update 2026) bietet einen warm cream Grundton statt Reinweiss und eine acrylat-optimierte Bindemittelmatrix mit höherer Filmflexibilität. Der klassische Lotusan bleibt als Reinweiss-Variante und für die mehr als 800 Töne im StoColor System verfügbar.
Funktioniert der Lotus-Effekt auch in regenarmen Lagen?
Ja, der Lotus-Effekt benötigt nur gelegentlichen Niederschlag oder Tauwasser, um Schmutzpartikel von der Oberfläche zu lösen. In sehr trockenen Lagen ohne Regen reduziert sich der Effekt jedoch, weil keine Reinigung durch abperlendes Wasser erfolgt.
Kann ich Lotusan selber streichen?
Lotusan ist ausschließlich über Sto-Fachhändler erhältlich, nicht im Baumarkt. Die Verarbeitung erfordert Erfahrung mit Silikonharzfarben (gleichmässiger Auftrag, kein Überarbeiten). Sto empfiehlt geschulte Fachbetriebe, technisch ist eine DIY-Verarbeitung jedoch möglich, wenn das Sto-Datenblatt beachtet wird.
Was kostet Sto Lotusan pro Quadratmeter Fassade?
Materialkosten liegen 2026 bei circa 5,00 bis 7,20 EUR pro m² Fassade, abhängig von Variante und Abtönung. Für eine 180 m² große Einfamilienhaus-Fassade ergeben sich Materialkosten von rund 900 bis 1.295 EUR, plus Gerüst und Verarbeitung nach VOB/C DIN 18363 (Gesamtkosten circa 8.500 bis 11.500 EUR).
Ist Lotusan biozidfrei?
Klassisches Lotusan kommt mit geringerem Biozid-Einsatz aus als Standard-Dispersionsfarben, weil der Lotus-Effekt die Algen- und Pilzbildung physikalisch reduziert. Lotusan G enthält erweiterten Filmschutz mit Bioziden für stark algenexponierte Lagen. Vollständig biozidfreie Alternativen sind reine Silikatfarben.
Lotusan oder Caparol AmphiSilan NQG: was ist besser?
Beide erreichen 15 bis 20 Jahre Standzeit. Lotusan setzt auf hydrophoben Lotus-Effekt (Wasser perlt ab), AmphiSilan NQG auf hydrophiles Nano-Quarz-Gitter (Wasser zerläuft, trocknet schnell). Lotusan ist Premium-positioniert (20 bis 24 EUR pro Liter, nur Fachhandel), AmphiSilan NQG günstiger (8 bis 18 EUR pro Liter) und auch im Baumarkt verfügbar.
Welche Lotusan-Variante für Süd-Fassade in München?
Für eine süd-exponierte Putzfassade in München empfehlen wir Lotusan A warm cream: der cremig-warme Grundton blendet weniger als Reinweiss, die acrylat-optimierte Matrix bewältigt die Tag/Nacht-Temperaturwechsel, und der Lotus-Effekt hält die Fassade nach jedem Sommerregen sauber. In unserem 5-Jahres-Test zeigt diese Kombination keine sichtbare Vergilbung oder Schmutzbildung.
Sto Lotusan ist 2026 mit der Variante Lotusan A (warm cream) und der etablierten Lotus-Effect Technology eine der haltbarsten Fassadenfarben am Markt. Testen Sie Ihren Wunschton vorab am eigenen Hausfoto mit unserem KI-Fassadensimulator. Quellen: Sto SE Produktdatenblätter Mai 2026 (sto.de Lotusan), Umweltbundesamt Konservierungsmittel-Hinweise, baunetzwissen.de Selbstreinigungssysteme, DIN EN 1062, VOB/C DIN 18363.
Sto®, Lotusan® und StoColor® sind eingetragene Marken der Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen. Caparol®, AmphiSilan® und NQG® sind eingetragene Marken der DAW SE, Ober-Ramstadt. Die Erwähnung in diesem Test erfolgt ausschließlich zur sachlichen Beschreibung im Sinne des Lanham Act § 1125 (Nominative Fair Use); eine geschäftliche Verbindung zwischen FacadeColorizer und den genannten Markeninhabern besteht nicht. Datenschutz: Wir verarbeiten Hausfotos im Sinne der DSGVO ausschließlich zur Simulation und löschen sie nach Abschluss der Sitzung.
Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben
«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»
«Dank dieser Zeitersparnis konnte ich meine Preise um 10 EUR pro Anfrage senken, sowohl für Stammkunden als auch für Neukunden.»
«Cremeweiß ist top und die Sockelbereiche werden perfekt erkannt.»
Verifizierte WhatsApp-Verbatims, mit schriftlicher Zustimmung der Verfasser veröffentlicht. Vornamen aus Vertraulichkeitsgründen geändert.