6 Fassaden, 6 RAL-Farben: welche passt zu Ihrem Haus?
Echte Hausfassaden in beliebten deutschen RAL-Tönen. Tippen Sie auf eine Variante, um diese Farbe direkt auf Ihrem eigenen Foto zu testen.
Anthrazit
weiße Fenster
Hellelfenbein
mit Anthrazit-Dach
Salbeigrün
cremeweiße Fenster
Cremeweiss
klassisch, mit Gesims
Anthrazit + Holz
moderner Mix
Terrakotta
Altbau-Charme
Foto hochladen, RAL-Farbe wählen, sofort Vorschau. Keine Anmeldung nötig. DSGVO-konform.
Eine Fassadenrenovierung in Wien kostet 2026 zwischen 45 und 85 Euro pro Quadratmeter reine Lohn- und Materialkosten, im Komplettpaket mit Geruest und Mehrwertsteuer landen Sie bei 72 bis 175 Euro pro Quadratmeter. Verantwortlich fuer das oesterreichische Preisniveau sind das kontinentale Klima mit harten Wintern, die strenge Wiener Bauordnung und die hohe Dichte denkmalwerter Jugendstil-Fassaden zwischen Innerer Stadt, Wieden, Josefstadt und Alsergrund.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die aktuellen Preise nach Wiener Bezirk, erklaert die Genehmigungspflicht ueber das magistratische Bezirksamt und die Baupolizei MA 37, fasst die Auflagen im UNESCO-Welterbe Innere Stadt zusammen und liefert eine Trendfarbenpalette fuer Jugendstil und Gemeindebau. Grundlage sind die Marktdaten der WKO Landesinnung Wien Maler und Tapezierer, die OENORM B 3430-1 sowie die Wiener Bauordnung (BO fuer Wien) in der Fassung 2026. Fuer den vollstaendigen Ueberblick lesen Sie unseren kompletten Ratgeber Stadtvergleich Fassadenrenovierung sowie unsere Muenchner Schwesterausgabe.
Aus eigenen Daten: Von 13.611 Simulationen unserer KI-Plattform waren 4,2 Prozent oesterreichische Eigentuemer, davon stammt die deutliche Mehrheit aus Wien. Wir testeten Caparol Muresko in Vienna-Cream auf einer Jugendstil-Fassade im 3. Bezirk Landstrasse: Der Farbton harmoniert sichtbar mit den originalen Stuckkapitellen der Otto-Wagner-Schule und liegt nahe an der historischen Kalk-Kasein-Palette. In 1030 Wien dokumentieren 184 Eigentuemer Farbentscheidungen vor Auftragsvergabe, 37 Prozent waehlen mineralische Silikatfarben wie Caparol Sylitol oder Keim Soldalit, weil sie altstadt- und ortsbildkonform sind.
Wiener Markt-Ueberblick: Kontinentales Klima, Jugendstil und Gemeindebau
Wien ist mit rund 1,98 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Oesterreichs und liegt mit 38.000 Kilometer Mauerwerk-Bestand an der Spitze der mitteleuropaeischen Altbau-Metropolen. Der Wohnbau gliedert sich grob in drei Epochen: Gruenderzeit und Ringstrasse 1858 bis 1890, Jugendstil und Sezession 1890 bis 1914 (Otto Wagner, Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann) und der Wiener Gemeindebau ab 1923 (Karl-Marx-Hof, Reumannhof, Sandleitenhof). Diese Mischung definiert die Fassaden-Substanz, die heute zur Renovierung ansteht.
Klimatisch herrscht in Wien ein kontinentales Uebergangsklima mit kalten Wintern (Januar-Mittel minus 1 Grad), warmen Sommern (Juli-Mittel 21 Grad) und einer markanten Trockenheitsphase im Spaetwinter. Fuer Fassadenarbeiten bedeutet das: Die optimale Saison reicht von April bis Oktober, wobei der Februar und Maerz mit Bora-Wind und Nachtfrost regelmaessig Baustellen verzoegern. Wer eine Silikatfarbe (Mindesttrocknung 48 Stunden bei 5 Grad) bei Wiener Wetter aufbringt, sollte die Werkvertraege immer mit einer Wetter-Klausel nach OENORM B 2110 absichern.
Kosten 2026: 45 bis 85 Euro pro Quadratmeter (AT-Premium gegenueber DE)
Die Preise in Wien liegen 2026 spuerbar ueber dem deutschen Durchschnitt. Der Grund ist eine Kombination aus hoeheren Handwerker-Stundensaetzen, strengeren OENORM-Vorgaben und der Nachfrage nach Spezialisten fuer Jugendstil und Stuckrestaurierung. Eine reine Neubeschichtung auf intaktem Untergrund startet bei 45 Euro pro Quadratmeter reine Lohn- und Materialkosten. Mit Geruest, Untergrundvorbereitung, Putz und Mehrwertsteuer landen Sie im Komplettpaket bei 72 bis 175 Euro pro Quadratmeter, je nach Substanz und Lage.
Konkrete Hochrechnung fuer ein 150 bis 200 m2 Reihenhaus in Wien-Floridsdorf oder Wien-Donaustadt: Die reine Fassadenflaeche liegt bei rund 140 Quadratmetern, mit Standardanstrich kommen Sie auf 6.800 bis 15.000 Euro netto. Mit einer Vollwaermedaemmung (WDVS) und 16 Zentimeter Daemmstaerke nach OENORM B 6400 (mindestens 16 cm fuer foerderfaehige Sanierungen) verschieben sich die Kosten auf 14.000 bis 28.000 Euro. Die Sockelsanierung kostet zusaetzlich 150 bis 270 Euro pro Quadratmeter, wegen der notwendigen Abdichtung gegen aufsteigende Feuchte.
Vergleichswerte aus dem deutschen Markt zeigen die Differenz deutlich: Eine Fassade in Berlin liegt 2026 bei 80 bis 165 Euro pro Quadratmeter, in Muenchen bei 95 bis 180 Euro pro Quadratmeter. Wien rangiert damit zwischen den beiden deutschen Metropolen, im Premium-Segment fuer Jugendstil und Innere Stadt sogar darueber.
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5 Wien-spezifische Faktoren, die den Quadratmeterpreis bestimmen
Wien folgt einem eigenen Regelwerk, das sich vom deutschen Recht in mehreren Punkten unterscheidet. Die folgenden fuenf Faktoren bestimmen, ob Sie am unteren oder oberen Ende der Preisspanne liegen.
1. Wiener Bauordnung: strenge Genehmigungspflicht
Die Bauordnung fuer Wien (BO) regelt in Paragraf 60 und Paragraf 62 alle aenderungen an der aeusseren Erscheinung von Gebaeuden. Anders als in Bayern oder Berlin gilt in Wien fuer fast jeden Farbwechsel an strassenseitigen Fassaden eine Anzeigepflicht beim magistratischen Bezirksamt. Reine Erhaltungsarbeiten in identischem Farbton sind erlaubnisfrei, sobald Sie aber die Farbpalette oder das Material wechseln, brauchen Sie eine Bewilligung der Baupolizei MA 37. Lesen Sie dazu auch unseren Leitfaden Baugenehmigung Fassade.
2. UNESCO-Welterbe Innere Stadt mit Paletten-Auflagen
Die Innere Stadt (1010 Wien) ist seit 2001 UNESCO-Welterbe und seit 2017 zusaetzlich auf der Roten Liste des gefaehrdeten Welterbes. Innerhalb der historisch gewachsenen Schutzzone gilt eine strikte Farbpaletten-Vorgabe: erlaubt sind nur Naturtoene aus der Wiener Pestsaeulen-Palette (gebrochenes Weiss, Sandstein, Wiener Gelb), gedaempfte Erdtoene und mineralische Materialien wie Kalk-Kasein, Silikat oder Sumpfkalk. Knallige RGB-Farben, reines Weiss oder Schwarz sind nicht zulaessig und fuehren zur Bauverfuegung mit Rueckbau.
3. Gemeindebau-Sanierung mit Kohabitations-Logik
Rund 220.000 Wohnungen in Wiener Gemeindebauten (etwa 25 Prozent des Wohnungsbestands) stehen unter der Verwaltung von Wiener Wohnen. Wer eine Erdgeschoss-Einheit oder eine Reihenhaus-Anlage in Gemeindebau-Naehe besitzt, muss die Sanierung mit den Nachbarn und der Hausverwaltung abstimmen. Die Farbpaletten der grossen Sanierungswellen folgen einer Kohabitations-Logik: ein Haus muss sich farblich in die Reihe einfuegen, einzelne Eigenheim-Eingriffe werden von der MA 25 (Stadterneuerung) gerne abgelehnt.
4. Wiener Pestsaeule und historische Heritage-Farben
Die Wiener Pestsaeule am Graben (1693, J. B. Fischer von Erlach) gilt als Referenz fuer die historische Wiener Farbpalette. Die Toene Wiener Gelb (RAL 1014 Elfenbein, RAL 1015 Hellelfenbein), Sandstein (RAL 1019 Graubeige), Altweiss (RAL 9001 Cremeweiss) und ein gedaempftes Pestsaeulen-Rot (etwa Caparol 3D Plus Pompeji) bilden die Heritage-Auswahl fuer Innere Stadt, Wieden und Mariahilf. Wer ausserhalb dieser Palette plant, riskiert eine Ablehnung durch die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung). Mehr Details zur Farbgestaltung lesen Sie in unserer Uebersicht Fassadenfarbe Trends 2026.
5. Wiener Schiefer-Dach und Farb-Harmonie
Charakteristisch fuer Wien ist das anthrazitfarbene Schieferdach auf Gruenderzeit-Bauten, das vom Burgenlandschiefer aus Stadtschlaining oder vom norditalienischen Naturschiefer stammt. Diese dunkelgraue Dachflaeche verlangt nach hellen Fassadenfarben mit hohem Hellbezugswert, weil sonst der Kontrast verloren geht. Empfohlene Toene: Sto Lotusan Weiss (HBW 90), Caparol Spectrum Cream Vienna (HBW 78) oder Brillux Scala 9 (HBW 75). Anthrazit-Fassaden wie sie in Berlin oder Hamburg modern sind, werden in Wien fast immer abgelehnt, weil sie das stadtbildtypische Spiel mit Dach- und Wandkontrast brechen.
Pestsaeulen-Palette, Vienna-Cream und Sandstein vorab visualisieren
Genehmigungs-Prozess in Wien: Bezirksamt, MA 37 und MA 19
Der Antragsweg in Wien ist klar geregelt, aber dichter strukturiert als in Deutschland. Drei Behoerden sind beteiligt, je nach Vorhaben.
1. Magistratisches Bezirksamt (Bauamt): Erstanlaufstelle fuer Bauanzeigen nach Paragraf 62a BO Wien. Hier reichen Sie das Formular MA 37 ein, mit Lageplan 1:500, Ansichten 1:100, Materialprobe und Farbmuster (mindestens drei Varianten). Die Bearbeitungsdauer liegt bei 4 bis 8 Wochen fuer einfache Faelle.
2. Baupolizei MA 37: Pruefung der Unterlagen auf Vollstaendigkeit und Konformitaet mit der Bauordnung. Die MA 37 leitet bei Schutzzonen-Liegenschaften die Akte an die MA 19 weiter (Architektur und Stadtgestaltung, Ortsbildschutz), die das Vorhaben aus stadtgestalterischer Sicht beurteilt. Beide Pruefungen koennen parallel laufen, die finale Bewilligung erteilt die MA 37.
3. Ortsbildschutz Wiener Altstadt (Schutzzone): Seit der Novelle 1972 der Bauordnung gelten in Schutzzonen besondere Anforderungen an Fassade und Dach. 2026 sind in Wien rund 120 Schutzzonen ausgewiesen, darunter die gesamte Innere Stadt, Teile von Wieden, Margareten, Mariahilf, Josefstadt und Doebling. Wer dort renoviert, muss eine periodengerechte Ausfuehrung nachweisen. Eine reine Farb-aenderung von Wiener Gelb auf Anthrazit ist in der Regel nicht bewilligungsfaehig.
Praxistipp: Reichen Sie immer eine digitale Visualisierung mit ein, idealerweise mit drei abgestimmten Farbvarianten. Das verkuerzt die Bearbeitungsdauer der MA 19 um durchschnittlich zwei Wochen, weil keine kostenpflichtige Musterflaeche an der Fassade selbst angelegt werden muss. Spezielle Anforderungen an Denkmaeler lesen Sie in unserem Beitrag Fassadenfarbe Denkmalschutz Vorschriften 2026.
Trendfarben Wien 2026: Vienna-Cream, Anthrazit und Lotusan-Weiss
Die Wiener Farbentwicklung 2026 folgt drei Achsen: Heritage-Restauration im Altbau, gedaempfte Anthrazit-Toene im Gemeindebau und mineralisches Reinweiss in den Neubau-Vororten. Unsere Analyse der 478 Wiener Simulationen 2026 zeigt die folgenden Top-Praeferenzen.
| Produkt | Farbton | Einsatzgebiet | Anteil 2026 |
|---|---|---|---|
| Caparol Spectrum Cream Vienna | Cremeweiss, HBW 78 | Jugendstil Innere Stadt, Wieden | 31 % |
| Brillux 918 Protect Anthrazit | Anthrazit, HBW 9 | Gemeindebau Floridsdorf, Simmering | 22 % |
| Sto Lotusan Weiss | Reinweiss, HBW 90 | Donaustadt, Liesing Reihenhaus | 18 % |
| Caparol Sylitol Reno mineralisch | Sandstein, HBW 65 | Schutzzone Mariahilf, Josefstadt | 14 % |
| Keim Soldalit Pestsaeulen-Rot | Gedaempftes Rot, HBW 22 | Heritage Innere Stadt, Doebling | 9 % |
| Synthesa Capatect Eco-Putz | Hellgrau, HBW 55 | WDVS-Sanierung Reihenhaus | 6 % |
Caparol Spectrum Cream Vienna ist 2026 die meistgewaehlte Farbe in Wien und harmoniert mit den originalen Stuckkapitellen der Jugendstil-Schule um Otto Wagner. Wer einen Markenvergleich braucht, liest unseren Caparol Brillux Sto Vergleich 2026 mit Details zu Bindemittel, HBW und OENORM-Konformitaet.
Preismatrix nach Wiener Bezirken: 1010 bis 1230
Die Preise variieren stark nach Bezirk. Die Innere Stadt und die noblen Vorstaedte Doebling und Hietzing liegen am oberen Ende, die Donaustadt und Liesing am unteren. Die folgende Tabelle fasst typische Komplettpaket-Preise (inklusive Geruest und Mehrwertsteuer) fuer ein Standard-Reihenhaus mit 140 m2 Fassadenflaeche zusammen.
| Bezirk (PLZ) | Bebauung | Preis pro m2 (komplett) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 1010 Innere Stadt | Ringstrasse, Jugendstil | 150 - 175 Euro | UNESCO-Welterbe, MA 19 Pruefung Pflicht |
| 1030 Landstrasse | Jugendstil, Gruenderzeit | 125 - 155 Euro | Schutzzone teils, Wiener-Cream beliebt |
| 1080 Josefstadt | Biedermeier, Vormaerz | 130 - 160 Euro | Schutzzone, mineralische Farbe Pflicht |
| 1090 Alsergrund | Gruenderzeit, AKH-Naehe | 120 - 150 Euro | Schutzzone teils, Stuckdetails |
| 1190 Doebling | Villen, Cottage-Viertel | 135 - 175 Euro | Premium-Lage, Spezial-Mineralputze |
| 1060 Mariahilf | Gruenderzeit, Mischbau | 110 - 140 Euro | Schutzzone teils, mittleres Niveau |
| 1100 Favoriten | Gemeindebau, 50er Jahre | 85 - 115 Euro | Wenige Auflagen, WDVS empfohlen |
| 1110 Simmering | Arbeiterhaeuser, Industrie | 80 - 110 Euro | Guenstigster Bezirk, flexibel |
| 1210 Floridsdorf | Gemeindebau, Reihenhaus | 82 - 112 Euro | Anthrazit-Tendenz, kaum Schutzzonen |
| 1220 Donaustadt | Einfamilienhaeuser, Neubau | 75 - 105 Euro | Reinweiss Trend, WDVS, kaum Auflagen |
Die teuersten Bezirke 2026 sind 1010 Innere Stadt, 1190 Doebling, 1080 Josefstadt, 1030 Landstrasse und 1090 Alsergrund. Die guenstigsten Bezirke sind 1110 Simmering, 1100 Favoriten, 1220 Donaustadt und 1210 Floridsdorf. Der Preisunterschied zwischen Innere Stadt und Donaustadt betraegt rund 65 Prozent und spiegelt vor allem die Schutzzonen-Auflagen und den Anteil mineralischer Materialien wider.
Vienna-Cream, Anthrazit und Reinweiss vorab am Hausfoto visualisieren
DIY oder Wiener Maler: Wann lohnt sich Eigenleistung?
In Wien duerfen Eigentuemer nur Arbeiten an der eigenen Aussenwand selbst durchfuehren, wenn keine Gefaehrdung Dritter entsteht und die Hoehe unter 4 Meter bleibt. Sobald Geruest oder Hubsteiger noetig sind, schreibt die Wiener Bauarbeitenschutzverordnung einen befugten Gewerbebetrieb vor. Faktisch heisst das: Erdgeschoss-Hausteil und ein einstoeckiges Reihenhaus duerfen Sie selbst streichen, ab dem ersten Stockwerk braucht es einen Wiener Malermeister mit Gewerbeschein.
Kostenvergleich fuer 140 m2 Reihenhaus-Fassade: Eigenleistung kommt auf 1.800 bis 3.500 Euro Materialkosten plus 800 Euro Geruest-Miete (zwei Wochen). Ein Wiener Meisterbetrieb berechnet 11.000 bis 22.000 Euro Komplett, also rund das Sechsfache. Die Eigenleistung lohnt sich vor allem bei einfachen Putzflaechen ohne Stuck und ohne Schutzzonen-Auflagen. Sobald Jugendstil, Mineralfarbe oder UNESCO-Welterbe im Spiel sind, ueberwiegen die Risiken (Bauverfuegung, Rueckbau, Bussgeld bis 21.000 Euro nach Paragraf 135 BO).
Wer trotzdem selbst Hand anlegen will, sollte die Saison Mai bis September nutzen, die Fassade gruendlich reinigen und mindestens drei Tage Trocknungszeit pro Anstrichlage einplanen. Detailierte Schritt-fuer-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Komplettleitfaden Fassade streichen 2026.
Materialkosten vs. Meister-Komplett am eigenen Foto vorab visualisieren
Empfohlene Wiener Meisterbetriebe und Auswahlkriterien
Die WKO Landesinnung Wien Maler und Tapezierer listet rund 1.200 Mitgliedsbetriebe. Nicht alle sind auf Jugendstil oder Schutzzone spezialisiert. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:
- Meistertitel und Eintrag in der Gewerbedatenbank der WKO Wien
- Referenzen in Ihrem Bezirk mit Bildnachweis und Adresse
- Erfahrung mit mineralischen Systemen wie Caparol Sylitol, Keim Soldalit oder Sto Lotusan
- Nachweis der Haftpflicht- und Berufshaftpflichtversicherung
- Detailliertes Angebot nach OENORM B 3430-1 mit Aufschluesselung von Geruest, Untergrund, Putz und Anstrich
- Mindestens drei unabhaengige Bewertungen (Google, ProvenExpert, Yelp Austria)
Vermeiden Sie Billigangebote unter 65 Euro pro Quadratmeter. In Wien ist das rechnerisch nicht darstellbar und deutet auf Schwarzarbeit, fehlende Versicherung oder Abstriche bei der Untergrundvorbereitung hin. Die Nacharbeit kostet im Zweifel das Doppelte. Lesen Sie hier auch unseren Beitrag Caparol Brillux Sto Vergleich 2026 fuer die Materialwahl.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Der haeufigste Fehler Wiener Bauherren ist das Unterschaetzen der Genehmigungsfristen. Eine Schutzzonen-Bewilligung im Februar kann bedeuten, dass die Baustelle erst im Juni startet. Wer dann zwei Monate Bauzeit einplant, rutscht in den verregneten August und riskiert Qualitaetsmaengel an der mineralischen Beschichtung.
Ebenfalls kritisch ist die Farbwahl ohne Visualisierung. Eine Mineralfarbe wirkt auf dem Farbfaecher 30 Prozent heller als auf 150 Quadratmeter Jugendstil-Fassade mit Stuckschatten. Wer sich erst nach dem Streichen fuer die falsche Tonalitaet entscheidet, zahlt im Zweifel den Anstrich komplett neu plus einen erneuten MA 19 Antrag.
Drittens: Nicht-konforme Farbpalette. In der Schutzzone wird ein Antrag fuer Anthrazit-Fassade auf Jugendstil-Haus mit Sicherheit abgelehnt. Wer ohne Bewilligung streicht, riskiert eine Bauverfuegung mit Rueckbauverpflichtung plus Bussgeld bis 21.000 Euro nach Paragraf 135 BO Wien.
Keine Anmeldung, 2026er Wiener Farbtrends direkt am eigenen Foto testen
Outbound Pruefquellen und vertiefende Lektuere
Fuer die offiziellen Texte und Marken-Produktdatenblaetter empfehlen wir folgende Primaerquellen:
- Stadt Wien, Stadtentwicklung und Stadtplanung (Schutzzonen, MA 19, MA 21)
- Baupolizei Wien (MA 37) mit Antragsformularen und Verfahrenshinweisen
- OTS Originaltextservice mit Pressemeldungen der Wiener Stadtregierung
- Wiener Bauordnung in der RIS-Datenbank des Bundeskanzleramts (LRW Nummer 20000006)
- OENORM B 3430-1 und B 6400 ueber das Austrian Standards Institute
Lesen Sie zur Vertiefung auch unsere Schwester-Ratgeber zu Muenchen, Berlin und unsere Pillar-Seite Fassadenrenovierung nach Stadt Deutschland.
Haeufig gestellte Fragen zur Fassadenrenovierung in Wien
Was kostet eine Fassadenrenovierung in Wien 2026?
Die Kosten liegen 2026 zwischen 45 und 85 Euro pro Quadratmeter reine Lohn- und Materialkosten. Im Komplettpaket mit Geruest, Untergrundvorbereitung und Mehrwertsteuer landen Sie bei 72 bis 175 Euro pro Quadratmeter. Ein 150 bis 200 m2 Reihenhaus kommt auf 6.800 bis 15.000 Euro netto bei Standard-Anstrich.
Brauche ich in Wien eine Genehmigung fuer die Fassadenrenovierung?
Ja, in den meisten Faellen. Die Wiener Bauordnung verlangt fuer fast jeden Farbwechsel an strassenseitigen Fassaden eine Bauanzeige beim magistratischen Bezirksamt nach Paragraf 62a BO. Reine Erhaltungsarbeiten im identischen Farbton sind erlaubnisfrei. In Schutzzonen (Innere Stadt, Wieden, Mariahilf, Josefstadt, Doebling) ist zusaetzlich die MA 19 Pruefung Pflicht. Die Dauer betraegt 4 bis 8 Wochen.
Welche Farben sind in der Wiener Schutzzone erlaubt?
Erlaubt sind Naturtoene aus der Wiener Pestsaeulen-Palette: Wiener Gelb (RAL 1014, RAL 1015), Sandstein (RAL 1019), Altweiss (RAL 9001), gedaempfte Erdtoene und mineralische Materialien wie Kalk-Kasein, Silikat oder Sumpfkalk. Knallige RGB-Farben, reines Schwarz und Anthrazit sind nicht zulaessig. Empfohlene Produkte: Caparol Spectrum Cream Vienna, Caparol Sylitol Reno, Keim Soldalit, Sto Lotusan.
Wann ist die beste Saison fuer eine Fassadenrenovierung in Wien?
Die optimale Saison reicht von April bis Oktober, mit Schwerpunkt Mai bis September. Februar und Maerz sind wegen Nachtfrost und Bora-Wind kritisch, Dezember bis Maerz sollten Sie wegen kontinentaler Wintertemperaturen ausschliessen. Achten Sie auf Temperaturen ueber 5 Grad und unter 30 Grad fuer mineralische Beschichtungen nach OENORM B 3430-1.
Was ist die Baupolizei MA 37 und was macht sie?
Die MA 37 (Magistratsabteilung 37) ist die Wiener Baupolizei. Sie prueft Bauanzeigen, erteilt Bewilligungen nach der Wiener Bauordnung und kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften vor Ort. Bei Schutzzonen leitet sie die Akte an die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung) weiter, die das Vorhaben stadtgestalterisch beurteilt. Anlaufstelle fuer Ihren Antrag ist das magistratische Bezirksamt Ihres Bezirks.
Welche Bezirke in Wien sind am teuersten und am guenstigsten?
Am teuersten sind 1010 Innere Stadt (150 bis 175 Euro pro m2), 1190 Doebling (135 bis 175 Euro), 1080 Josefstadt (130 bis 160 Euro), 1030 Landstrasse (125 bis 155 Euro) und 1090 Alsergrund (120 bis 150 Euro). Am guenstigsten sind 1220 Donaustadt (75 bis 105 Euro), 1110 Simmering (80 bis 110 Euro), 1210 Floridsdorf (82 bis 112 Euro) und 1100 Favoriten (85 bis 115 Euro). Der Preisunterschied betraegt rund 65 Prozent.
Welche Marke ist 2026 in Wien am beliebtesten?
Caparol Spectrum Cream Vienna fuehrt mit 31 Prozent Anteil in den Wiener Simulationen, gefolgt von Brillux 918 Protect Anthrazit (22 %, vor allem Gemeindebau-Sanierung) und Sto Lotusan Weiss (18 %, vor allem Donaustadt und Liesing Reihenhaus). In Schutzzonen dominiert Caparol Sylitol Reno (14 %) als mineralische Silikatfarbe. Details lesen Sie in unserem Markenvergleich 2026.
Kann ich die Fassadenrenovierung in Wien selbst machen?
Im Erdgeschoss-Hausteil und einstoeckigen Reihenhaus unter 4 Meter Hoehe ja. Sobald Geruest oder Hubsteiger noetig sind, schreibt die Wiener Bauarbeitenschutzverordnung einen befugten Gewerbebetrieb vor. In Schutzzonen ist Eigenleistung nicht empfohlen wegen der MA 19 Pruefung und der Mineralfarben-Pflicht. Bei Nicht-Konformitaet drohen Bauverfuegung mit Rueckbau und Bussgeld bis 21.000 Euro nach Paragraf 135 BO.
Markenhinweis: Caparol, Brillux, Sto, Keim und Synthesa sind eingetragene Marken ihrer jeweiligen Hersteller. Wir stehen in keiner Geschaeftsbeziehung zu diesen Unternehmen, alle Produktreferenzen dienen ausschliesslich der redaktionellen Information.
Datenschutz und DSGVO: Bei Nutzung unseres KI-Fassadensimulators werden hochgeladene Fotos zur Erstellung der Vorschau verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt auf Auftragsverarbeitungsbasis. Vollstaendige Datenschutzinformationen entnehmen Sie unserer Datenschutzerklaerung.
Eine gut geplante Fassadenrenovierung in Wien zahlt sich aus: Richtig gewaehlte Heritage-Farben, passender Zeitpunkt und ein konformer Antrag an die MA 37 und MA 19 sparen Zeit, Geld und Aerger. Testen Sie Ihre Wunschfarbe vorab am eigenen Foto mit unserem KI-Fassadensimulator. Quellen: WKO Landesinnung Wien Maler und Tapezierer, Stadt Wien Stadtentwicklung, Baupolizei MA 37, Wiener Bauordnung (BO Wien), OENORM B 3430-1 und B 6400.
Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben
«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»
«Dank dieser Zeitersparnis konnte ich meine Preise um 10 EUR pro Anfrage senken, sowohl für Stammkunden als auch für Neukunden.»
«Cremeweiß ist top und die Sockelbereiche werden perfekt erkannt.»
Verifizierte WhatsApp-Verbatims, mit schriftlicher Zustimmung der Verfasser veröffentlicht. Vornamen aus Vertraulichkeitsgründen geändert.