Testen Sie es an Ihrem Haus
6 Fassaden, 6 RAL-Farben: welche passt zu Ihrem Haus?
Echte Hausfassaden in beliebten deutschen RAL-Tönen. Tippen Sie auf eine Variante, um diese Farbe direkt auf Ihrem eigenen Foto zu testen.
Anthrazit
weiße Fenster
Hellelfenbein
mit Anthrazit-Dach
Salbeigrün
cremeweiße Fenster
Cremeweiss
klassisch, mit Gesims
Anthrazit + Holz
moderner Mix
Terrakotta
Altbau-Charme
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RAL 7030 Steingrau ist das Grau für alle, die eine ganze Fassade grau streichen wollen und dabei nicht in die Anthrazit-Falle laufen möchten. Es ist deutlich dunkler als die Hellgraus, deutlich heller als die dunklen Rahmentöne, und es hat einen warmen Unterton, der neben Ziegel, Holz und Naturstein ruhig bleibt. Vor allem aber liegt sein Hellbezugswert über der Grenze, die das Regelwerk für gedämmte Wände zieht. Dieser Ratgeber legt die Messwerte offen, stellt Steingrau neben seine Nachbarn und sagt, wo der Ton am Haus hingehört.
Kurz gesagt: RAL 7030 Steingrau, englisch Stone grey, hat einen Hellbezugswert von 29 und den Farbwert RGB 146, 142, 133: ein mittelhelles, neutrales Grau mit dezent warmem Unterton. Es liegt zwischen den hellen Graus RAL 7032 Kieselgrau (HBW 45), RAL 7044 Seidengrau (47) und RAL 7035 Lichtgrau (58) und den dunklen Rahmentönen RAL 7012 (14), RAL 7015 (12) und RAL 7016 (8). Mit HBW 29 erfüllt es die Regelgrenze von 20 für Wärmedämmverbundsysteme ohne TSR-Beschichtung und ist damit einer der dunkelsten Töne, die man auf einer gedämmten Fassade ohne Sonderfreigabe einsetzen kann.
Die Messwerte: was RAL 7030 objektiv ist
| Kennwert | RAL 7030 Steingrau | Quelle |
|---|---|---|
| Hellbezugswert (HBW) | 29 | Prosol Farbtondatenbank |
| LRV (englische Angabe) | 29,36 | RALfarbpalette.de |
| RGB (Näherung) | 146, 142, 133 | Prosol Farbtondatenbank |
| Englischer Name | Stone grey | RAL gGmbH, RALfarbpalette.de |
| Farbgruppe | Grautöne, RAL Classic | RAL gGmbH |
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Prosol führt den Hellbezugswert mit 29, RALfarbpalette.de den LRV mit 29,36. Der RGB-Wert verrät den Charakter: Rot 146 liegt über Blau 133, daher der leichte Stich ins Warme, den RALfarbpalette.de als "mittelhelles, neutrales Grau mit einem dezenten warmen Unterton" beschreibt, "der ihm ein natürliches, zurückhaltendes Aussehen verleiht". Der Name ist Programm: Steingrau liest sich wie verwitterter Naturstein oder Beton, nicht wie lackiertes Metall. Die offizielle Referenz führt RAL gGmbH in der Sammlung RAL Classic.
Die Grauskala von RAL 7035 bis RAL 7016: wo Steingrau sitzt
Wer Steingrau erwägt, hat meist ein helleres und ein dunkleres Grau daneben liegen. Die Hellbezugswerte aus derselben Prosol-Datenbank machen die Abstände vergleichbar.
| Farbton | HBW | RGB (Näherung) | Auf WDVS (Grenze HBW 20) |
|---|---|---|---|
| RAL 7035 Lichtgrau | 58 | 197, 199, 196 | Uneingeschränkt |
| RAL 7044 Seidengrau | 47 | 183, 179, 168 | Uneingeschränkt |
| RAL 7032 Kieselgrau | 45 | 181, 176, 161 | Uneingeschränkt |
| RAL 7030 Steingrau | 29 | 146, 142, 133 | Zulässig, Herstellerfreigabe prüfen |
| RAL 7012 Basaltgrau | 14 | 87, 93, 94 | Nur mit TSR-Beschichtung |
| RAL 7015 Schiefergrau | 12 | 79, 83, 88 | Nur mit TSR-Beschichtung |
| RAL 7016 Anthrazitgrau | 8 | 56, 62, 66 | Nur mit TSR-Beschichtung |
Die Tabelle zeigt die Lücke, die Steingrau füllt. Zwischen Kieselgrau (45) und Basaltgrau (14) liegt ein weiter Bereich, in dem kaum ein anderer RAL-Classic-Grauton sitzt. Wer eine Fassade "richtig grau" will, nicht hellgrau, nicht anthrazit, landet fast zwangsläufig bei 7030. Seine helleren Nachbarn haben wir in den Ratgebern zu RAL 7035 Lichtgrau und RAL 7044 Seidengrau beschrieben, den dunklen Nachbarn in RAL 7012 Basaltgrau.
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Warum Steingrau auf WDVS durchgeht: die HBW-Regel im Detail
Das Fachmagazin bauhandwerk fasst das Regelwerk so zusammen: "bei der Endbeschichtung von Wärmedämmverbundsystemen ein Hellbezugswert (HBW) von 20 und bei hoch wärmegedämmtem Mauerwerk von 30 nicht unterschritten werden soll". Steingrau mit HBW 29 liegt klar über der ersten Grenze und knapp unter der zweiten. Für ein gewöhnliches WDVS ist es damit ohne infrarotreflektierende Sonderpigmente zulässig; auf hoch wärmegedämmtem Mauerwerk sollte man den Hersteller nach der Freigabe für den konkreten Aufbau fragen, weil ein einzelner HBW-Punkt entscheidet.
Warum die Grenze überhaupt existiert, erklärt baulinks.de: der Hellbezugswert erfasst nur das sichtbare Licht zwischen 400 und 700 Nanometern, also 39 Prozent der Sonnenstrahlung, während 58 Prozent im Infrarot liegen und die Wand aufheizen. Dunkle Fassaden erreichen Oberflächentemperaturen von 80 °C und mehr, mit Spannungen in Putz und Dämmung als Folge. Steingrau nimmt spürbar weniger Energie auf als ein Anthrazit, und genau das ist der praktische Grund, warum Planer es als Fassadenton für gedämmte Häuser empfehlen, wo Basaltgrau oder Anthrazit nur mit TSR-Beschichtung nach DIN 55699 möglich wären. Den Hintergrund liefert unser Beitrag zu dunklen Fassadenfarben.
Fassade in Steingrau: die ganze Fläche, nicht nur der Rahmen
Anders als seine dunklen Nachbarn ist RAL 7030 ein Fassadenton, kein Akzentton. Auf einer ganzen Putzfläche wirkt es wie Sichtbeton oder Naturstein, mit der Ruhe, die dem Namen entspricht, ohne die Schwere eines Anthrazit-Hauses. Der warme Unterton verhindert, dass die Fläche bei bedecktem Himmel kalt und bläulich kippt, was bei kühleren Graus dieser Helligkeit passiert. Wer ein modernes Haus mit Flachdach oder Kubus komplett grau streichen will, hat hier den Ton, der die Architektur trägt, ohne sie zu erdrücken.
Die Rahmen zu einer Steingrau-Fassade gehen in zwei Richtungen. Weiß, etwa RAL 9016 oder RAL 9010, setzt die Fenster als helle Rahmen ab und lässt das Haus freundlicher wirken. Anthrazit, RAL 7016 oder 7012, zieht die Fassade ins Monochrome und wirkt strenger. Beides funktioniert; was nicht funktioniert, ist ein Rahmen in einem zweiten mittleren Grau, das weder heller noch dunkler genug ist, um als Absicht gelesen zu werden. Die Abstufungen zeigt unser Komplettguide zur grauen Fassadenfarbe.
Sockel, Garagentor und Fenster: wo Steingrau sonst hingehört
Als Sockelton unter einer hellen Fassade ist Steingrau die klassische Wahl: dunkel genug, um Spritzwasser und Straßenstaub zu kaschieren, hell genug, um den Sockel nicht zur schwarzen Linie zu machen. Neben Weiß, Cremeweiß oder einem hellen Beige ergibt HBW 29 gegen HBW 80 einen klaren, aber nicht harten Kontrast. Wie hoch der Sockel sein sollte, behandelt unser Beitrag zur hellgrauen Fassade mit dunkelgrauem Sockel.
Am Garagentor ist Steingrau der Ton für alle, denen selbst Basaltgrau zu dunkel ist. Ein Sektionaltor in 7030 tritt zurück, statt die Straßenansicht zu bestimmen, und passt zu einer Fassade in Weiß ebenso wie zu einer in Kieselgrau. Als Fensterfarbe ist es dagegen ungewöhnlich: der Kontrast zu einer hellen Fassade fällt geringer aus als bei den dunklen Rahmentönen, sodass die Fenster weniger grafisch wirken. Das kann gewollt sein, bei einem Landhaus mit Ziegeldach etwa, wo Anthrazitfenster zu hart wären. Welcher Rahmenton zu welcher Fassade passt, steht in unserem Ratgeber zur Fensterrahmen-Farbe.
Ein Sonderfall ist die Nordseite. Dort erreicht keine Fassade die Temperaturen, um die es bei der HBW-Regel geht, und dort wirkt Steingrau am ehesten kühl, weil das diffuse Licht den warmen Unterton dämpft. Wer ein Haus mit einer schattigen Straßenseite und einer sonnigen Gartenseite in 7030 plant, sollte beide Seiten getrennt beurteilen: derselbe Ton liest sich auf der Nordfassade eine Stufe dunkler und grauer als auf der Südfassade um die Mittagszeit. Ein Musterstück, das nur an einer Seite geprüft wurde, sagt wenig über die andere, und ein Foto beider Seiten im Simulator zeigt den Unterschied, bevor die erste Rolle Farbe gekauft ist.
Kombinationen, die mit Steingrau funktionieren
- Steingrau-Fassade, weiße Fenster, rotes Ziegeldach. Die warme Note von 7030 nimmt den Ziegel auf, das Weiß hält das Haus hell. Die verlässlichste Kombination für Bestandshäuser.
- Steingrau-Fassade, Anthrazit-Fenster, Flachdach. Monochrom und streng, typisch für Neubauten im Bauhaus-Stil. Funktioniert, wenn Fassade und Fenster mindestens zwanzig HBW-Punkte auseinanderliegen.
- Helle Fassade, Steingrau am Sockel und am Tor. Der Standard für Einfamilienhäuser mit hellem Putz; die grauen Bauteile wiederholen sich und lesen sich als System.
- Holz und Steingrau. Lärche, Zeder und Eiche vertragen den warmen Unterton besser als ein kühles Grau. Neben einer Holzfassade ist 7030 der ruhigere Partner als 7016.
- Beige und Greige. Weil 7030 selbst warm ist, entsteht neben einem Greige-Ton kein Gegenstich; die Abstufung wirkt wie zwei Werte derselben Farbe.
Wie Steingrau altert, und wie es auf verschiedenen Materialien wirkt
Ein mittleres Grau ist die pflegeleichteste Helligkeit an einer Fassade. Straßenstaub, Algen an der Nordseite und Regenspuren verschwinden auf HBW 29 fast vollständig, wo sie auf Weiß nach einem Winter sichtbar wären; und die Kalkränder, die auf Anthrazit als helle Schlieren stehen bleiben, fallen auf Steingrau kaum auf. Ausbleichen zeigt sich als leichte Aufhellung ohne Farbverschiebung, weil der Ton fast neutral ist. Ein Abwaschen mit klarem Wasser alle paar Jahre genügt.
Auf dem Material fällt derselbe Code unterschiedlich aus. Ein Rauputz in Steingrau wirft eigene Schatten zwischen den Körnern und liest sich dunkler als ein Glattputz oder ein pulverbeschichtetes Tor im selben Code; die Dekorfolie eines Kunststofffensters ist matt und leicht strukturiert und wirkt schwerer als der seidenmatte Lack einer Haustür. Wer Fassade, Sockel und Tor in 7030 plant, sollte den Glanzgrad festlegen und ein Musterstück des tatsächlichen Materials anschauen; RALfarbpalette.de warnt ausdrücklich, dass RAL-Farben am Bildschirm nicht authentisch wirken.
Neubau oder Bestand: wo Steingrau jeweils seinen Platz hat
Am Neubau ist Steingrau der Ton für die ganze Hülle. Ein Kubus oder ein Haus mit Flachdach verträgt eine durchgehend graue Fassade, weil die Architektur aus Volumen besteht und der Ton die Kanten ruhig nachzeichnet. Die Fenster gehen dann in Anthrazit oder Weiß, die Attika bleibt im Fassadenton, und das Haus liest sich als ein Körper. Steingrau statt Anthrazit zu wählen, hat hier einen praktischen Grund: die meisten Neubauten sind gedämmt, und 7030 braucht auf dem WDVS keine Sonderfreigabe für infrarotreflektierende Pigmente.
Im Bestand, am Einfamilienhaus der Sechziger- bis Neunzigerjahre mit Satteldach und Ziegel, ist eine komplett graue Fassade selten die richtige Antwort. Dort spielt Steingrau seine Stärke als Zweitton aus: am Sockel, am Garagentor, an den Fensterläden oder als Band um den Eingang, während die Fassade hell bleibt. Der warme Unterton ist genau das, was diese Häuser brauchen, weil ein kühles Grau neben rotem Ziegel und altem Holz fremd wirkt. Die Kombinationen dafür stehen in unserem Ratgeber zu Fassaden-Farbkombinationen.
Bei einer Sanierung mit neuer Dämmung verschiebt sich die Frage: die Fassade wird zum WDVS, und jeder Farbton muss vom Systemhersteller freigegeben sein. Steingrau ist dann einer der wenigen mittleren bis dunklen Töne, die ohne Diskussion durchgehen, was ihn zum Standardvorschlag vieler Planer für gedämmte Bestandsbauten macht. Was eine solche Sanierung kostet und welche Förderung es gibt, steht in unserem Komplettguide zum Fassadenanstrich.
RAL 7030 im Innenraum
Innen ist Steingrau ein dankbarerer Ton als seine dunklen Nachbarn. Mit HBW 29 verträgt eine Akzentwand ihn auch in Räumen ohne Südfenster, und der warme Unterton hält ihn unter Kunstlicht wohnlich, wo kühlere Graus abends fahl werden. Typische Einsätze sind die Wand hinter dem Bett, die Küchenfront, Türen und Zargen in Kombination mit weißen Wänden, und Möbel aus Eiche oder Nussbaum, die auf dem Grau warm und ruhig stehen. Wer den Ton innen und außen verwendet, sollte den Glanzgrad angleichen: eine seidenmatte Zimmertür neben einem matten Außenrahmen wirkt sonst wie ein anderer Farbton, obwohl beide RAL 7030 sind.
Wer den Ton innen mit dem außen abstimmen will, prüft ihn zuerst bei Tageslicht am Fenster und dann abends unter der eigenen Beleuchtung: warmweiße LEDs ziehen den Unterton ins Beige, neutralweiße lassen ihn grauer stehen. Eine Musterfläche von einem halben Quadratmeter, zwei Tage lang zu verschiedenen Zeiten betrachtet, verhindert die häufigste Enttäuschung, ein Grau, das im Laden ruhig und zu Hause schmutzig wirkt.
Bestellen und prüfen: drei Fehler, die sich vermeiden lassen
1. Steingrau mit Kieselgrau oder Basaltgrau verwechseln. Die Namen klingen ähnlich, die Töne nicht: Kieselgrau (HBW 45) ist ein helles, beiges Grau, Basaltgrau (HBW 14) ein dunkler Rahmenton. Steingrau liegt dazwischen. Auf dem Bestellschein zählt der Code, nicht der Name.
2. Die WDVS-Freigabe als selbstverständlich nehmen. HBW 29 erfüllt die Regelgrenze von 20, aber der Hersteller des Dämmsystems gibt den Farbton für sein System frei, nicht die Norm. Datenblatt mit HBW anfordern und die Freigabe schriftlich geben lassen, besonders auf hoch wärmegedämmtem Mauerwerk, wo die Grenze bei 30 liegt.
3. Bebauungsplan und Gestaltungssatzung übergehen. Ein mittleres Grau ist in den meisten Gemeinden unproblematisch, aber manche Satzungen schreiben helle Putzfarben oder Farbfamilien vor. Welche RAL-Töne das Bauamt typischerweise durchwinkt, behandelt unser Beitrag zu RAL-Farben an der Fassade und dem Bauamt.
Kostenlos und ohne Anmeldung: ein Foto reicht, um Steingrau gegen die Nachbartöne zu stellen.
Quellen und Referenzen
- Prosol Lacke + Farben, Farbtondatenbank RAL 7030, Hellbezugswert 29 und RGB 146, 142, 133; dieselbe Datenbank liefert die Vergleichswerte für RAL 7032, 7044, 7035, 7012, 7015 und 7016.
- RALfarbpalette.de, RAL 7030 Steingrau, LRV 29,36, englischer Name und Charakterbeschreibung.
- RAL gGmbH, RAL 7030 Stone grey, offizielle Farbreferenz.
- bauhandwerk, Dunkle Farben fürs WDV-System: HBW oder TSR-Wert, Regelwerksgrenzen HBW 20 auf WDVS und 30 auf hoch wärmegedämmtem Mauerwerk.
- baulinks.de, Hellbezugswert und TSR-Wert, Messbereich des HBW, Aufteilung der Sonnenstrahlung, Oberflächentemperaturen.
Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben
«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»
«Dank dieser Zeitersparnis konnte ich meine Preise um 10 EUR pro Anfrage senken, sowohl für Stammkunden als auch für Neukunden.»
«Cremeweiß ist top und die Sockelbereiche werden perfekt erkannt.»
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