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Anthrazit
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Hellelfenbein
mit Anthrazit-Dach
Salbeigrün
cremeweiße Fenster
Cremeweiss
klassisch, mit Gesims
Anthrazit + Holz
moderner Mix
Terrakotta
Altbau-Charme
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Eine Fassadenrenovierung in Augsburg kostet 2026 zwischen 36 und 68 Euro pro Quadratmeter für eine Standardrenovierung; in der Renaissance-Altstadt und im Welterbe-Schutzbereich rund um Fuggerei und Rathausplatz steigen die Preise auf 46 bis 95 Euro pro Quadratmeter. Augsburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands und verbindet römische Wurzeln, gotische Kirchenarchitektur, die berühmte Fugger-Renaissance des 16. Jahrhunderts sowie gründerzeitliche Wohnviertel in Pfersee, Göggingen und Lechhausen.
Dieser Ratgeber zeigt die aktuellen Preise nach Stadtteil, erklärt die Augsburger Besonderheiten in der von Elias Holl geprägten Renaissance-Altstadt und führt Sie durch die Vorgaben der Bayerischen Bauordnung (BayBO), die Altstadtsatzung sowie die Fördermöglichkeiten von BAFA, KfW 261, L-Bank und dem Bayerischen 10.000-Häuser-Programm. Grundlage sind die Marktzahlen des Bundesverbandes Farbe, die DIN 18363 sowie das Bayerische Denkmalschutzgesetz in der Fassung der Novelle vom 1. Januar 2026. Für den vollständigen Überblick siehe unseren kompletten Ratgeber zu Fassadenkosten nach Stadt sowie die Vorschriften beim Denkmalschutz.
Kosten pro Quadratmeter in Augsburg 2026
Augsburg liegt preislich klar unter München (das nur 60 Kilometer entfernt liegt), bewegt sich auf vergleichbarem Niveau mit Nürnberg und Stuttgart in den Randlagen und liegt etwas unter Frankfurt. Die Maler- und Lackiererinnung Schwaben meldet für 2026 eine Auslastung von 78 Prozent, die Wartezeit für einen Meisterbetrieb beträgt sechs bis zwölf Wochen. Eine reine Neubeschichtung auf intaktem Altanstrich beginnt bei 36 Euro pro Quadratmeter in Randlagen wie Inningen, Bergheim oder Haunstetten-Süd.
Anders liegt der Fall in der Maximilianstraße, im Ulrichsviertel und rund um das Rathaus von Elias Holl: Wer hier renoviert, arbeitet fast immer an denkmalgeschützten Renaissance- oder Barockfassaden. Kalkputze, Silikatfarben und Spezialgerüste über schmalen Gassen treiben den Preis auf 80 bis 95 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Fassadenfläche ergeben sich Gesamtkosten zwischen 4.320 und 11.400 Euro inklusive Gerüst, Entsorgung und Mehrwertsteuer.
Datenpunkt aus unserer Praxis: Aus 13.611 Simulationen dokumentieren 95 Augsburger Nutzer ihre Projekte. 56 Prozent der Altstadtbauten wählen reine Silikatfarbe wie Keim Soldalit® oder Caparol Sylitol® Reno wegen der Welterbe-Konformität. In der Altstadt liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2026 zwischen 46 und 68 Euro (Denkmal-Anforderungen plus Gerüst über schmalen Gassen), in Pfersee zwischen 38 und 56 Euro und in Lechhausen zwischen 36 und 54 Euro.
Augsburger Stadtteile: Preistabelle 2026 (Altstadt, Pfersee, Göggingen, Lechhausen, Hochzoll)
Die folgende Tabelle fasst typische Preisspannen für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in den wichtigsten Stadtteilen zusammen. Die Werte stammen aus Referenzangeboten Augsburger Meisterbetriebe (Stand Mai 2026) und berücksichtigen die jeweiligen Bebauungspläne, Ensembleschutzgebiete und Erhaltungssatzungen.
| Stadtteil | Bebauung | Preis pro m² | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Innenstadt-Altstadt (Maximilianstraße, Ulrichsviertel, Fuggerei-Umfeld) | Renaissance, Barock, Gotik | 46 - 95 € | Welterbe-Pufferzone, Altstadtsatzung, Mineralfarbe Pflicht, Gerüstaufschlag |
| Pfersee | Gründerzeit, Altbau, 1920er | 38 - 56 € | Teils Ensembleschutz Pfersee-Süd, Stuckfassaden, gute Verkehrslage |
| Göggingen | Villen, Jugendstil, Mischlage | 42 - 62 € | Einzeldenkmäler (Kurhaustheater), Westwald-Nähe, gehobenes Niveau |
| Lechhausen | Mischgebiet, 1950er bis 1990er | 36 - 54 € | Erhaltungssatzung in Lechhausen-West, sonst flexible Vorgaben |
| Hochzoll | Einfamilienhäuser, 1960er bis heute | 38 - 58 € | Wenig Auflagen, Standardsysteme oder WDVS gut möglich |
| Bismarckviertel | Gründerzeit, repräsentativ | 52 - 78 € | Erhaltungssatzung, viele Stuckfassaden, Höhenaufschlag |
| Antonsviertel, Spickel | Villen, Park-Nähe | 48 - 72 € | Hoher Anteil Einzeldenkmäler, gehobene Klientel |
| Haunstetten | Siedlungshäuser, Mischlage | 36 - 52 € | Großer Stadtteil, viele Reihen- und Doppelhäuser, Standard-Dispersion |
| Oberhausen | Arbeiterquartier, Wert in Wandel | 38 - 56 € | Teils Sanierungsgebiet, Städtebauförderung möglich |
| Inningen, Bergheim | Eingemeindete Dörfer | 36 - 50 € | Günstigster Rand, kurze Wege, einfache Systeme |
Altstadtsatzung Augsburg: Innerhalb des Altstadtrings (grob umgrenzt durch Maximilianstraße im Süden, Karolinenstraße im Norden, Jakoberwall im Osten und Stadtgraben im Westen) verbietet die örtliche Bauvorschrift praktisch alle Dispersionsfarben, Kunststoffputze und WDVS-Verkleidungen. Erlaubt sind ausschließlich mineralische Systeme mit nachweisbarer Diffusionsoffenheit (Wasserdampfdiffusionsstromdichte sd kleiner gleich 0,1 m nach DIN EN ISO 7783). Die Farbpalette ist auf historisch belegbare Ocker-, Sandstein-, Altweiß- und gebrochenes Rosa-Töne beschränkt, die vom Stadtdenkmalpfleger vorab freigegeben werden. Eine Abweichung ohne Genehmigung führt zwingend zum Rückbau auf Eigentümerkosten.
Pfersee hat einen historischen Kern rund um die Herz-Jesu-Kirche, der teilweise unter Ensembleschutz steht; östlich der Augsburger Straße sind die Auflagen weitgehend reduziert. Göggingen bietet eine Mischung aus Jugendstil-Villen (mit hohem Denkmal-Anteil rund um das Kurhaustheater) und neueren Wohnbauten in den Hangbereichen. Lechhausen ist deutlich gemischter mit Erhaltungssatzung in Lechhausen-West entlang der Neuburger Straße. Hochzoll als jüngerer Stadtteil hat überschaubare Vorgaben und eignet sich gut für WDVS-Sanierungen oder Standard-Silikatanstriche.
Wer eine Immobilie in Inningen oder Haunstetten besitzt, zahlt rund 50 Prozent weniger als in der Maximilianstraße. Der Grund liegt in den Anforderungen: In den Renaissance-Quartieren müssen historische Kalkputze, Silikatfarben oder mineralische Lasuren auf Sandstein verwendet werden, dazu schmale Gassen mit Gerüst-Aufpreis. Testen Sie Ihren Wunschfarbton direkt am eigenen Hausfoto, bevor Sie ein Angebot einholen.
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Renaissance-Erbe, Fuggerei und UNESCO-Welterbe Wassermanagement
Augsburg ist mit über 2.000 Jahren Geschichte eine der ältesten Städte Deutschlands. Die Stadt verbindet römische Gründung (Augusta Vindelicorum, 15 v. Chr.), gotische Kirchen (St. Ulrich und Afra, Dom), die berühmte Fugger-Renaissance mit dem Rathaus und dem Perlachturm von Elias Holl sowie das barocke und klassizistische Erbe der Reichsstadtzeit. Heute zählt das Stadtgebiet rund 1.108 Einzeldenkmäler und 20 geschützte Ensembles (Stand 2026, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege).
Die Fuggerei, gegründet 1521 durch Jakob Fugger den Reichen, gilt als die älteste noch existierende Sozialsiedlung der Welt. Sie liegt im Jakoberviertel und besteht aus acht Gassen, sieben Toren, einer eigenen Kirche und einer Stadtmauer. Renovierungen an Fuggerei-Häusern oder direkt angrenzenden Gebäuden unterliegen besonders strengen Auflagen der Fuggerschen Stiftungsadministration in Kooperation mit der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Augsburg. In der Praxis bedeutet das: nur Kalkputz, nur mineralische Beschichtung, keine sichtbaren Veränderungen am Gefüge.
Seit 2019 trägt Augsburg den Titel UNESCO-Welterbe für sein historisches Wassermanagement-System. 22 Objekte gehören dazu: Wassertürme, Kanäle, Brunnen, Kraftwerke und Industriebauten. Die meisten Welterbe-Objekte liegen in oder am Rand der Altstadt, in Oberhausen (Wertach-Bereich) und entlang der historischen Lechkanäle. Für Fassadenrenovierungen an Gebäuden in der Pufferzone des Welterbes (umfasst große Teile der Maximilianstraße, des Lechviertels und der Wasserwirtschaftsbauten) gilt ein erweiterter Sichtschutz: Farben, Putze und Anbauten dürfen die Welterbe-Achsen nicht beeinträchtigen.
Typische Auflagen für ein Renaissance- oder Barockhaus innerhalb der Altstadt sind: mineralischer Kalkputz statt Dispersion, historisch belegbare Farbpalette (meist Augsburger Ocker, Sandsteinrot, gebrochenes Altweiß), Erhalt von Stuck, Fenstergewänden und Erkern, Fenstersprossen bleiben original und kein WDVS außen. Eine Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde im Bauordnungsamt (Imhofstraße 7) ist Pflicht. Die Bearbeitung dauert seit der Novelle 2026 vier bis vierzehn Wochen, je nach Maßnahme. Details zum Genehmigungsverfahren finden Sie in unserem Guide zur Baugenehmigung für Fassadenarbeiten.
Positiv: Wer denkmalgerecht saniert, kann nach Paragraf 7i EStG bis zu 9 Prozent der Kosten über acht Jahre steürlich absetzen. Bei einer 50.000-Euro-Sanierung sind das 45.000 Euro Steuerentlastung. Ohne Bescheinigung der Denkmalbehörde verfällt dieser Vorteil komplett.
Bayerische Denkmalschutzgesetz-Novelle 1.1.2026: Was sich für die Augsburger Altstadt ändert
Zum 1. Januar 2026 ist die zweite Novelle des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (DSchG) in Kraft getreten. Sie folgt der Reform von 2023 (Öffnung für erneuerbare Energien) und reagiert auf den ministeriellen Auftrag, weniger Bürokratie bei gleichbleibendem Schutz des kulturellen Erbes zu ermöglichen. Für die Augsburger Altstadt und die Welterbe-Pufferzone sind drei Punkte besonders relevant.
1. Erweiterung des erlaubnisfreien Verfahrens in Altstadtsatzungsgebieten: Für Maßnahmen, die nachweislich rückgängig zu machen sind und das Erscheinungsbild nicht dauerhaft verändern (etwa eine Probefläche von 2 m² für Silikatfarbe, ein temporäres Werbeschild oder reversible Verschattungselemente), gilt nun ein vereinfachtes Anzeigeverfahren mit Bearbeitung innerhalb von vier Wochen. Bisher dauerte die Bearbeitung in der Augsburger Welterbe-Pufferzone regelmäßig zwölf bis sechzehn Wochen.
2. Stärkung des Ensembleschutzes vor Einzelmaßnahmen: Die Novelle stärkt die Stellung von Ensembles wie der Augsburger Altstadt mit Maximilianstraße und Fugger-Häusern gegenüber Einzelmaßnahmen. Konkret: Selbst nicht denkmalgeschützte Häuser innerhalb des Ensembleschutzbereichs unterliegen nun ausdrücklich Gestaltungspflichten zu Farbton, Putzart und Fenstereinteilung. Für Eigentümer in Fuggerei-Nähe, an der Maximilianstraße oder rund um den Rathausplatz bedeutet das: keine kreativen Sonderwege mehr.
3. Photovoltaik auf Denkmälern: Bereits 2023 wurde der Vorrang erneuerbarer Energien aufgenommen; die Novelle 2026 präzisiert die Abwägungsregeln. Solar-Indach-Module auf nicht einsehbaren Dachseiten sind in der Welterbe-Pufferzone grundsätzlich genehmigungsfähig, auf Schauseiten Richtung Maximilianstraße oder Perlachturm jedoch weiterhin ausgeschlossen. Für die reine Fassadenrenovierung bleibt der Rahmen unverändert: mineralisch, ortstypisch, freigegebene Farbpalette.
Praktische Folge: Wer 2026 in der Augsburger Innenstadt-Altstadt renoviert, sollte zuerst beim Stadtdenkmalpfleger im Bauordnungsamt (Imhofstraße 7) eine kostenlose Erstberatung buchen. Seit der Novelle bietet die Stadt einen Express-Slot von 30 Minuten an, in dem die wesentlichen Auflagen vorab geklärt werden. Damit reduziert sich die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung deutlich. Tipp: Bringen Sie eine fotorealistische Farbsimulation Ihrer geplanten Fassade mit, das verkürzt den Termin spürbar.
Bauordnungsamt Augsburg und Denkmalschutz: Wer entscheidet?
In Bayern regelt die Bayerische Bauordnung (BayBO) in der Fassung von 2024 die Frage, wann eine Fassadenänderung genehmigungspflichtig ist. Artikel 57 BayBO listet die verfahrensfreien Vorhaben auf. Eine reine Renovierung im gleichen Farbton an einem Haus ohne Denkmalstatus und außerhalb einer Erhaltungssatzung ist danach verfahrensfrei.
In Augsburg greifen aber mehrere Zusatzregeln: Erhaltungssatzungen für Lechhausen-West, das Bismarckviertel, Teile von Pfersee und das Ulrichsviertel, örtliche Bauvorschriften für die Altstadt sowie die Sichtachsen-Regelung für die UNESCO-Welterbe-Pufferzone. Das Bauordnungsamt mit Unterer Denkmalschutzbehörde (Imhofstraße 7, 86159 Augsburg) ist die zentrale Anlaufstelle. Ein Anruf oder ein Termin klärt in 80 Prozent der Fälle innerhalb von zwanzig Minuten, ob eine Genehmigung erforderlich ist.
Bei größeren Maßnahmen oder Welterbe-relevanten Sichtachsen wird zusätzlich das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) als Fachbehörde eingebunden. Bei Verstoß drohen nach Artikel 79 BayBO Bußgelder bis 500.000 Euro sowie die Verpflichtung zum Rückbau. In der Praxis werden Bauherren in Augsburg selten mit Höchstsätzen belegt, aber ein Rücknahmeanstrich inklusive Gerüst kostet schnell 6.000 bis 12.000 Euro. Das ist im Jahr 2026 ein realistisches Risiko, weil die Stadt nach der UNESCO-Anerkennung von 2019 die Welterbe-Kontrollen kontinuierlich verstärkt hat.
Bayern-Förderung: BAFA 15+5%, KfW 261, L-Bank und 10.000-Häuser-Programm 2026
Wer die Fassadenrenovierung mit einer energetischen Maßnahme kombiniert, hat in Augsburg vier Fördertöpfe zur Auswahl. Stand Mai 2026:
BAFA Einzelmaßnahme (BEG EM), 15 % Basis + 5 % iSFP: 15 Prozent Zuschuss auf die förderfähigen Kosten einer Fassadendämmung. Mit dem iSFP-Bonus (individueller Sanierungsfahrplan eines zertifizierten Energieberaters) steigt der Zuschuss auf insgesamt 20 Prozent. Förderhöchstgrenze: 30.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr ohne iSFP, mit iSFP verdoppelt sich der förderfähige Aufwand auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Der Antrag muss zwingend vor Vertragsunterzeichnung gestellt werden, sonst entfällt die Förderung komplett.
KfW 261 Wohngebäude-Kredit: Zinsgünstiges Darlehen bis 120.000 Euro pro Wohneinheit mit einem Tilgungszuschuss bis 25 Prozent, wenn das Haus nach Sanierung die Effizienzhausstufe 70, 55 oder 40 erreicht. Sinnvoll bei einer Gesamtsanierung mit WDVS, neuen Fenstern und Heizungstausch. Pflicht: ein Energieberater aus der DENA-Liste.
L-Bank-Modernisierungsdarlehen (BayernLabo-Pendant für süddeutsche Raumlagen): Während die Landesbodenkreditanstalt Bayerns (BayernLabo) primär für bayerische Haushalte zuständig ist und Augsburg deshalb voll abdeckt, kann bei grenznahen Sanierungen mit baden-württembergischer Beteiligung auch die L-Bank in Stuttgart relevant werden. Für reine Augsburger Vorhaben ergänzt die BayernLabo die Bundesprogramme mit einem Kredit bis 50.000 Euro pro Wohneinheit zu einem vergünstigten Zinssatz (2026: etwa 1,5 Prozentpunkte unter Marktniveau). Anders als KfW oder BAFA ist die BayernLabo auch ohne Effizienzhaus-Ziel ansetzbar, solange die Maßnahme zur energetischen Verbesserung beiträgt. Beantragung über die Hausbank.
Bayerisches 10.000-Häuser-Programm, Status 2026: Das ursprünglich für Heiztechnik und Photovoltaik aufgelegte Landesprogramm wurde 2025 unter dem Dach EnergieBonusBayern neu strukturiert. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf Photovoltaik-Speicher-Kombinationen und Wärmepumpen; reine Fassadendämmung ist seit 2024 nicht mehr primärer Förderzweck. Für die Fassadenrenovierung im Augsburger Altbau bleibt es indirekt relevant: Wer eine PV-Anlage mit Speicher gleichzeitig installiert, kann den 10.000-Häuser-Bonus stapeln und so die Gesamtsanierung um zusätzlich 5 bis 10 Prozent günstiger gestalten. Antragsfenster 2026: rollierend, Mittel erfahrungsgemäß im dritten Quartal erschöpft.
Städtebauförderung Bayern: Augsburg profitiert in den Sanierungsgebieten Oberhausen-Nord, Lechhausen-Süd und im Welterbe-Umfeld zusätzlich von der Bayerischen Städtebauförderung. Eigentümer können bei eingetragenem Vertrag mit der Stadt bis zu 30 Prozent Zuschuss auf die fassadenbezogenen Maßnahmen erhalten. Voraussetzung: Beratung über das Stadtplanungsamt.
Wichtig: BAFA-Zuschuss und BayernLabo lassen sich kombinieren, KfW 261 und BAFA dagegen nicht für dieselbe Einzelmaßnahme. Bei einem Einfamilienhaus mit 120 m² Fassadenfläche, 60 Euro/m² und iSFP kommen Sie über BAFA auf rund 1.440 Euro Zuschuss, was die effektiven Kosten auf etwa 48 Euro/m² reduziert. Eine ausführliche Übersicht der WDVS-Förderkulisse finden Sie in unserem WDVS-Kosten- und Förderratgeber 2026.
Augsburger Klima: Warum die Saison kurz ist
Augsburg liegt im südlichen Bayern an der Übergangszone zwischen kontinentalem und alpinem Klima. Das bedeutet ausgeprägte Winter mit Tiefstwerten bis minus 10 Grad Celsius (in Strahlungsnächten der Lechauen sogar bis minus 15 Grad), trockene, warme Sommer mit bis zu 30 Grad Celsius und vergleichsweise viele Niederschläge im Juni und Juli durch Stauwetterlagen am Alpenrand. Die DIN 18363 erlaubt den Auftrag der meisten Putze und Fassadenfarben nur zwischen +5 und +30 Grad Celsius ohne Frostgefahr in den folgenden 24 bis 48 Stunden.
Die optimale Saison reicht damit realistisch von Mitte April bis Mitte Oktober. Frühjahrsstart ab Mitte April ist ideal für Silikatputze, die drei trockene Wochen zum Durchhärten benötigen. Im Hochsommer (Juli/August) bringen häufig Gewitterzellen aus den Alpen Starkregen, daher Pufferzeit einplanen. Herbstarbeiten bis Mitte Oktober funktionieren, verlangen aber tägliche Wetterüberwachung, denn das Lechtal kühlt nachts schneller aus als die Münchner Schotterebene.
Seriöse Augsburger Meisterbetriebe verweigern Neuanstriche von November bis März oder arbeiten ausschließlich mit Frostschutzadditiven in gedämmten Gerüstplanen. Rechnen Sie für ein 120-Quadratmeter-Haus mit 7 bis 12 Werktagen reiner Bauzeit, plus drei bis fünf Wettertagen Puffer. In der Welterbe-Pufferzone kommen 2 bis 3 Tage für engere Gerüstvarianten hinzu.
Auswahl eines Augsburger Meisterbetriebs
Die Maler- und Lackiererinnung Schwaben zählt rund 140 Mitgliedsbetriebe im Großraum Augsburg. Nicht alle sind auf Renaissance-Altbau, Kalkputz oder Welterbe-Auflagen spezialisiert. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:
- Meistertitel und Eintrag in der Handwerksrolle der HWK für Schwaben
- Referenzen in Ihrem Stadtteil, idealerweise mit Bildnachweis und Adressnennung
- Nachweisbare Erfahrung mit historischem Kalkputz, Silikatfarben oder mineralischen Systemen (Keim®, Sto® Lotusan®, Caparol® Sylitol®, Brillux®)
- Bei Welterbe-Pufferzone: Nachweis von mindestens drei Welterbe-konformen Vorhaben
- Nachweis der Haftpflicht- und Betriebsausfallversicherung
- Detailliertes Angebot nach VOB/C DIN 18363 mit Aufschlüsselung von Gerüst, Untergrund, Putz und Anstrich
- Schriftliche Festlegung von Farbton, Hersteller und Charge im Vertrag
Vermeiden Sie Billigangebote unter 32 Euro pro Quadratmeter in der Altstadt oder unter 28 Euro in den Randlagen. In Augsburg ist das rechnerisch nicht seriös darstellbar und deutet auf Schwarzarbeit, fehlende Versicherung oder grobe Abstriche bei der Untergrundvorbereitung hin. Eine Nacharbeit nach drei Jahren kostet später das Zweifache des ursprünglichen Angebots.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Der häufigste Fehler Augsburger Bauherren in der Altstadt ist die Verwendung von Dispersionsfarben auf historischem Kalkputz. Die Oberfläche wirkt im ersten Jahr makellos, doch der Putz kann nicht mehr atmen. Feuchtigkeit staut sich in der Wand, Salze blühen aus, und nach drei bis fünf Wintern beginnt die Farbe großflächig abzublättern. Die Sanierung kostet dann das Doppelte: erst der Rückbau, dann der korrekte mineralische Aufbau.
Ebenfalls kritisch: die Farbwahl ohne Simulation. Ein Augsburger Ocker wirkt auf dem Farbfächer 25 Prozent heller als auf 150 Quadratmetern Fassade im Renaissance-Altbau. Wer sich erst nach dem Anstrich für eine andere Tonalität entscheidet, zahlt den kompletten Anstrich erneut. Außerdem riskiert man eine Ablehnung durch den Stadtdenkmalpfleger, wenn der gewählte Ton zu kühl, zu grell oder historisch unbelegbar ist. Moderne KI-Simulatoren zeigen den Farbton fotorealistisch in Minuten. Jetzt am eigenen Fassadenfoto ausprobieren.
Dritter Fehler: zu enge Gerüst-Planung in den schmalen Gassen rund um Maximilianstraße, Annastraße oder Jakoberviertel. Wer hier einen Standard-Mietgerüstbetrieb beauftragt, riskiert Lieferketten-Probleme und Sondergenehmigungen für Gehwegnutzung. Lassen Sie das Gerüst über einen lokalen Augsburger Anbieter mit Erfahrung in Welterbe-Gassen disponieren. Für tiefere Hintergründe zu Material und Auswahl siehe unseren Silikatfarbe-Außen-Komplettguide 2026.
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Vergleich mit anderen deutschen Großstädten
Wer den Augsburger Markt einordnen will, dem hilft der Vergleich mit anderen deutschen Großstädten: München liegt 30 bis 50 Prozent über Augsburg, Stuttgart ebenfalls leicht darüber, Frankfurt deutlich über Augsburg. Norddeutsche Märkte wie Hamburg und Berlin bewegen sich in vergleichbarem Korridor, mit Klinker-Spezifika im Norden. Köln liegt aufgrund der NRW-Marktstruktur etwas über Augsburg. Im fränkisch-bayerischen Vergleich ist Nürnberg wegen Burgsandstein-Auflagen oft teurer als Augsburg-Standardlagen.
Häufig gestellte Fragen zur Fassadenrenovierung in Augsburg
Was kostet eine Fassadenrenovierung in Augsburg 2026?
Die Kosten liegen 2026 zwischen 36 und 68 Euro pro Quadratmeter für die Standardrenovierung; in der Renaissance-Altstadt und in der Welterbe-Pufferzone steigen sie auf 46 bis 95 Euro pro Quadratmeter, jeweils inklusive Gerüst, Material und Mehrwertsteuer. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 120 m² Fassadenfläche kostet entsprechend 4.320 bis 11.400 Euro. In Pfersee, Lechhausen oder Hochzoll rechnen Sie mit dem mittleren Bereich, in Inningen oder Haunstetten mit dem unteren.
Was ändert die Bayerische Denkmalschutzgesetz-Novelle 2026 für die Augsburger Altstadt?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein vereinfachtes Anzeigeverfahren (vier Wochen statt bisher zwölf bis sechzehn) für reversible Maßnahmen in Altstadtsatzungsgebieten. Ensembles wie die Maximilianstraße sind gegenüber Einzeldenkmälern gestärkt: Auch nicht denkmalgeschützte Häuser im Schutzbereich unterliegen nun ausdrücklich Gestaltungspflichten. Solar-Indach-Module sind auf nicht einsehbaren Dachseiten genehmigungsfähig, auf Schauseiten Richtung Rathaus oder Perlachturm weiterhin ausgeschlossen.
Brauche ich in Augsburg eine Genehmigung für die Fassadenrenovierung?
Eine reine Renovierung im gleichen Farbton an einem Haus ohne Denkmalstatus außerhalb einer Erhaltungssatzung ist nach Artikel 57 BayBO verfahrensfrei. Sobald Sie die Farbe ändern, ein WDVS anbringen oder sich die Immobilie in der Innenstadt-Altstadt, im Bismarckviertel, in Lechhausen-West oder in der UNESCO-Welterbe-Pufferzone befindet, ist eine Genehmigung des Bauordnungsamts mit Unterer Denkmalschutzbehörde (Imhofstraße 7) Pflicht. Bearbeitungsdauer seit Novelle 2026: 4 bis 14 Wochen.
Welche Förderung gibt es 2026 in Augsburg für die Fassadenrenovierung?
Kombinieren Sie Bundes- und Landesförderung: BAFA gibt 15 Prozent Basis + 5 Prozent iSFP-Bonus auf Dämmkosten (bis 30.000 Euro ohne, 60.000 Euro mit iSFP pro Wohneinheit), KfW 261 vergibt zinsgünstige Kredite bis 120.000 Euro mit Tilgungszuschuss, das BayernLabo-Modernisierungsdarlehen ergänzt mit bis zu 50.000 Euro zum vergünstigten Zinssatz, und das Bayerische 10.000-Häuser-Programm stapelt indirekt bei kombinierter PV-Speicher-Installation. Bei Denkmalschutz können 9 Prozent der Kosten über acht Jahre steürlich abgesetzt werden (Paragraf 7i EStG). In Sanierungsgebieten zusätzlich bis 30 Prozent über die Bayerische Städtebauförderung.
Welche Farben sind in der Augsburger Welterbe-Pufferzone erlaubt?
Erlaubt sind ausschließlich mineralische Silikat- oder Kalkfarben mit nachweisbarer Diffusionsoffenheit (sd kleiner gleich 0,1 m nach DIN EN ISO 7783). Die Farbpalette ist auf historisch belegbare Töne beschränkt: Augsburger Ocker, Sandsteinrot, gebrochenes Altweiß, helles Beige und gedämpftes Rosa. Der Stadtdenkmalpfleger gibt die konkrete Liste pro Objekt frei. Reine Dispersionsfarben, Kunststoffputze oder grelle Töne sind ausgeschlossen.
Was unterscheidet die Renovierung in der Fuggerei vom restlichen Altstadtbereich?
Häuser der Fuggerei selbst werden ausschließlich durch die Fuggersche Stiftungsadministration in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde renoviert. Eigentümer angrenzender Gebäude im Jakoberviertel unterliegen strengeren Auflagen als andere Altstadtbereiche, weil die Sichtachsen zur Fuggerei geschützt sind. Konkret bedeutet das: nur Kalkputz, freigegebene Farbtöne aus der historischen Palette des 16. Jahrhunderts und keine Anbringung von Werbung, Antennen oder Wärmedämmverbundsystemen an straßenzugewandten Seiten.
Wie wirkt sich das Augsburger Klima auf die Renovierungssaison aus?
Augsburg hat ausgeprägte Winter mit Tiefstwerten bis minus 10 Grad und warme Sommer bis 30 Grad. Die DIN 18363 erlaubt Anstriche nur zwischen +5 und +30 Grad ohne Frostgefahr. Optimal sind die Monate Mitte April bis Mitte Oktober. Frühjahrsstart eignet sich besonders für Silikatputze (drei Wochen Durchhärtung). Im Hochsommer bringen alpine Gewitterzellen häufig Starkregen, daher zwei bis vier Pufferwochen einplanen.
Welche Augsburger Stadtteile haben die strengsten Auflagen?
Die strengsten Auflagen gelten in der Innenstadt-Altstadt (Maximilianstraße, Annaviertel, Ulrichsviertel, Jakoberviertel), in der UNESCO-Welterbe-Pufferzone, in der Fuggerei-Umgebung und im Bismarckviertel. Hier sind nur mineralische Systeme, historisch belegbare Farben und Kalkputze zugelassen. Mittelstrenge Vorgaben gelten in Pfersee-Süd, Göggingen-Ost (rund um das Kurhaustheater) und in Lechhausen-West. Hochzoll, Haunstetten und Inningen haben überschaubare Auflagen und eignen sich für Standard-Renovierungen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Stadt Augsburg, Bauordnungsamt mit Unterer Denkmalschutzbehörde: augsburg.de Bauordnungsamt
- Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (BLfD): blfd.bayern.de
- Baunetzwissen Fassade, Fachportal für Architekten und Planer: baunetzwissen.de/fassade
- Internes: Fassadenrenovierung Kosten nach Stadt: 12 Städte im Vergleich
- Internes: Silikatfarbe Außen Komplettguide 2026
Markenhinweis: Caparol®, Brillux®, Sto®, Sto Lotusan®, Keim®, Keim Soldalit® und Sylitol® sind eingetragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentümer (DAW SE, Brillux GmbH & Co. KG, Sto SE & Co. KGaA, Keimfarben GmbH). Dieser Artikel steht in keinem geschäftlichen Verhältnis zu den genannten Herstellern. Produktnennungen dienen ausschließlich der sachlichen Information.
Datenschutzhinweis: Die im Abschnitt Datenpunkt aus unserer Praxis genannten Zahlen (13.611 Simulationen, 95 Augsburger Nutzer) stammen aus aggregierten, nicht personenbezogenen Nutzungsdaten unseres Simulators. Es werden keine identifizierbaren Profile gespeichert.
Eine gut geplante Fassadenrenovierung in Augsburg zahlt sich aus: die richtige Behandlung von Renaissance-Kalkputzen, die Beachtung der Altstadtsatzung und der Welterbe-Pufferzone, ein passender Zeitpunkt zwischen April und Oktober sowie die Kombination aus BAFA (15+5%), KfW 261, BayernLabo und Bayerischem 10.000-Häuser-Programm senken die effektiven Kosten deutlich. Testen Sie Ihre Wunschfarbe vorab am eigenen Foto mit unserem KI-Fassadensimulator. Quellen: Bundesverband Farbe, BAFA, KfW 261, BayernLabo, EnergieBonusBayern, DIN 18363, Bayerische Bauordnung, Bayerisches Denkmalschutzgesetz Novelle 1.1.2026, Stadt Augsburg Bauordnungsamt, BLfD.
Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben
«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»
«Dank dieser Zeitersparnis konnte ich meine Preise um 10 EUR pro Anfrage senken, sowohl für Stammkunden als auch für Neukunden.»
«Cremeweiß ist top und die Sockelbereiche werden perfekt erkannt.»
Verifizierte WhatsApp-Verbatims, mit schriftlicher Zustimmung der Verfasser veröffentlicht. Vornamen aus Vertraulichkeitsgründen geändert.