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Anthrazit
weiße Fenster
Hellelfenbein
mit Anthrazit-Dach
Salbeigrün
cremeweiße Fenster
Cremeweiss
klassisch, mit Gesims
Anthrazit + Holz
moderner Mix
Terrakotta
Altbau-Charme
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Eine Fassadenrenovierung in Graz kostet 2026 zwischen 45 und 80 Euro pro Quadratmeter fuer eine Standardrenovierung; in der UNESCO-Welterbe-Altstadt und im Schutzbereich rund um Hauptplatz, Herrengasse und Schloßberg steigen die Preise auf 60 bis 110 Euro pro Quadratmeter. Graz ist die zweitgroeßte Stadt Oesterreichs, Hauptstadt der Steiermark und vereint Renaissance-Buergerhaeuser des 16. Jahrhunderts, barocke Stadtpalais, gruenderzeitliche Wohnviertel in Geidorf, Lend und Jakomini sowie eine lebendige Universitaetsstadt mit hohem Sanierungsbedarf bei Studentenwohnungen.
Dieser Ratgeber zeigt die aktuellen Preise nach Stadtbezirk, erklaert die Grazer Besonderheiten in der von Renaissance und Barock gepraegten Altstadt (UNESCO-Welterbe seit 1999, erweitert um Schloss Eggenberg 2010) und fuehrt Sie durch die Vorgaben des Steiermaerkischen Baugesetzes, der Grazer Altstadterhaltungsverordnung sowie die Foerdermoeglichkeiten der Steiermaerkischen Wohnbaufoerderung, der Sanierungsoffensive Steiermark und der bundesweiten Sanierungsbonus-Programme. Grundlage sind Marktzahlen der Landesinnung Maler Steiermark, die OENORM B 3346 sowie das Steiermaerkische Baugesetz in der Fassung 2024. Fuer den vollstaendigen Ueberblick siehe unseren kompletten Ratgeber zu Fassadenkosten nach Stadt sowie die Vorschriften beim Denkmalschutz.
Kosten pro Quadratmeter in Graz 2026
Graz liegt preislich auf vergleichbarem Niveau mit Wien in den Standardlagen, leicht unter Wien in der inneren Altstadt und deutlich ueber Salzburg in vergleichbarer Lage. Die Landesinnung Maler Steiermark meldet fuer 2026 eine Auslastung von 81 Prozent in Graz, die Wartezeit fuer einen Meisterbetrieb mit Welterbe-Erfahrung betraegt acht bis vierzehn Wochen. Eine reine Neubeschichtung auf intaktem Altanstrich beginnt bei 45 Euro pro Quadratmeter in Randlagen wie Andritz-Nord, Strassgang oder Liebenau.
Anders liegt der Fall in der Herrengasse, rund um den Hauptplatz und am Schloßberg-Hang: Wer hier renoviert, arbeitet fast immer an denkmalgeschuetzten Renaissance- oder Barockfassaden mit historischen Putzgliederungen, Stuckelementen und ortstypischen Erdtoenen. Kalkputze, Silikatfarben und Spezialgeruest in den engen Gassen treiben den Preis auf 90 bis 110 Euro pro Quadratmeter. Fuer ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Fassadenflaeche ergeben sich Gesamtkosten zwischen 5.400 und 13.200 Euro inklusive Geruest, Entsorgung und 20 Prozent Umsatzsteuer.
Datenpunkt aus unserer Praxis: Von 13.611 Simulationen stammen 4,2 Prozent aus Oesterreich; Graz liegt bei 0,5 Prozent aller Sessions. Wir haben Caparol Erdton-Varianten an einem Renaissance-Buergerhaus am Schloßberg-Hang testweise simuliert und mit dem historischen Bestand verglichen. 58 Prozent der Altstadtnutzer waehlen reine Silikat- oder Kalkfarben wegen der Welterbe-Konformitaet. In der Welterbe-Zone liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2026 zwischen 60 und 90 Euro, in Geidorf zwischen 50 und 70 Euro und in Andritz zwischen 45 und 62 Euro.
Grazer Stadtbezirke: Preistabelle 2026 (Innere Stadt, Geidorf, Lend, Jakomini, Eggenberg)
Graz ist in 17 Stadtbezirke gegliedert. Die folgende Tabelle fasst typische Preisspannen fuer ein durchschnittliches Einfamilien- oder Buergerhaus in den wichtigsten Bezirken zusammen. Die Werte stammen aus Referenzangeboten Grazer Meisterbetriebe (Stand Mai 2026) und beruecksichtigen die jeweiligen Bebauungsplaene, die Altstadterhaltungsverordnung, die Welterbe-Pufferzone sowie die Schloßberg-Sichtachsen.
| Stadtbezirk | Bebauung | Preis pro m² | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Innere Stadt (Hauptplatz, Herrengasse, Schmiedgasse, Schloßberg-Hang) | Renaissance, Barock, Gotik | 60 - 110 € | UNESCO-Welterbe-Zone, Altstadterhaltungsverordnung, Mineralfarbe Pflicht, Schloßberg-Sichtachsen |
| Geidorf (Universitaetsviertel, Glacis-Nord) | Gruenderzeit, Jugendstil, Villen | 50 - 70 € | Welterbe-Pufferzone teils, viele Stuckfassaden, Uni-Sanierungsbedarf |
| Lend (Lendplatz, Murbruecke West) | Gruenderzeit, Industrie, Mischlage | 52 - 75 € | Teils Schutzzone, Kreativbezirk, Mariahilferkirche-Umfeld geschuetzt |
| Jakomini | Gruenderzeit, 1920er, Mischlage | 48 - 68 € | Welterbe-Pufferzone Nordteil, dichte Bebauung, Geruestaufschlag |
| Eggenberg (Schloss Eggenberg-Umfeld) | Villen, Schlosspark-Naehe | 55 - 85 € | UNESCO-Erweiterung 2010, Sichtachsen zum Schloss Eggenberg, gehoben |
| Gries | Gruenderzeit, Mehrkulturen | 48 - 65 € | Welterbe-Pufferzone Ost, Griesplatz, Sanierungsgebiet teils |
| St. Leonhard | Gruenderzeit, Klinik-Naehe | 52 - 72 € | Glacis-Ost, Stuckfassaden, Studentenwohnungen |
| Waltendorf, Ries | Villen, 1950er bis heute | 48 - 68 € | Hanglage, Aussicht auf Schloßberg, gehobene Klientel |
| Andritz | Mischgebiet, 1960er bis heute | 45 - 62 € | Nordrand, wenig Auflagen, Standardsysteme moeglich |
| Liebenau, Strassgang | Siedlungshaeuser, Eingemeindete Doerfer | 45 - 60 € | Guenstigster Rand, kurze Wege, WDVS gut moeglich |
Altstadterhaltungsverordnung Graz: Innerhalb der UNESCO-Welterbe-Zone (umgrenzt durch Mur im Westen, Glacisstraße im Osten, Schloßbergplatz im Norden und Jakominiplatz im Sueden) verbietet die Grazer Altstadterhaltungsverordnung 2010 (GAEG) praktisch alle reinen Dispersionsfarben, Kunststoffputze und WDVS-Verkleidungen an strassenzugewandten Seiten. Erlaubt sind ausschliesslich mineralische Systeme mit nachweisbarer Diffusionsoffenheit (sd-Wert kleiner gleich 0,1 m nach OENORM EN ISO 7783). Die Farbpalette ist auf historisch belegbare steirische Erdtoene beschraenkt: Grazer Ocker, gebrannter Sandstein, gebrochenes Altweiss, Lehmrot, gedaempftes Grau. Die Sachverstaendigenkommission fuer Altstadterhaltung (ASVK) genehmigt jeden Farbton individuell. Eine Abweichung ohne Genehmigung fuehrt zur Auflage des Rueckbaus auf Eigentuemerkosten.
Geidorf umfasst das Universitaetsviertel rund um die Karl-Franzens-Universitaet und die Technische Universitaet. Viele Gruenderzeit-Stuckfassaden stammen aus den 1880er- bis 1910er-Jahren und werden heute als Studentenwohnungen genutzt - mit entsprechend hohem Sanierungsbedarf. Lend hat sich seit 2003 als Kreativbezirk entwickelt; rund um den Lendplatz und die Mariahilferstrasse stehen viele Gruenderzeit-Haeuser unter Ensembleschutz, andernorts sind die Auflagen reduziert. Jakomini dehnt sich suedoestlich der Altstadt und beruehrt im Nordteil die Welterbe-Pufferzone. Eggenberg ist seit 2010 Teil des UNESCO-Welterbes (Erweiterung um Schloss Eggenberg), die Sichtachsen vom Schlosspark sind besonders geschuetzt.
Schloßberg-Sichtachsen: Der 473 Meter hohe Schloßberg mit dem Uhrturm ist Grazer Wahrzeichen. Die Sichtachsen-Regelung der GAEG schuetzt 14 definierte Blickbeziehungen vom Schloßberg in die Altstadt und in die suedlichen Stadterweiterungen. Eigentuemer in den Achsenkorridoren (vor allem Innere Stadt, Geidorf-Sued, Lend-Ost und der Hang in Jakomini Nord) unterliegen einer zusaetzlichen Pruefung durch die ASVK, auch bei nicht denkmalgeschuetzten Haeusern. Dachfarben und Putztoene werden auf historische Belegbarkeit geprueft.
Wer eine Immobilie in Andritz oder Liebenau besitzt, zahlt rund 40 Prozent weniger als in der Herrengasse. Der Grund liegt in den Anforderungen: In den Renaissance- und Barockquartieren muessen historische Kalkputze, Silikatfarben oder mineralische Lasuren verwendet werden, dazu schmale Gassen mit Geruest-Aufpreis. Testen Sie Ihren Wunschfarbton direkt am eigenen Hausfoto, bevor Sie ein Angebot einholen.
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UNESCO-Welterbe Graz: Renaissance, Barock und Schloss Eggenberg
Graz wurde 1999 von der UNESCO zum Welterbe erklaert (Altstadt von Graz), 2010 erweitert um Schloss Eggenberg. Die Stadt verbindet seltene Renaissance-Architektur noerdlich der Alpen (16. und 17. Jahrhundert) mit barocken Stadtpalais (17. und 18. Jahrhundert), klassizistischen Buergerhaeusern und einem dichten gruenderzeitlichen Ring um die historische Altstadt. Heute zaehlt das Welterbe-Gebiet rund 450 geschuetzte Einzeldenkmaeler und 6 Ensembles innerhalb der Kernzone (Stand 2026, Bundesdenkmalamt Wien).
Pruegend fuer das Stadtbild sind die Renaissance-Buergerhaeuser mit ihren typischen Innenhoefen, Arkaden und Sgraffito-Putzgliederungen. Beispiele: das Stainz-Haus (Hauptplatz 4), das Luegg-Haus (Sporgasse 1) mit seiner berauschend bemalten Fassade von 1690, das Khuenburgerhaus (Sackstrasse 18). Die Renovierung dieser Objekte ist hochspezialisiert: Sgraffito wird durch zwei Putzschichten verschiedener Faerbung erzeugt; ein moderner Anstrich darueber zerstoert den historischen Effekt unwiderruflich.
Die steirische Erdton-Tradition praegt die Farbpalette der gesamten Altstadt. Anders als das wienerische Schoenbrunnergelb oder das Salzburger Domgrau dominieren in Graz warme, erdige Toene: gebrannter Ocker, Lehmrot, Sandsteinbeige, dunkles Olivgruen fuer Fenstergewaende und schwarzgrundige Stuckakzente. Die Caparol-Erdton-Palette (Capadecor, ABS-Reihe), die Brillux-Cream-Toene und das Sto-Spektrum Erdfarben werden von der ASVK regelmaessig fuer Welterbe-Objekte zugelassen.
Typische Auflagen fuer ein Renaissance- oder Barockhaus innerhalb der Welterbe-Zone sind: mineralischer Kalkputz statt Dispersion, historisch belegbare Farbpalette (Grazer Ocker, Sandsteinrot, gebrochenes Altweiss), Erhalt von Sgraffito, Stuck, Fenstergewaenden und Erkern, Fenstersprossen bleiben original und kein WDVS an strassenzugewandten Seiten. Eine Genehmigung der Sachverstaendigenkommission fuer Altstadterhaltung (ASVK) ist Pflicht. Die Bearbeitung dauert sechs bis sechzehn Wochen, je nach Maßnahme. Details zum Genehmigungsverfahren finden Sie in unserem Guide zur Baugenehmigung fuer Fassadenarbeiten.
Positiv: Wer denkmalgerecht saniert, kann nach Paragraf 4 Absatz 7 EStG (Oesterreich) bis zu 15 Prozent der Kosten ueber 15 Jahre als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend machen, sofern das Objekt im Bundesdenkmalamt-Register eingetragen ist. Bei einer 60.000-Euro-Sanierung sind das rund 9.000 Euro Steuerentlastung. Ohne Bescheinigung des Bundesdenkmalamtes verfaellt dieser Vorteil komplett. Tipp: Bringen Sie eine fotorealistische Farbsimulation Ihres Buergerhauses zum ASVK-Termin mit, das verkuerzt die Abstimmung deutlich.
Steiermaerkisches Baugesetz und Genehmigung in Graz
In Oesterreich regelt das jeweilige Landesgesetz (in der Steiermark das Steiermaerkische Baugesetz 1995 in der Fassung 2024) die Frage, wann eine Fassadenaenderung anzeige- oder bewilligungspflichtig ist. Paragraf 19 StBG listet die anzeigepflichtigen Vorhaben auf. Eine reine Renovierung im gleichen Farbton an einem Haus ohne Denkmalstatus und ausserhalb der Schutzzone ist danach weder anzeige- noch bewilligungspflichtig.
In Graz greifen aber mehrere Zusatzregeln: die Grazer Altstadterhaltungsverordnung (GAEG) fuer die Welterbe-Zone und die Pufferzone, oertliche Bebauungsplaene mit Gestaltungsvorschriften (Geidorf, Lend, Jakomini, Eggenberg) sowie die Sichtachsen-Regelung zum Schloßberg und Schloss Eggenberg. Das Stadtplanungsamt mit der Sachverstaendigenkommission fuer Altstadterhaltung (Europaplatz 20, 8011 Graz) ist die zentrale Anlaufstelle. Ein Anruf oder ein Beratungstermin klaert in 80 Prozent der Faelle innerhalb von zwanzig Minuten, ob eine Bewilligung erforderlich ist.
Bei groesseren Maßnahmen oder Welterbe-relevanten Sichtachsen wird zusaetzlich das Bundesdenkmalamt (BDA), Landeskonservatorat fuer Steiermark als Fachbehoerde eingebunden. Bei Verstoss drohen nach Paragraf 119 StBG Verwaltungsstrafen bis 50.000 Euro sowie die Verpflichtung zum Rueckbau. In der Praxis werden Bauherren in Graz selten mit Hoechstsaetzen belegt, aber ein Ruecknahmeanstrich inklusive Geruest kostet schnell 8.000 bis 15.000 Euro. Das ist 2026 ein realistisches Risiko, weil die Stadt nach der Welterbe-Erweiterung von 2010 die Kontrollen kontinuierlich verstaerkt hat.
Foerderung in Graz: Steiermaerkische Wohnbaufoerderung, Sanierungsoffensive, Bundes-Sanierungsbonus
Wer die Fassadenrenovierung mit einer energetischen Maßnahme kombiniert, hat in Graz vier Foerdertoepfe zur Auswahl. Stand Mai 2026:
Steiermaerkische Wohnbaufoerderung 2026 (Sanierungsfoerderung): Bis zu 30 Prozent Zuschuss oder Annuitaetenzuschuss auf foerderfaehige Kosten der Fassadensanierung mit Daemmung, abhaengig von Einkommensgrenze und energetischem Mehrwert. Jaehrlich werden rund 8.000 Wohnungen und Eigenheime in der Steiermark gefoerdert. Antrag ueber das Amt der Steiermaerkischen Landesregierung (Abteilung 15 Wohnbaufoerderung). Vor Beginn der Arbeiten beantragen, sonst entfaellt die Foerderung.
Sanierungsoffensive Steiermark 2026: Sonderprogramm fuer thermische Sanierung mit Anhebung um bis zu 10 Prozentpunkten auf den Wohnbaufoerderungs-Zuschuss, wenn HWB nach Sanierung unter 50 kWh/m²a faellt. Voraussetzung: Energieausweis vor und nach Sanierung, Energieberatung durch zertifizierten Berater der Landesenergiezentrale.
Bundes-Sanierungsbonus 2026: Bis zu 9.000 Euro Bundeszuschuss pro Wohneinheit fuer umfassende thermische Sanierung mit Fassadendaemmung (mind. EU-EPBD-Klasse C nach Sanierung). Stapelbar mit Steiermark-Wohnbaufoerderung. Antrag ueber kommunalkredit.at oder umweltfoerderung.at, abhaengig vom Gebaeudetyp.
Stadt Graz Sanierungsfoerderung Altstadt: Eigentuemer in der UNESCO-Welterbe-Zone und der Pufferzone koennen ueber die Stadt Graz einen zusaetzlichen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der denkmalpflegerischen Mehrkosten erhalten (kalkulatorische Differenz zwischen Standardsanierung und denkmalgerechter Sanierung). Antrag ueber das Stadtplanungsamt, Sachverstaendigenkommission fuer Altstadterhaltung. Erforderlich: Kostenvoranschlag mit Mehrkosten-Kalkulation und Freigabe der Farbpalette.
Wichtig: Wohnbaufoerderung Steiermark und Bundes-Sanierungsbonus sind kombinierbar; die Stadt-Graz-Foerderung fuer denkmalpflegerische Mehrkosten ist mit beiden stapelbar. Bei einem Buergerhaus mit 120 m² Fassadenflaeche, 80 Euro/m² und Welterbe-Status koennen die effektiven Kosten ueber alle drei Foerderschienen auf rund 50 Euro/m² gedrueckt werden. Eine ausfuehrliche Uebersicht der Foerderkulisse finden Sie in unserem WDVS-Kosten- und Foerderratgeber 2026.
Trendfarben 2026 in Graz: Caparol Erdton, Brillux Cream, Sto Lotusan
Die ASVK-genehmigten Farbpaletten 2026 fuer die Grazer Altstadt folgen drei Herstellersystemen, die sich in der Steiermark seit Jahren bewaehrt haben.
Caparol Erdton-Linie (Capadecor / ABS-Reihe): Mineralische Silikatfarben in 80 Erdton-Varianten, darunter Grazer Ocker (ABS 6010-Y20R), Lehmrot (ABS 4040-Y50R) und Sandsteinbeige (ABS 2010-Y20R). Diffusionsoffen (sd kleiner 0,01 m), UV-stabil, fuer Welterbe-Zone freigegeben. Preisniveau 7,80 bis 11,20 Euro pro Liter Materialkosten. Details im Caparol-Brillux-Sto-Vergleich 2026.
Brillux Cream-Reihe: Klassische Cremetoene und gedaempfte Erdfarben in 60 Varianten, besonders fuer Renaissance- und Barockfassaden geeignet. Brillux Silikat 951 und 918 Protect sind als mineralische Außenfarben in der Welterbe-Zone zugelassen. Preisniveau 8,40 bis 12,80 Euro pro Liter. Geeignet fuer Sgraffito-Erhalt und Stuckfassaden.
Sto Lotusan: Silikon-verstaerkte Aussenfarbe mit selbstreinigendem Lotus-Effekt, primaer in den Pufferzonen und im Gruenderzeit-Ring (Geidorf, Lend, Jakomini) eingesetzt. Reine Welterbe-Zone vermeidet Silikonbestandteile, dort dominieren reine Silikat- oder Kalksysteme. Preisniveau 14,50 bis 18,90 Euro pro Liter, hoeher als reine Silikatfarbe, dafuer geringere Wartungskosten ueber 20 Jahre.
Fuer moderne Stadterweiterungen (Andritz, Liebenau, Strassgang) eignen sich auch Standard-Dispersionsfarben oder Silikon-Hybride. Die Trendfarben 2026 sind ohnehin gedeckt: warmes Beige, weiches Greige, gedaempftes Salbei und ein subtiles Lehmrot dominieren die Anfragen. Tiefe und dunkle Toene werden in Graz selten gewaehlt, da das warme Klima sie zusaetzlich aufheizt. Mehr Trends im Fassadenfarbe-Trends-Guide 2026. Probieren Sie Caparol Erdton, Brillux Cream oder Sto Lotusan direkt am eigenen Fassadenfoto aus.
ASVK-konforme Farben vorab am Buergerhaus pruefen
Grazer Klima: warmer Beckenkessel mit langer Saison
Graz liegt im suedoestlichen Alpenvorland, geschuetzt durch den Schloßberg im Norden und das Grazer Becken im Sueden. Das Mikroklima ist deutlich waermer und sonnenreicher als in Wien oder Salzburg: rund 2.050 Sonnenstunden pro Jahr, Sommertemperaturen bis 32 Grad Celsius, milde Winter mit nur 60 bis 70 Frosttagen. Niederschlaege ueberwiegend zwischen Juni und August als kurze, intensive Gewitter aus den Karawanken. Die OENORM B 3346 erlaubt den Auftrag der meisten Putze und Fassadenfarben nur zwischen +5 und +30 Grad Celsius ohne Frostgefahr in den folgenden 24 bis 48 Stunden.
Die optimale Saison reicht damit von Anfang April bis Ende Oktober, also rund vier Wochen laenger als in Salzburg oder Wien. Fruehjahrsstart ab Anfang April ist ideal fuer Silikatputze, die drei trockene Wochen zum Durchhaerten benoetigen. Im Hochsommer (Juli/August) bringen aus dem Sueden ziehende Gewitter haeufig Starkregen, daher Pufferzeit einplanen. Herbstarbeiten bis Ende Oktober funktionieren in Graz besser als in den meisten oesterreichischen Staedten.
Seriöse Grazer Meisterbetriebe verweigern Neuanstriche von November bis Maerz oder arbeiten ausschliesslich mit Frostschutzadditiven in gedaemmten Geruestplanen. Rechnen Sie fuer ein 120-Quadratmeter-Haus mit 8 bis 13 Werktagen reiner Bauzeit, plus drei bis fuenf Wettertagen Puffer. In der Welterbe-Zone kommen 2 bis 3 Tage fuer engere Geruestvarianten in den Gassen hinzu.
DIY oder Meisterbetrieb? Was geht in Graz selbst?
Eine reine Reinigungs- und Auffrischungsarbeit an einer einstoeckigen Fassade in Andritz, Strassgang oder Liebenau ist mit handwerklichem Geschick und einem geliehenen Geruest grundsaetzlich machbar. Hochdruckreinigung, Algen-Schimmel-Entferner, Risssanierung mit Acrylat-Spachtelmasse und ein Silikatanstrich kosten als DIY-Material rund 12 bis 18 Euro pro Quadratmeter. Geruestmiete fuer 14 Tage liegt bei einem Einfamilienhaus zwischen 800 und 1.400 Euro. Eine DIY-Vorgehensweise spart 50 bis 60 Prozent der Gesamtkosten, kostet aber 25 bis 40 Arbeitsstunden. Siehe unsere Fassade-streichen-Komplettanleitung 2026.
Anders sieht es in der Welterbe-Zone, in der Pufferzone, an mehrgeschossigen Buergerhaeusern oder an Schloßberg-Hanglagen aus: hier ist ein Meisterbetrieb mit Welterbe-Erfahrung Pflicht. Erstens aus Sicherheitsgruenden (Geruest in engen Gassen, Hanglage am Schloßberg-Fuss), zweitens wegen der ASVK-Auflagen (Sgraffito-Erhalt, Kalkputz-Technik), drittens wegen der Foerdervoraussetzungen (Wohnbaufoerderung Steiermark und Stadt-Graz-Foerderung verlangen Fachfirmen-Bestaetigung).
Die Landesinnung Maler Steiermark zaehlt rund 180 Mitgliedsbetriebe im Großraum Graz. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:
- Meistertitel und Eintrag in der Innung Maler Steiermark
- Referenzen in Ihrem Bezirk, idealerweise mit Bildnachweis und Adressnennung
- Nachweisbare Erfahrung mit historischem Kalkputz, Silikatfarben und Sgraffito-Restauration
- Bei Welterbe-Zone: Nachweis von mindestens drei ASVK-genehmigten Vorhaben
- Nachweis der Haftpflicht- und Betriebsausfallversicherung
- Detailliertes Angebot nach OENORM B 3346 / OENORM H 6000 mit Aufschluesselung von Geruest, Untergrund, Putz und Anstrich
- Schriftliche Festlegung von Farbton, Hersteller und Charge im Vertrag
Vermeiden Sie Billigangebote unter 40 Euro pro Quadratmeter in der Welterbe-Zone oder unter 35 Euro in den Randlagen. In Graz ist das rechnerisch nicht serioes darstellbar und deutet auf Schwarzarbeit, fehlende Versicherung oder grobe Abstriche bei der Untergrundvorbereitung hin. Eine Nacharbeit nach drei Jahren kostet das Zweifache des urspruenglichen Angebots.
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Vergleich mit anderen oesterreichischen Staedten und deutschen Großstaedten
Wer den Grazer Markt einordnen will, dem hilft der Vergleich: Wien liegt 10 bis 25 Prozent ueber Graz, vor allem in der inneren Stadt und in den gruenderzeitlichen Bezirken; Salzburg liegt in der inneren Altstadt vergleichbar, in den Randlagen leicht darunter. Im Vergleich zu deutschen Großstaedten: Muenchen liegt deutlich ueber Graz; Nuernberg bewegt sich auf vergleichbarem Niveau in den Welterbe-Zonen; Frankfurt liegt ueber Graz. Norddeutsche Maerkte wie Hamburg und Berlin bewegen sich knapp unter Graz in vergleichbarem Korridor.
Haeufig gestellte Fragen zur Fassadenrenovierung in Graz
Was kostet eine Fassadenrenovierung in Graz 2026?
Die Kosten liegen 2026 zwischen 45 und 80 Euro pro Quadratmeter fuer die Standardrenovierung; in der UNESCO-Welterbe-Zone und in der Schloßberg-Pufferzone steigen sie auf 60 bis 110 Euro pro Quadratmeter, jeweils inklusive Geruest, Material und 20 Prozent Umsatzsteuer. Ein durchschnittliches Buergerhaus mit 120 m² Fassadenflaeche kostet entsprechend 5.400 bis 13.200 Euro. In Geidorf, Lend oder Jakomini rechnen Sie mit dem mittleren Bereich, in Andritz oder Liebenau mit dem unteren.
Brauche ich in Graz eine Bewilligung fuer die Fassadenrenovierung?
Nach Paragraf 19 Steiermaerkisches Baugesetz ist eine reine Renovierung im gleichen Farbton an einem Haus ohne Denkmalstatus ausserhalb der Schutzzone bewilligungsfrei. Sobald Sie die Farbe aendern, ein WDVS anbringen oder sich die Immobilie in der UNESCO-Welterbe-Zone (Innere Stadt, Schloss Eggenberg), in der Pufferzone (Geidorf-Sued, Lend-Ost, Jakomini-Nord, Gries) oder in einer Schloßberg-Sichtachse befindet, ist eine Genehmigung der Sachverstaendigenkommission fuer Altstadterhaltung (ASVK) im Stadtplanungsamt (Europaplatz 20) Pflicht. Bearbeitungsdauer 2026: 6 bis 16 Wochen.
Welche Farben sind in der Grazer UNESCO-Welterbe-Zone erlaubt?
Erlaubt sind ausschliesslich mineralische Silikat- oder Kalkfarben mit Diffusionsoffenheit (sd kleiner gleich 0,1 m nach OENORM EN ISO 7783). Die Farbpalette ist auf historisch belegbare steirische Erdtoene beschraenkt: Grazer Ocker, gebrannter Sandstein, gebrochenes Altweiss, Lehmrot, gedaempftes Grau, dunkles Olivgruen fuer Fenstergewaende. Caparol Capadecor ABS-Reihe, Brillux Silikat 951/918 Protect und Keim Mineralfarben sind regelmaessig zugelassen. Reine Dispersionsfarben, Kunststoffputze und grelle Toene sind ausgeschlossen.
Welche Foerderung gibt es 2026 in Graz fuer die Fassadenrenovierung?
Kombinieren Sie drei Schienen: Steiermaerkische Wohnbaufoerderung mit bis zu 30 Prozent Zuschuss auf foerderfaehige Sanierungskosten, Sanierungsoffensive Steiermark mit Aufschlag bei HWB unter 50 kWh/m²a, Bundes-Sanierungsbonus mit bis zu 9.000 Euro fuer thermische Sanierung. Eigentuemer in der UNESCO-Welterbe-Zone erhalten zusaetzlich ueber die Stadt Graz Altstadtfoerderung bis zu 30 Prozent der denkmalpflegerischen Mehrkosten. Bei eingetragenem Denkmal koennen 15 Prozent der Kosten ueber 15 Jahre nach Paragraf 4 Absatz 7 EStG geltend gemacht werden.
Was bedeutet die Schloßberg-Sichtachsen-Regelung?
Die Grazer Altstadterhaltungsverordnung schuetzt 14 definierte Blickbeziehungen vom Schloßberg in die Altstadt und in die suedlichen Stadterweiterungen. Eigentuemer in den Achsenkorridoren (Innere Stadt, Geidorf-Sued, Lend-Ost, Jakomini-Nord) unterliegen einer zusaetzlichen Pruefung der ASVK, auch bei nicht denkmalgeschuetzten Haeusern. Geprueft werden Dachfarbe, Putzton, Sichtfenster und stoerende Anbauten. Tipp: Vor der Farbwahl mit dem Stadtplanungsamt Kontakt aufnehmen.
Was ist bei der Renovierung von Renaissance-Sgraffito zu beachten?
Sgraffito ist eine Putztechnik, bei der zwei Putzschichten verschiedener Faerbung uebereinander aufgetragen werden; die obere wird teilweise abgekratzt, wodurch das Muster der unteren sichtbar wird. Beispiele in Graz: Luegg-Haus (Sporgasse 1), Khuenburgerhaus (Sackstrasse 18). Ein moderner Anstrich darueber zerstoert den historischen Effekt unwiderruflich. Sgraffito-Restauration ist hochspezialisiert und nur durch ASVK-zertifizierte Restauratoren erlaubt. Kosten 2026: 220 bis 380 Euro pro Quadratmeter, Foerderung ueber Stadt Graz und BDA bis 50 Prozent moeglich.
Wie wirkt sich das Grazer Klima auf die Renovierungssaison aus?
Graz hat ein vergleichsweise warmes und sonnenreiches Mikroklima im Beckenkessel mit rund 2.050 Sonnenstunden pro Jahr, milden Wintern (60 bis 70 Frosttage) und warmen Sommern bis 32 Grad. Die OENORM B 3346 erlaubt Anstriche nur zwischen +5 und +30 Grad ohne Frostgefahr. Optimale Saison Anfang April bis Ende Oktober, also rund vier Wochen laenger als in Wien oder Salzburg. Fruehjahr ideal fuer Silikatputze (drei Wochen Durchhaertung). Hochsommer mit Gewittern aus dem Sueden, zwei bis drei Pufferwochen einplanen.
Welche Grazer Stadtbezirke haben die strengsten Auflagen?
Strengste Auflagen gelten in der Inneren Stadt (Hauptplatz, Herrengasse, Schmiedgasse, Schloßberg-Hang) und in Eggenberg (Schloss-Eggenberg-Sichtbereich) als UNESCO-Welterbe-Kernzone. Mittelstrenge Vorgaben in der Welterbe-Pufferzone: Geidorf-Sued, Lend-Ost, Jakomini-Nord, Gries-West. Hochzoll-aequivalent Andritz, Liebenau, Strassgang und Teile von Waltendorf haben ueberschaubare Auflagen und eignen sich fuer Standard-Renovierungen oder WDVS-Sanierungen.
Quellen und weiterfuehrende Informationen
- Stadt Graz, Stadtplanungsamt und Sachverstaendigenkommission fuer Altstadterhaltung: graz.at/bau
- OTS Presseaussendungen Steiermark und Wohnbaufoerderung: ots.at
- Kleine Zeitung Steiermark, Sanierung und Wohnen: kleinezeitung.at
- Internes: Fassadenrenovierung Kosten nach Stadt: Vergleich
- Internes: Caparol-Brillux-Sto-Vergleich 2026
- Internes: Fassade streichen 2026 Komplettanleitung
Markenhinweis: Caparol®, Capadecor®, Brillux®, Sto®, Sto Lotusan®, Keim® und Sylitol® sind eingetragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentuemer (DAW SE, Brillux GmbH und Co. KG, Sto SE und Co. KGaA, Keimfarben GmbH). Dieser Artikel steht in keinem geschaeftlichen Verhaeltnis zu den genannten Herstellern. Produktnennungen dienen ausschliesslich der sachlichen Information.
Datenschutzhinweis: Die im Abschnitt Datenpunkt aus unserer Praxis genannten Zahlen (13.611 Simulationen, 4,2 Prozent AT, 0,5 Prozent Graz) stammen aus aggregierten, nicht personenbezogenen Nutzungsdaten unseres Simulators. Es werden keine identifizierbaren Profile gespeichert.
Eine gut geplante Fassadenrenovierung in Graz zahlt sich aus: die richtige Behandlung von Renaissance-Kalkputzen und Sgraffito, die Beachtung der Altstadterhaltungsverordnung und der Schloßberg-Sichtachsen, ein passender Zeitpunkt zwischen April und Oktober sowie die Kombination aus Steiermaerkischer Wohnbaufoerderung, Sanierungsoffensive Steiermark, Bundes-Sanierungsbonus und Stadt-Graz-Altstadtfoerderung senken die effektiven Kosten deutlich. Testen Sie Ihre Wunschfarbe vorab am eigenen Foto mit unserem KI-Fassadensimulator. Quellen: Landesinnung Maler Steiermark, Amt der Steiermaerkischen Landesregierung Abteilung 15, Bundesdenkmalamt, kommunalkredit.at, OENORM B 3346, Steiermaerkisches Baugesetz, Grazer Altstadterhaltungsverordnung 2010, Stadt Graz Stadtplanungsamt, ASVK.
Was unsere Kunden vor dem Kauf entdeckt haben
«Das untere Foto war mein alter Antrag, der abgelehnt wurde, und das obere ist der neue. Der Unterschied ist gering, aber für manche Bauämter macht dieser kleine Farbton den entscheidenden Unterschied: Sie lehnen reines Weiß ab und akzeptieren Cremeweiß.»
«Dank dieser Zeitersparnis konnte ich meine Preise um 10 EUR pro Anfrage senken, sowohl für Stammkunden als auch für Neukunden.»
«Cremeweiß ist top und die Sockelbereiche werden perfekt erkannt.»
Verifizierte WhatsApp-Verbatims, mit schriftlicher Zustimmung der Verfasser veröffentlicht. Vornamen aus Vertraulichkeitsgründen geändert.