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StoColor Rapid Ultramatt: Deckkraft, Klassen, Einsatz 2026

Testen Sie es an Ihrem Raum

StoColor Rapid Ultramatt laut Merkblatt: Nassabrieb R2, Deckvermögen H10 Klasse 1, stumpfmatt G4, 0,13 bis 0,15 l/m² je Anstrich. Was die Angaben bedeuten.
5 Min. Lesezeit

StoColor Rapid Ultramatt ist eine stumpfmatte, hochdeckende Innen-Dispersionsfarbe von Sto für Wand- und Deckenflächen, die Streiflicht besonders empfindlich zeigt. Das Technische Merkblatt (Rev.-Nr. 27, Stand 14.08.2026) nennt Nassabriebbeständigkeit R-Klasse 2, Deckvermögen H10-Klasse 1 und Glanzgrad G4 nach EN 13300. Die Ergiebigkeit liegt bei 7 m²/l, der Verbrauch bei 0,13 bis 0,15 Liter je Quadratmeter und Anstrich. Die Farbe ist laut Merkblatt lösemittel- und weichmacherfrei, enthält aber Konservierungsmittel. Wer eine Wandfarbe ohne Konservierer sucht, findet sie hier nicht.

Dieser Artikel liest das Merkblatt Angabe für Angabe und erklärt die Fachbegriffe, die darin vorkommen. Erfahrungsberichte und Eindrücke von Dritten lassen wir weg, weil sie keine Kennwerte ersetzen. Wo das Merkblatt eine Angabe nicht macht, schreiben wir sie auch nicht.

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Kurzantwort: was Rapid Ultramatt ist und für welche Flächen

Laut Merkblatt ist die Farbe für den Innenbereich bestimmt, als stumpfmatte, hochdeckende Dispersionsfarbe auf streiflichtempfindlichen Wand- und Deckenflächen. Streiflicht ist Licht, das flach über eine Fläche läuft, etwa durch ein seitliches Fenster am Morgen oder durch eine Wandlampe am Abend. Bei diesem Licht treten Unebenheiten, Spachtelstellen und Glanzunterschiede deutlich hervor. Eine stumpfmatte Oberfläche wirft weniger gerichtetes Licht zurück, deshalb zeigt sie solche Stellen weniger scharf.

Das Merkblatt nennt außerdem einen sehr hohen Weißgrad, eine sehr gute Deckkraft und eine Oberfläche, die sich gut ausbessern lässt. Ausbesserungen bleiben allerdings sichtbar, wenn man genau hinsieht. Laut Sto sind Abzeichnungen von Ausbesserungen, Reparaturen und Nacharbeiten in der Fläche unvermeidbar, auch bei Verwendung des Originalstoffs. Die Angabe folgt dem BFS-Merkblatt Nr. 25.

Ob die Farbe passt, entscheidet vor allem die Fläche und ihre Beanspruchung. Der Abschnitt „Passt die Farbe in Ihren Raum?“ weiter unten zeigt die Grenzen, die das Merkblatt setzt.

Die Kennwerte auf einen Blick

Die Tabelle übernimmt die Angaben des Merkblatts in der Revision 27 für den deutschen Markt. Sto weist darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte beziehungsweise ca.-Werte handelt und dass einzelne Lieferungen ohne Beeinträchtigung der Produkteignung geringfügig abweichen können.

KriteriumAngabe im MerkblattNorm oder Angabe
NassabriebbeständigkeitR-Klasse 2EN 13300
DeckvermögenH10-Klasse 1EN 13300
Ergiebigkeit7 m²/lEN 13300
GlanzG4, stumpfmattEN 13300
Maximale KorngrößeS1, feinEN 13300
Dichte1,3 bis 1,5 g/cm³EN ISO 2811
Diffusionsäquivalente Luftschichtdickeunter 0,1 m, V1 hochEN ISO 7783
Verbrauch je Anstrich0,13 bis 0,15 l/m²; bei zwei Arbeitsgängen 0,26 bis 0,30 l/m²Angabe Sto, Orientierungswert
Überarbeitbarnach ca. 6 Stunden bei +20 °C und 65 % LuftfeuchteAngabe Sto
Durchgetrocknet und belastbarnach ca. 3 bis 4 TagenAngabe Sto

Testen Sie es an Ihrem Raum

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Die Klassen aus EN 13300 sind keine Messwerte im Alltagssinn. Sie ordnen ein Produkt in einen Bereich ein. Was die einzelnen Klassen bedeuten, erklärt der nächste Abschnitt.

EN 13300 verständlich: Nassabrieb, Deckvermögen und Glanzgrad

Die DIN EN 13300 klassifiziert Beschichtungsstoffe für Wände und Decken im Innenbereich. Die deutsche Fassung trägt laut DIN Media das Ausgabedatum Februar 2023. Die Norm ist ein System, mit dem sich Innenfarben einheitlich beschreiben lassen. Drei Angaben sind für die Auswahl am wichtigsten.

Nassabriebklasse: wie viel Schicht ein Scheuertest abträgt

Nach der Erklärung von Caparol verliert Klasse 1 bei 200 Scheuerzyklen weniger als 5 Mikrometer Schicht, Klasse 2 zwischen 5 und 20 Mikrometer, Klasse 3 zwischen 20 und 70 Mikrometer. Die Klassen 4 und 5 werden mit 40 Zyklen geprüft: Klasse 4 verliert weniger als 70 Mikrometer, Klasse 5 mehr. Die Klassen 1 bis 3 beruhen also auf derselben Prüfung mit 200 Zyklen.

StoColor Rapid Ultramatt liegt im Merkblatt bei R-Klasse 2. Gegenüber Klasse 1 ist sie damit weniger abriebfest, gegenüber Klasse 3 ist sie nach dieser Definition widerstandsfähiger. Brillux beschreibt die R-Klassen so, dass Klasse 1 die höchste Nassabriebbeständigkeit hat und Klasse 5 die geringste. Eine Beschichtung ab R-Klasse 3 darf nach Brillux nicht als reinigungsfähig bezeichnet werden.

Deckvermögen: wie gut die Farbe einen dunklen Untergrund verdeckt

Das Deckvermögen beschreibt, wie zuverlässig eine Farbe einen kontrastierenden Untergrund verdeckt. Brillux nennt es Kontrastverhältnis, das in vier Klassen eingeteilt wird. Die Klasse hängt von der Ergiebigkeit in Quadratmetern pro Liter ab, deshalb gehört die Zahl immer dazu. H10-Klasse 1 deckt am besten, H10-Klasse 4 am schwächsten.

Genau diese Kombination weist das Merkblatt für Rapid Ultramatt aus: H10-Klasse 1 bei einer Ergiebigkeit von 7 m²/l. Brillux verwendet dieselbe Kombination als Beispiel. Wer Deckvermögen bei verschiedenen Herstellern vergleicht, muss daher beide Angaben zusammen lesen, die Klasse allein sagt wenig.

Glanzgrad: G1 bis G4

Brillux misst den Glanzgrad unter 60 und 85 Grad an glatter Oberfläche. G1 ist glänzend, G2 mittlerer Glanz (unterteilt in G2a und G2b), G3 matt und G4 stumpfmatt. Rapid Ultramatt trägt im Merkblatt die Angabe G4 Stumpfmatt, die Produktseite von Sto nennt die Optik ebenfalls stumpfmatt nach EN 13300. Die maximale Korngröße gibt das Merkblatt mit S1 an, also als fein.

Streiflicht und Glanz: warum die Stufe G4 zählt

Jede Glanzstufe verändert, wie viel Licht eine Wand zurückwirft. Je glänzender die Oberfläche, desto deutlicher zeichnet sich eine Unebenheit im Streiflicht ab. Stumpfmatte Oberflächen streuen das Licht eher, als dass sie es spiegeln. Deshalb nennt Sto gerade streiflichtempfindliche Flächen als Einsatzbereich.

Für die Praxis heißt das: Die Wand sollte vor dem Streichen auf Spachtelstellen, Ansätze und ungleichmäßige Altanstriche geprüft werden. Das Merkblatt verlangt einen festen, sauberen und tragfähigen Untergrund (siehe unten), und Sto schreibt, dass Abzeichnungen von Ausbesserungen bleiben können. Unsere Einschätzung: Bei starkem Streiflicht entscheidet die Vorbereitung der Fläche mindestens ebenso stark über das Ergebnis wie die Farbe selbst.

Verbrauch und Rechenbeispiel

Das Merkblatt gibt 0,13 bis 0,15 Liter je Quadratmeter für einen Anstrich an, bei zwei Arbeitsgängen 0,26 bis 0,30 Liter. Die Ergiebigkeit von 7 m²/l entspricht rund 143 Milliliter je Quadratmeter und liegt damit in derselben Spanne. Sto betont, dass der Materialverbrauch von Verarbeitung, Untergrund und Konsistenz abhängt. Die Werte dienen der Orientierung, den genauen Verbrauch soll man am Objekt ermitteln.

Unsere Rechnung: Ein Raum mit 40 m² Wandfläche und 15 m² Deckenfläche hat 55 m² zu streichen. Für einen Anstrich braucht man damit rund 7,2 bis 8,3 Liter, für zwei Anstriche rund 14,3 bis 16,5 Liter (55 m² mal 0,26 bis 0,30 Liter). Welche Eimergröße passt, hängt vom Gebinde ab, das das Merkblatt nicht nennt: Als Verpackung steht dort nur „Eimer“.

Unsere Einschätzung: Wer Ausbesserungen einplant, sollte etwas Material für eine Nachbesserung zurückhalten. Das Merkblatt nennt dafür keine Menge, deshalb geben wir keine an.

Untergrund: was das Merkblatt verlangt

Der Untergrund muss laut Merkblatt fest, trocken, sauber und tragfähig sein und frei von Sinterschichten, Ausblühungen und Trennmitteln. Lose Anstrichteile sowie nicht tragfähige Altanstriche entfernt man, bevor man streicht. Die Fläche wird mechanisch oder mit geeigneten Abbeizmitteln gereinigt. Grundierungen dürfen keine glänzende Schicht bilden.

Grundierung nach Saugverhalten

  • Normal und stark saugende Untergründe: StoPrim Plex oder StoPrim GT. StoPrim Plex ist verarbeitungsfertig und lässt sich je nach Saugfähigkeit bis höchstens 30 Prozent mit Wasser verdünnen.
  • Schwach saugende Untergründe: StoPrim Color oder StoPrim Sil Color.
  • Wasserlösliche Inhaltsstoffe im Untergrund: isolieren mit StoPrep Isol, das nicht verdünnt werden darf.
  • Intakte zweikomponentige Beschichtungen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe: StoAqua EP Activ.

Schimmel und Acryl-Fugen

Schimmelbefallene Flächen behandelt das Merkblatt mit Geiger STOP oder einer 10-prozentigen Wasserstoffperoxid-Lösung. Danach wird mit klarem Wasser gründlich nachgewaschen. Bei der Schimmelsanierung gelten die jeweiligen nationalen Empfehlungen und Richtlinien.

Bei Acryl-Fugen- und Dichtungsmassen können wegen deren höherer Elastizität Risse oder Verfärbungen im Anstrich auftreten. Weil es am Markt viele verschiedene Produkte gibt, empfiehlt Sto, die Haftung im Einzelfall durch eigene Versuche zu beurteilen.

Glatte, sehr matt weiß gestrichene Innenwand im seitlichen Streiflicht, mit feinen Helligkeitsverläufen, ohne Farbeimer und ohne Schrift
Illustration: stumpfmatte Innenwand im seitlichen Licht. Die Glanzstufe G4 nach EN 13300 bedeutet stumpfmatt.

Verarbeitung: Temperatur, Wasser und Werkzeug

Laut Merkblatt verarbeitet man bei einer Untergrund- und Verarbeitungstemperatur von mindestens +5 °C. Für Zwischen- und Schlussbeschichtung gilt eine Verdünnung von höchstens 5 Prozent Wasser. Man stellt die Konsistenz mit möglichst wenig Wasser ein. Intensive Farbtöne brauchen in der Regel weniger Wasser.

Der Beschichtungsaufbau beginnt mit einer Grundbeschichtung, die sich nach dem Untergrund richtet. Danach folgen Zwischen- und Schlussbeschichtung mit StoColor Rapid Ultramatt. Je nach Farbton und Untergrund können weitere Anstriche nötig sein.

Zum Auftragen nennt das Merkblatt Streichen, Rollen und Airless-Spritzen. Für Airless gibt es Richtwerte: Düse 0,018 bis 0,026 Zoll, Druck 150 bis 180 bar, Düsenwinkel 50 Grad und etwa 5 Prozent Wasser zur Verdünnung. Damit keine Ansätze entstehen, soll man zusammenhängende Flächen nass in nass auftragen. Werkzeug reinigt man laut Merkblatt sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Trocknung, Überarbeitung und Belastung

Überarbeitbar ist die Fläche nach etwa 6 Stunden bei +20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte. Bei hoher Luftfeuchte oder niedriger Temperatur verzögert sich die Trocknung laut Merkblatt. Durchgetrocknet und belastbar ist die Wand nach etwa 3 bis 4 Tagen.

Für einen Raum mit zwei Anstrichen heißt das: Der zweite Anstrich ist bei passendem Klima frühestens nach rund sechs Stunden möglich. Feuchte und Kälte im Raum verlängern diese Zeit, und das Merkblatt nennt dazu keine Lüftungsempfehlung, nur die Verzögerung selbst. Wer die Wand also am Abend fertig streichen will, plant die Feuchte im Raum mit ein.

Gipskarton, Raufaser und Feuchte: die Grenzen des Merkblatts

Für Gipskartonplatten nennt das Merkblatt die Wassereinwirkungsklasse W0-I, also geringe Wassereinwirkung. Die Einstufung folgt der DIN 18534-1 und dem Merkblatt Nr. 5 des Bundesverbands der Gipsindustrie. Die Farbe ist somit für trockene Innenräume gedacht, nicht für Flächen, die dauerhaft feucht werden.

Gipsspachtelmassen reagieren laut Merkblatt empfindlich auf Feuchte. Die Folgen sind Blasenbildung, Aufquellen der Spachtelmasse und Abplatzungen. Der Bundesverband der Gips- und Gipsbauplattenindustrie e. V. empfiehlt deshalb ausreichende Lüftung und Temperatur für eine rasche Trocknung.

Auf Raufasertapeten kann es in seltenen Fällen zu gelbbraunen Verfärbungen kommen, wenn Holzinhaltsstoffe wie Lignin und Harze aktiviert werden. Die betroffenen Stellen lassen sich laut Sto mit einer Isolierbeschichtung punktuell behandeln. Gesundheitliche Bedenken bestehen bei diesen natürlichen Inhaltsstoffen laut Merkblatt nicht.

Bad und Küche nennt das Merkblatt nicht als Einsatzgebiet. Sto schreibt allgemein, dass Anwendungen, die nicht eindeutig im Merkblatt erwähnt werden, erst nach Rücksprache erfolgen dürfen, und ohne Freigabe auf eigenes Risiko. Wer in einem Feuchtraum streichen will, fragt also zuerst beim Hersteller nach.

Farbtöne, Tönen und Farbtongenauigkeit

Das Merkblatt nennt Weiß, Altweiß AW11 und AW15, STH01 (RAL 9010), STH02 (NCS S 0500N) und STH04 (RAL 9016). Weitere Töne sind laut Merkblatt nach dem StoColor System begrenzt tönbar. Selbst abtönen lässt sich die Farbe mit höchstens 1 Prozent StoTint Aqua.

Dunkle und intensive Töne

Bei dunklen, intensiven Farbtönen kann sich bei mechanischer Belastung der Oberfläche eine hellere Abzeichnung an diesen Stellen zeigen. Grund sind die verwendeten natürlichen Füllstoffe. Sto schreibt, dass Produktqualität und Funktion dadurch nicht beeinflusst werden. Für brillante und intensive Farbtöne nennt Sto einen Anstrich der Nassabriebklasse 1 als Empfehlung.

Schlussanstrich nach Glanzwunsch

Sto nennt außerdem Produkte für höhere Ansprüche an Reinigung und Glanz: bei matter Optik StoColor Titanium ASE, bei mittlerem Glanz und Glanz die Opticryl-Reihe mit Satinmatt, Satin und Gloss. Das Merkblatt begründet das mit einer besseren Reinigungsfähigkeit und einer höheren mechanischen Beständigkeit in stark frequentierten Bereichen.

Farbtongenauigkeit auf dem Untergrund

Farbtöne zeigen sich je nach Objekt unterschiedlich. Ungleichmäßiges Saugverhalten, unterschiedliche Untergrundfeuchte und ungleiche Alkalität oder Inhaltsstoffe im Untergrund können die Farbtongenauigkeit und Fleckenfreiheit beeinflussen. Abzeichnungen von Ausbesserungen sind laut Merkblatt unvermeidbar.

Schadstoffe, Konservierer und Sicherheitshinweise

Das Merkblatt führt mehrere Gutachten an. Laut TÜV SÜD ist das Produkt unter der Nummer TM-07/240430-1 als emissionsarm und schadstoffgeprüft bewertet, zusätzlich mit Überwachung der Produktion. Die Farbe ist laut Sto lösemittel- und weichmacherfrei und frei von fogging-aktiven Substanzen.

Zur Flächendesinfektion nennt das Merkblatt eine Beständigkeit gegenüber Flächendesinfektionsmitteln laut Prüfbericht, dazu liegt eine Bewertung von TÜV SÜD vor. Ein weiterer Prüfbericht mit der Nummer 20202563-003 betrifft die Prüfung auf lackbenetzungszerstörende Substanzen.

Konservierer: Das Merkblatt nennt Lagerungsschutzmittel auf Basis BIT/ZPT und auf Basis CIT/MIT 3:1. Die Farbe ist damit nicht konservierungsmittelfrei.

Die Gefahrenhinweise nach EUH208 nennen 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on sowie eine Reaktionsmasse aus 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on im Verhältnis 3:1. Sie können allergische Reaktionen hervorrufen, Berührung mit Haut und Augen soll man vermeiden. Ein Sicherheitsdatenblatt ist laut EUH210 auf Anfrage erhältlich. Die Sicherheitshinweise beziehen sich auf das gebrauchsfertige, unverarbeitete Produkt.

Zur Zusammensetzung nennt das Merkblatt Polymerdispersion, Titandioxid, silikatische und mineralische Füllstoffe, Wasser, Alkohole, Verdicker, Dispergier-, Entschäum- und Netzmittel. Die Zusammensetzung entspricht laut Merkblatt der VdL-Richtlinie für Bautenanstrichmittel, die Produktgruppe ist Innendispersionsfarbe. Den GISCODE gibt das Merkblatt mit BSW20 an.

Lagerung und Chargennummer

Das Merkblatt verlangt Lagerung im fest verschlossenen Originalgebinde, kühl und frostfrei, und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Im ungeöffneten Gebinde ist die beste Qualität bis zum Ablauf der maximalen Lagerdauer gewährleistet. Nach dem Öffnen soll man zeitnah verbrauchen. Eingebrachte Verunreinigungen, etwa durch verschmutztes Werkzeug, können die Haltbarkeit verkürzen.

Die Lagerdauer liest man an der Chargennummer ab: Die erste Ziffer ist die Endziffer des Jahres, die Ziffern zwei und drei stehen für die Kalenderwoche. Das Merkblatt nennt das Beispiel 6450013223. Diese Charge ist bis zum Ende der 45. Kalenderwoche 2026 haltbar.

Passt die Farbe in Ihren Raum?

Nach dem Merkblatt passt Rapid Ultramatt für Wände und Decken im Innenbereich, wenn eine stumpfe Optik gewünscht ist und Streiflicht die Fläche prägt. Die Ausbesserung gilt als gut machbar. Die Farbe ist lösemittelfrei und laut Sto emissionsarm nach den Kriterien von TÜV SÜD.

Genauer hinsehen sollte man an drei Stellen. Bei Gipskarton gilt nur die Wassereinwirkungsklasse W0-I. Feuchträume nennt das Merkblatt nicht. Bei stark beanspruchten Flächen zählt die Nassabriebklasse: R-Klasse 2 liegt eine Stufe unter der besten Klasse 1, und die Caparol-Definition zeigt, dass Klasse 1 weniger als 5 Mikrometer Schicht abträgt.

Unsere Einschätzung: Wo häufig gewischt wird, sollte die Nassabriebklasse wichtiger sein als die Optik. Dann lohnt der Vergleich mit einer Farbe der Klasse 1, auch wenn die stumpfe Optik dann nicht die gleiche sein muss.

Einordnung im Vergleich mit anderen Innenfarben

Wer mehrere Innenfarben nebeneinander prüft, sollte immer dieselben Angaben vergleichen: Nassabriebklasse, Deckvermögen zusammen mit der Ergiebigkeit, Glanzgrad und Konservierung. Auf unseren Seiten finden Sie dazu weitere Übersichten:

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Quellen und Referenzen

  • Sto SE und Co. KGaA, Technisches Merkblatt StoColor Rapid Ultramatt, Rev.-Nr. 27, Stand 14.08.2026: Kennwerte nach EN 13300, Verbrauch, Verarbeitung, Trocknung, Untergrund, Farbtöne, Gutachten, Zusammensetzung und Sicherheitshinweise.
  • Sto SE und Co. KGaA, Produktseite StoColor Rapid Ultramatt: Einsatz auf streiflichtempfindlichen Wand- und Deckenflächen, Optik stumpfmatt nach EN 13300.
  • DIN Media, DIN EN 13300: Einteilung von Beschichtungsstoffen für Wände und Decken im Innenbereich, deutsche Fassung, Ausgabedatum 2023-02.
  • Caparol, Die Bedeutung der Nassabriebklassen: Schichtabtrag je Klasse nach 200 bzw. 40 Scheuerzyklen.
  • Brillux, Norm EN 13300: Glanzgrade G1 bis G4 bei 60 und 85 Grad, Kontrastverhältnis mit H10-Klassen, R-Klassen der Nassabriebbeständigkeit.
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Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben

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Häufige Fragen

Ist StoColor Rapid Ultramatt eine Einschichtfarbe?
Das Merkblatt rechnet mit zwei Arbeitsgängen: einer Zwischen- und einer Schlussbeschichtung mit StoColor Rapid Ultramatt. Für zwei Arbeitsgänge werden 0,26 bis 0,30 Liter je Quadratmeter angegeben. Je nach Farbton und Untergrund können weitere Anstriche nötig sein.
Welche Nassabriebklasse hat StoColor Rapid Ultramatt?
Laut Technischem Merkblatt Rev. 27 liegt die Nassabriebbeständigkeit bei R-Klasse 2 nach EN 13300. Klasse 2 bedeutet nach Caparol einen Schichtabtrag zwischen 5 und 20 Mikrometern nach 200 Scheuerzyklen, Klasse 1 ist die beste Stufe.
Wie viel Farbe braucht man pro Quadratmeter?
Das Merkblatt nennt 0,13 bis 0,15 Liter je Quadratmeter und Anstrich. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Verarbeitung, Untergrund und Konsistenz ab, die Angabe dient der Orientierung.
Enthält StoColor Rapid Ultramatt Konservierungsmittel?
Ja. Das Merkblatt nennt Lagerungsschutzmittel auf Basis BIT/ZPT und auf Basis CIT/MIT 3:1. Laut Sto ist die Farbe lösemittel- und weichmacherfrei und emissionsarm nach den Kriterien von TÜV SÜD.
Ist die Farbe für Gipskarton und Raufaser geeignet?
Für Gipskartonplatten nennt das Merkblatt die Wassereinwirkungsklasse W0-I, also geringe Wassereinwirkung. Auf Raufasertapeten können Holzinhaltsstoffe in seltenen Fällen gelbbraune Verfärbungen auslösen, die sich punktuell mit einer Isolierbeschichtung behandeln lassen.
Welche Farbtöne gibt es bei StoColor Rapid Ultramatt?
Das Merkblatt nennt Weiß, Altweiß AW11 und AW15, STH01 (RAL 9010), STH02 (NCS S 0500N) und STH04 (RAL 9016). Weitere Töne sind nach dem StoColor System begrenzt tönbar, selbst abtönen lässt sich die Farbe mit höchstens 1 Prozent StoTint Aqua.

Erwähnte Markennamen (Sherwin-Williams, Benjamin Moore, Behr, Caparol, Brillux, Sto, Alpina, Valspar, PPG, Glidden, Dulux, Crown, Sandtex, Farrow & Ball, Johnstone's, Leyland) sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. FacadeColorizer ist unabhängig und mit keiner dieser Marken affiliiert. Nominative fair use gemäß Lanham Act §1125.

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